Didaktiken Künste

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Der Fachbereich Didaktiken Künste wie auch die dazugehörigen Professuren sind an der PH Zürich im Aufbau. Aktuell besteht Forschung und Entwicklung der Didaktiken Künste aus Einzelinitiativen verschiedener Vertreter:innen des Fachs.

Inhalt dieser Seite

In einer Werkstatt rollt eine Person mit einer Farbwalze ockerfarbene Farbe auf eine transparente Unterlage auf einem mit Farbspritzern übersäten Arbeitstisch aus.

Das Forschungsfeld Didaktiken Künste adressiert verschiedene Disziplinen: Didaktik Tanz/​Rhythmik/​Theater, Didaktik Musik, Didaktik Design und Technik und Didaktik Bildnerisches Gestalten. In diesen Disziplinen realisiert die PH Zürich verschiedene Projekte, sowohl Forschungsprojekte als auch Promotionsvorhaben.

Forschungsschwer­punkte

Forschung und Entwicklung der Didaktiken Künste befindet sich an der PH Zürich im Aufbau. Die verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind noch keinem Forschungsschwerpunkt zugeordnet, sondern zeigen in ihrer Heterogenität, in welche Richtungen die Forschungsinteressen und Desiderata gehen.

Laufende Projekte

Publi­ka­tionen

  • Bader, Nadia (2025) Bildsituationen und ihre Praktiken. Suchen, Auswählen und Herstellen von Beispielhaftigkeit in kunstpädagogischer Forschung und Lehre.

    In: Bildsituationen, hrsg. von Jasmin Böschen, Andrea Sabisch, Lukas Sonnemann und Anna Stolz, 227–243. München: Kopaed.

  • Göksel, Eva und Marcel Felder (2025) Performativ orientierte Lehr-Lernmethoden in verschiedenen Unterrichtsfächern: Ein Erfahrungsbericht.

    In: Scenario, Vol./Jg. 19, Issue/Ausgabe 1, S. 139–160.

  • Ivanova-Chessex, Oxana und Anja Morawietz (2025) (Ent)auratisierungen – Videographische Analysen zur Materialität des Bildes in der Kunstrezeption der ersten Schuljahre.

    In: Collaeb contributions, 1–18.

  • Ivanova-Chessex, Oxana und Anja Morawietz (2025) Kinder als Subjekte der Bildrezeption? Empirische Erkundungen in schulischen und musealen Kontexten.

    In: ZISU Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 14. Jahrgang: 124–37.

  • Rhiner, Annette und Nadia Bader (2025) Adressierungen im Kunstunterricht: Alles eine Frage der Perspektive?

    In: Unterrichtsvideos in der Schweizer Lehrpersonenbildung, hrsg. von Kerstin Bäuerlein, Sophia Bietenhard, Caroline Conk, Marco Longhitano und Sara Mahler, 129–139. Bern: Hep-Verlag.

  • Bader, Nadia und Miriam Schmidt-Wetzel (2024) Wirksamer Kunstunterricht.

    Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

  • Bader, Nadia, Sina Hartmann, Notburga Karl und Raphael Spielmann (2024) «Kein Bock mehr auf Zoom!» oder: Vom Spiel mit den Regeln als Bildungschance.

    In: Auf der Suche nach der fünften Dimension – Kollaboration und Digitalität in der Kunstpädagogik, hrsg. von Christin Lübke und Miriam Schmidt-Wetzel, 75–97. Bielefeld: Transcript Verlag.

  • Bader, Nadia, Stefanie Johns und Lennart Krauss (Hrsg.) (2023) How to Arts Education Research? Wissenspraxen zwischen Kunst und Bildung.

    München: Kopaed.

  • Lieber, Gabriele, Anja Morawietz, Sabine Richter und Bettina Uhlig (2023) Kunst auf Augenhöhe.

    Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag.

Aebersold, Ursula, Monica Bazzigher-Weder, Susanne Junger und Claudia Niederberger (2022) Kunst & Bild: Bildnerisches Gestalten Im Zyklus 2 und 3.

Lehrmittel. Bern: Hep-Verlag.

Promotionsarbeiten

Promotionsarbeit von: Ana Camiña Montero

Thema: Im Berufseinstieg finden Professionalisierungsprozesse statt, die individuell verlaufen, da die Bewältigung von Berufsanforderungen subjektiv erfolgt. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Vermittlung von Liedern an Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren im Rahmen der Musikdidaktik. Das Ziel dieser Dissertation ist es, die Praxis der Liedvermittlung sowie die subjektive Deutung und Bewältigung von Anforderungen zu erforschen, um daraus Professionalisierungsprozesse rekonstruieren zu können.

Betreuer:in: Kai Niebert (Uni Zürich), Manuela Keller-Schneider (PHZH)

Promotionsarbeit von: Claudia Mörgeli

Thema: Das Forschungsprojekt dieser Studie dient der Beschreibung und Analyse des dialogisch ästhetisch-forschenden Lernens von Schüler:innen bei der Herstellung eines individuellen Artefakts im Fach «Textiles und Technisches Gestalten (TTG)» an der Grundschule. 

Es wird beobachtet, welche verbalen und gestischen Dialoge zu Fragen der Fachlichkeit die Schüler:innen in einem von hoher Selbststeuerung und Selbstkonstruktion geprägten Lehr-Lern-Arrangement führen und wie diese Dialoge die weiteren Handlungsprozesse zu lenken vermögen.

