Summer School : Das war die Summer School 2024 der PH Zürich

Drei Wochen, drei Kurse und viele Höhepunkte. 50 Studierende aus Europa, der Schweiz und Übersee nahmen an der diesjährigen Summer School der PH Zürich teil. Inklusion, Drama und Gamification standen ebenso auf dem Programm wie Käse, Schokolade und Jodeln.

Dienstag, 13. August 2024

Bereits zum sechsten Mal führte die PH Zürich Mitte Juni die Summer School durch. Das ein- bis dreiwöchige Austauschprogramm richtet sich an Studierende von Partnerhochschulen, die Auslanderfahrung sammeln möchten und für die ein Semesteraustausch aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. Gekommen sind angehende Lehrpersonen aus China, England, Estland, Frankreich, Italien, Rumänien, Schottland, Spanien, Taiwan, USA, Wales, Zypern und der Westschweiz. Mit dabei waren auch neun PH-Studierende: Wer einen der begrenzten Plätze erwischte, kam in den Genuss eines internationalen Austausches – vor der eigenen Haustür.

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Urban Gaming auf dem Uetliberg

Den Auftakt zur Summer School bildete der zweiwöchige Kurs «Special Needs and Inclusive Education in Switzerland and in a Global Context» von Judith Hollenweger Haskell und Kai Felkendorff, Dozierende an der PH Zürich. «Die beiden haben sich gut ergänzt», erzählt eine Studentin aus Taiwan. Auch die Balance zwischen Theorie und Praxis habe gepasst, fügt sie hinzu. So standen neben verschiedenen Gastreferierenden und einer Stadtführung mit sonderpädagogischem Schwerpunkt auch mehrere Schulbesuche auf dem Programm. «Der Besuch bei der Schule für taubstumme Personen (Stiftung Tanne) hat mich besonders beeindruckt», meint die Studentin.

Noch praxisorientierter gestaltete sich der zweite Kurs: «Into the Story: Teaching and Learning with Drama». Mit vielen Hands-on-Übungen konnte PHZH-Dozentin Eva Göksel die Studierenden schnell begeistern. «Sie zeigte uns, wie wir performatives Lehren und Lernen über das ganze Curriculum hinweg einsetzen können», berichtet eine Studentin aus Manchester. «Wir inszenierten konkrete Beispiele für ganze Lektionen oder als Teil davon und lernten, wie wir damit ein neues Thema einführen können.» Als besonderes Highlight erwies sich der Schulbesuch in Richterswil. «Es war toll, das Gelernte in der Praxis mit echten Kindern umzusetzen und zu sehen, dass es funktioniert!»

Im dritten und letzten Kurs, «Gamification in Education», lernten die Studierenden, analoge und digitale Spielformen für Lernzwecke einzusetzen und spielerische Lektionen zu gestalten, die kollaboratives Lernen fördern. Eine «Urban Game Challenge» führte durch die Stadt und am vorletzten Tag auf den Uetliberg, den Hausberg der Stadt Zürich. Viel Kreativität war gefragt: Wie lassen sich beispielsweise Themen der Nachhaltigkeit oder der Naturwissenschaften gamifizieren? Während die Studierenden aus England diese Art der Lehre bereits aus ihrem Curriculum kannten, war das Konzept für andere Teilnehmende neu. «Ich habe noch nie etwas Ähnliches gemacht», erzählt eine Studentin aus Taiwan, «das war komplett neu für mich.»

Fondue und Jodeln sorgen für gute Laune

Neues entdeckten die Studierenden auch ausserhalb der Kurse. Ob beim Giessen der eigenen Schokoladentafel, bei der Käsedegustation mit dem Wildberg-Käser Roland Rüegg oder bei den Friday-Drinks im Summergarte und der Amboss-Rampe in der Stadt Zürich, all diese Aktivitäten ergänzten den Blick auf Zürich und die Schweiz. Bei den Tagesausflügen auf die Rigi und ins Appenzellerland spielte das Wetter zwar nicht so richtig mit. Das Fondue und die Älplermagronen in der Alpkäserei auf der Rigi passten dafür umso besser zum Nebel und anstelle des Bergpanoramas konnten die Studierenden die Kühe bestaunen.

Am darauffolgenden Wochenende begeisterte Appenzeller Sämi mit seinem Jodel-Workshop: Innerhalb kürzester Zeit schaffte die Gruppe ein zweistimmiges Zäuerlein, wie die Appenzeller ihren traditionellen Gesang nennen. Das reichte sogar für einen öffentlichen Auftritt auf dem Dorfplatz in Urnäsch. Im dortigen Brauchtumsmuseum staunten die Studierenden über die wilden Appenzeller Masken und Bräuche – und ein bisschen auch über die kleinen Türen und Betten. Auch ohne Sonne genossen sie die Seilbahnfahrt auf den Kronberg und die Dorfführung durch Appenzell. «Ohne all die Dinge, die wir neben den Kursen unternommen haben, wäre die Reise nicht dieselbe gewesen», sagt eine Teilnehmerin aus Schweden. «Ich habe jeden Moment genossen und nehme Erinnerungen fürs Leben mit.»

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