Neuer Lehrgang : Autonomes Lernen in Unterricht und Schule nachhaltig fördern

Eigenes Lernen selbstständig zu organisieren, ist in der Schule und darüber hinaus eine zentrale Kompetenz. Der neue Lehrgang CAS Selbstreguliertes Lernen fördert eine Lernkultur, die Lernende stärkt und Lehrpersonen bei der Gestaltung selbstorganisierter Lernprozesse unterstützt.

Montag, 19. Januar 2026

Selbstreguliertes Lernen ist eine Schlüsselkompetenz für schulischen Erfolg und lebenslanges Lernen. Der CAS Selbstreguliertes Lernen zeigt auf, wie sich diese Kompetenz gezielt fördern und nachhaltig im Unterricht verankern lässt. Regula Spirig und Cornelia Möhlen leiten den neuen Lehrgang der PH Zürich.

Was ist das Anliegen des neuen Lehrgangs?
Cornelia Möhlen: Menschen müssen sich selbst organisieren, Wege und kreative Lösungen finden, Ziele verfolgen und mit verschiedensten Personen zusammenarbeiten. Eine selbstregulierte Lernkultur unterstützt die Schüler:innen im Aufbau dieser Kompetenzen.

Regula Spirig: Und eine solche Lernkultur erfordert spezifische Kenntnisse der Lehrpersonen, damit sie diese mit den Schüler:innen längerfristig aufbauen können. Das lohnt sich, denn wir wissen, dass Selbstwirksamkeitserfahrungen zentral für nachhaltige Lernprozesse sind.

Sie sprechen von der Fähigkeit, dass sich Kinder ihr Lernen selbst organisieren. Ist diese der heutigen Schulgeneration abhandengekommen?
Regula Spirig: Nein, wir reagieren auf neue Lebensrealitäten und fokussieren die sogenannten 21st Century Skills und Erkenntnisse zum Aufbau überfachlicher Kompetenzen. Wie Cornelia erwähnt hat, sind wir als Gesellschaft darauf angewiesen, sinnvoll auf Veränderungen und Probleme reagieren zu können. Die Kompetenzen, die mit dem selbstorganisierten Lernen vermittelt und aufgebaut werden, helfen dabei.

Cornelia Möhlen: Lehrpersonen begleiten die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Neben den fachlichen Aspekten im Unterricht geht es darum, überfachliche Kompetenzen und Lernstrategien aufzubauen und zu modellieren, damit die Schüler:innen Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen können. Wir möchten in unserem Lehrgang aufzeigen, wie eine Lernkultur aufgebaut werden kann, die die Schüler:innen stärkt und die Lehrpersonen inspiriert.

Wie ist das Verhältnis von Praxisbezug und Forschungswissen im Lehrgang?
Cornelia Möhlen: Wir arbeiten mit der PH FHNW, namentlich mit Matthias Mejeh zusammen. Seine langjährige Forschungserfahrung zum Thema selbstreguliertes Lernen garantiert, dass unser Lehrgang auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut. Diese verbinden wir dann mit Praxiserfahrungen aus Schulen und Schulentwicklungswissen.

Regula Spirig: Im Lehrgang haben wir thematische Modultage, besuchen Schulen und bringen eigene Projekte in unserer Schulentwicklungswerkstatt voran. So können die Teilnehmenden ihren Unterricht und ihre Schule wirksam weiterentwickeln.

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