Spielen Plus

Das Spiel als bedeutsamste Lernform in der kindlichen Entwicklung stand im Fokus des Projekts «Spielen Plus», das von der PH Zürich geleitet und in Kooperation mit dem Volksschulamt des Kantons Zürich durchgeführt wurde. Entstanden sind eine Website mit Erklärvideos, ein Handbuch und Elternfilme.

Inhalt dieser Seite

Erziehungstrends: Was sind die Folgen von Überbehütung?

Der zentrale Lernmodus von Kindern zwischen vier und sechs Jahren ist das spielerische, beiläufige Lernen. Die Kinder erleben dabei Spielen und Lernen als eins. Insbesondere im freien Spiel sind Kinder engagiert und motiviert, ihre eigenen Fähigkeiten zu erproben und zu erweitern. Und Lernen beim Spielen wird mit positiven Emotionen verbunden. Erst mit zunehmendem Alter geht das beiläufige Lernen langsam in ein bewusstes Lernen über.

Erst mit zunehmendem Alter geht das beiläufige Lernen langsam in ein bewusstes Lernen über.

Über das Projekt «Spielen Plus»

Das Projekt «Spielen Plus» der PH Zürich besinnt sich auf die Bedeutung des Spiels beim Lernen von vier- bis achtjährigen Kindern und fokussiert Spiel- und Lerngelegenheiten, die nicht ausschliesslich bereits vorgegebene und didaktisierte Lernschritte umfassen. Ziel des Projekts war es, Lehr- und Betreuungspersonen sowie Eltern und Erziehungsberechtigte dabei zu unterstützen, altersgerechte Spiel- und Lernräume zu gestalten.

Gemeinsam mit sieben Pilotschulen wurden Lerngelegenheiten entwickelt und getestet sowie Umsetzungsmöglichkeiten in formalen, non-formalen und informellen Lernsituationen erarbeitet. Die Produkte und Materialien sind in ein Weiterbildungskonzept eingebettet, das sich unter anderem an Lehrpersonen im Zyklus 1 sowie an Fachpersonen der Tagesbetreuung richtet.

Ebenso stellt das Projekt Handreichungen und Materialien für Eltern und Erziehungsberechtigte zur Verfügung, die das Spielen als sinnvolle und wichtige Tätigkeit für Vier- bis Achtjährige positionieren und mit einfachen Umsetzungsmöglichkeiten dazu ermuntern, Kinder vermehrt zum Spiel aufzufordern.

Das Projekt lief von Anfang 2019 bis Ende 2022 und wurde in Kooperation mit dem Volksschulamt des Kantons Zürich durchgeführt.

Materialien aus dem Projekt

spielenplus.ch

Die Website spielenplus.ch gibt Anregungen, wie das freie Spiel begleitet und gefördert werden kann und bietet ein Handbuch sowie weiteres Material für Lehrpersonen. Ausserdem enthält die Website Videobeispiele von Spiel- und Lerngelegenheiten, die sowohl Lehrpersonen als auch Eltern und Erziehungsberechtigte nutzen können.

spielenplus.ch

Elternfilme

Speziell für Eltern und Erziehungsberechtigte wurden zehn Videos entwickelt, die verschiedene Spielszenen zeigen und dazu anregen, das Spielen der Kinder zu Hause oder in der Freizeit zu begleiten. Die Videos sind in 13 Sprachen verfügbar.

Filme für Eltern auf spielenplus.ch

Handbuch «Spielen Plus»

Ein praktisches Lehr- und Arbeitsmittel zum Spielen und Lernen von vier- bis achtjährigen Kindern. Es liefert Lehrpersonen im Zyklus 1 das nötige Wissen sowie Strategien, um das Spiel lernförderlich in Unterricht und Betreuung einzubringen. Das Handbuch verknüpft Theorie mit Anwendung, Übung und Reflexion und ist vielseitig einsetzbar.

Handbuch beim Hep-Verlag bestellen

Planungshilfe für den Unterricht

Eine handliche Planungshilfe in Drehscheibenform, die übersichtlich darstellt, in welchem Bezug die einzelnen Fachbereiche des Lehrplans 21 zu den neun entwicklungsorientierten Zugängen des Lehrplans stehen.

Planungstool im Lernmedien-Shop bestellen

Artikel und Beiträge zu Spielen und Lernen

Neue Wege im Kindergarten: Spielend die Welt entdecken

Die pädagogische Bedeutung des Kindergartens hat sich verändert. Heute wird vermehrt das freie Spiel gefördert. Dass dabei auch die Gebäudearchitektur inspirierend wirken kann, zeigt ein Besuch im Kindergarten Obfelden.

«Spielend die Welt entdecken», Walter Aeschimann, Schulblatt 6/2019

«Kinder müssen wieder mehr spielen»

Beraterin und Dozentin Catherine Lieger von der PH Zürich berichtet über das Spielen und die Chancen, die der Lehrplan 21 für diese Lernform bietet.

«Kinder müssen wieder mehr spielen», Catherine Lieger, Fokus Herbst 2019

Frühförderung als Kinderspiel

Margrit Stamm, emeritierte Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften, plädiert für das Recht der Kinder auf das freie Spiel. In einem Dossier fasst sie das aktuelle Wissen zu den Themen «Frühe Bildungsförderung» und «Spiel» zusammen und stellt es in einen Kontext. Sie knüpft dabei am Orientierungsrahmen der Schweizerischen Unesco-Kommission und des Netzwerks Kinderbetreuung Schweiz (2012) an, wo das Spiel explizit als erster Lernort und wichtigster Bildungsweg des Kindes bezeichnet wird.

Dossier von Margrit Stamm

Die Bedeutung von Spielraum und Spielkultur

Ein Beitrag von Pro Juventute über die Wichtigkeit des Spielens mit Hinweis auf die UN-Kinderrechtskonvention, die Spielräume und eine kindereigene Spielkultur als grundlegendes Kinderrecht definiert.

Beitrag von Pro Juventute

Richtlinien für Spielräume (Pro Juventute)

Für kindergerechte Spielräume ist ein Perspektivenwechsel nötig – weg von isolierten Spielplätzen, hin zu differenzierten Spielmöglichkeiten und Vernetzungen im privaten wie im halböffentlichen und öffentlichen Raum. Die Richtlinien von Pro Juventute definieren Kriterien in fünf Bereichen, die beschreiben, was eine hohe Spielraumqualität ausmacht.

Richtlinien von Pro Juventute

Acht-Schritt-Modell

Das Acht-Schritt-Modell wurde an der PH Zürich von Catherine Lieger und Nadine Bühlmann entwickelt. Es zeigt die Merkmale eines kompetenzorientierten Unterrichts im Zyklus 1 auf.

8-schritt-modell.ch

Weitere Hintergründe zeigt auch ein Beitrag der SRF-Sendung «Einstein» mit dem Titel «Wie soll die Schule für die Generation Alpha aussehen?».

Lehrgänge

Freie Plätze

Info­ver­an­stal­tun­gen

Freie Plätze – Durchführung gesichert

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Flyer «Spielen Plus»

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