Betreuer:in: Magdalena Eckes (Uni Siegen/​Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

Promotionsarbeit von: Bernhard Suter

Thema: Die Design-based-Research-Studie untersucht den fachdidaktischen Kompetenzerwerb von Klassenlehrpersonen bei der Durchführung von musikalischen Gestaltungsprozessen in deren Schulklassen. Ziel ist die Generierung von Selbstreflexionstools zur Unterstützung fachgegenstandbezogener Professionalisierung.

Betreuerin: Isolde Malmberg (Uni Potsdam)

Promotionsarbeit von: Elsbeth Thürig-Hofstetter

Thema: In dieser Studie wird der Lern- und Übungsprozess von Amateurchorsänger:innen und die Anwendung verschiedener Lernstrategien beim Erwerb eines neuen mehrstimmigen Liedes systematisch beobachtet und beschrieben. Videoaufzeichnungen ermöglichen die Rekonstruktion der verschiedenen Handlungen im zeitlichen Verlauf. Mit einer Software (Melodyne) werden die einzelnen vokalen Handlungen der Sänger:innen mikroprozessual analysiert. Darüber hinaus beschreiben die Teilnehmenden in einem Leitfaden- und Video-Stimulated-Recall-Interview die Anwendung von individuellen, gruppenbezogenen und leitungsgesteuerten Lernstrategien während einer Chorprobe.

Betreuer:in: Isolde Malmberg (Uni Potsdam)

Promotionsarbeit von: Anja Morawietz

Thema: Zeichnen mit Darstellungsabsicht hat das Potential, junge Kinder emotional und kognitiv zu fördern. Dies zeigt die Autorin, die 5- bis 6-Jährige über mehrere Wochen beim Zeichnen mit Darstellungsabsicht beobachtet. Die Kinder erleben Kühe auf dem Bauernhof, die sie anschliessend zeichnerisch festhalten. Sie bringen persönliche Sichtweisen in die Zeichnungen ein und ringen um eigene Bildlösungen.

Die Zeichenprozesse der Kinder werden von Lehrpersonen unterstützt und videografiert. Die explorative Datenauswertung, die über sensitives Kodieren zur Feinanalyse ausgewählter Sequenzen führt, lässt sichtbar werden, wie sich die zeichnerischen Handlungen langsam entfalten. Es entstehen für die Kinderzeichnungsforschung neue und überraschende Einsichten. In vielen Fällen lassen sich die Kinder mit Vergnügen und Durchhaltewillen auf längere Prozesse ein. Die Untersuchung macht deutlich, dass sich Entwicklung in der Kinderzeichnung nicht einfach kontinuierlich aus dem Kind heraus ergibt, sondern der soziale Resonanzraum eine wesentliche Rolle spielt. Für einige Kinder ist die Vergewisserung von Nähe und Freundschaft während der Anstrengung des Zeichnens wichtig. Bei anderen Kindern dienen Mimesis und Mimikry als Sprungbrett für eigene Bildideen. Und nicht zuletzt bringt Zusammenarbeit in Form von Dialogen, Vorschlägen, Fragen und Assoziationen viele Zeichnungen weiter.

Im letzten Teil des Buches leitet die Autorin aus den aussagekräftigen Befunden Anregungen für die kunstpädagogische Praxis im Kindergarten und in den ersten Schuljahren ab.

Promotionsarbeit von: Nadia Bader

Thema: Ausgangslage der Studie ist die Frage, in welcher Weise der kommunikative Austausch im Kunstunterricht bildnerisches Denken und Handeln beeinflusst. Anhand von videografischen Daten werden in vier Mikro-Fallstudien exemplarische Lehr-Lern-Situationen mehrperspektivisch untersucht. Die empirischen Erkenntnisse bilden den Ausgang für eine Theoriebildung vor dem Hintergrund praxistheoretischer Konzepte, die mit kunst- und theaterpädagogischen Positionen verknüpft werden. Ergebnis ist einerseits ein Instrumentarium zur systematischen Beschreibung und Analyse von Lehr-Lern-Prozessen in Form eines Vier-Perspektiven-Modells, andererseits werden Formen der visuellen Darstellung und Kommunikation von Forschungsergebnissen weiterentwickelt und damit ein Beitrag zum Methodenrepertoire videografischer Forschung geleistet.

Die als Grundlagenforschung angelegte Studie widmet sich Unterrichtspraxis in ihrer Kontingenz und Komplexität. Eine kritische Befragung von vermeintlich Selbstverständlichem und Alltäglichem im Sinne einer «regular practice» kann, so die These, zu einer fruchtbaren Ausgangslage für fachdidaktische Reflexion und Innovation werden.

Betreuerinnen: Andrea Sabisch (Uni Hamburg), Barbara Bader (ehem. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

Personen

  • Porträtfoto von Dr. Anja Morawietz Dalla Torre

    +41 43 305 65 08

  • Porträtfoto von Prof. Dr. Nadia Bader

    +41 43 305 52 09

Netzwerke

Das Forschungsfeld Didaktiken Künste der PH Zürich ist mit verschiedenen lokalen, nationalen und internationalen Partnern, Gremien und Verbänden vernetzt:

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Nadia Bader

+41 43 305 52 09