Internationale Mobilität : PH Zurich Summer School: Horizonte erweitern
Selbst auf 2500 Metern über Meer herrschte T-Shirt-Wetter. Die Aussicht vom Säntis war fantastisch, das Alpenpanorama fast schon magisch – die Studierenden waren begeistert. In diesem Jahr stand die Summer School der PH Zürich unter einem besonders guten Wetterstern. Zum Glück. Denn das Rahmenprogramm gehörte ebenso zur Summer School wie die Module: «Im Jodel-Workshop und in der Schokoladenmanufaktur habe ich Schweizer Kultur gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt erlebt und besser kennengelernt. Dabei habe ich ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit gewonnen», berichtete eine Studentin aus China.
Geteilte Leidenschaft: das Unterrichten
Zugehörigkeit entstand auch während der Module. «Der Austausch zwischen uns Locals und den internationalen Studierenden war für beide Seiten sehr bereichernd: Wir lernten voneinander, stellten Fragen, gaben Antworten – es entstanden Freundschaften», fasste eine PHZH-Studentin die Kurswochen zusammen. Im Modul «Performative Teaching and Learning across the Curriculum» hätten sie gelernt, Theater im Unterricht so einzusetzen, dass es die Kinder nicht abschreckt, sondern sie spielerisch zum Mitmachen motiviert. Sie freue sich jetzt schon darauf, das Gelernte in der Praxis umzusetzen, so die angehende Lehrerin. «Eigentlich sollte dieser Kurs ein Pflichtmodul für alle sein», fügte sie lachend hinzu.
Nicht viel anders klang es bei den internationalen Studierenden. Auch sie blickten mit viel Begeisterung zurück. So berichtete eine Studentin aus Taiwan: «Es war grossartig, mehr über das Schweizer Bildungssystem und andere Bildungssysteme weltweit zu erfahren. Die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede haben mich beeindruckt. Am meisten freute mich, Menschen aus aller Welt kennenzulernen, die meine Leidenschaft teilen: das Unterrichten.»
«Echt eine Hammerwoche!», so auch das Fazit einer weiteren PHZH-Studentin, die am Modul «Special Needs and Inclusive Education in Switzerland and in a Global Context» teilgenommen hatte. «Die Dozierenden haben uns mit ihrem umfangreichen Wissen durch eine spannende und lehrreiche Woche mit vielen Schulbesuchen und Gesprächen geführt. Wir haben schnell eine gute Verbindung zueinander aufgebaut. Alle waren sehr motiviert, und wir haben uns intensiv ausgetauscht und viel über Inklusion in verschiedenen Ländern erfahren.»
Spielerisch voneinander lernen
Die Zusammenarbeit – der Austausch – war auch im Modul «Gamification in Education» zentral. «In jeder Einheit arbeiteten wir in Kleingruppen und mussten gemeinsam eine Lösung für ein Problem finden», erzählte eine Teilnehmerin aus Bologna. Das Modul habe eine grosse Vielfalt an Spielideen aufgezeigt – von manuellen und körperlichen Spielen bis hin zu digitalen Formaten – und sei sehr gut organisiert gewesen. Ihre Kollegin aus Schweden ergänzte: «Ich fand es schön, dass wir auch einige einheimische Mitstudierende hatten. Sie teilten ihre Erfahrungen mit uns und wir erhielten spannende Einblicke ins lokale Schulsystem.»
Ob Inklusion, Drama oder Gamification – viele Perspektiven ergaben bei der diesjährigen Ausgabe der Summer School ein stimmiges Ganzes. Oder wie es die Koordinatorin der PH Zürich am Schluss formulierte: «Gemeinsam erweitern wir unseren Horizont – jeden Tag ein Stück.»


