Didaktiken Gesell­schafts­wissen­schaf­ten

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Die PH Zürich erforscht im Bereich Didaktiken Gesellschaftswissenschaften didaktische Fragen rund um (historische) Sinnbildungsprozesse, räumliche Selbstverortungen sowie gesellschaftliches und kulturelles Zusammenleben.

Inhalt dieser Seite

Menschen unterhalten sich auf den Treppen der Grünanlage vor der PH Zürich.

Didaktiken Gesellschaftswissenschaften an der PH Zürich setzt sich aus Fachdidaktiker:innen der Geschichte, Geografie, Politik, Wirtschaft und Recht sowie Religionskunde und Ethik zusammen. Die Forschenden beschäftigen sich in ihren Projekten mit den Lernvoraussetzungen von Kindern, Jugendlichen und Studierenden, mit deren Bildungs- und Lernprozessen, mit dem Lehrhandeln, dem Unterrichtsgeschehen sowie mit den Professionalisierungsprozessen der Studierenden, aber auch mit Fragen zu Lehrplänen und Lehr-Lernmaterialien in Bezug auf gesellschaftswissenschaftliche Bildungs- und Lernprozesse.

Forschungsgruppe Di­dak­ti­ken Ge­sell­schafts­wis­sen­schaf­ten:

Die Forschungsgruppe Didaktiken Gesellschaftswissenschaften befasst sich mit geschichts-, geographie-, religionskunde- sowie ethikdidaktischen Fragestellungen und erforscht deren Vermittlung und Aneignung.

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Forschungsschwer­punkte

Die Didaktiken der Gesellschaftswissenschaften stellt sich den Herausforderungen einer heterogenen und diversen Gesellschaft. Im Fokus stehen die Lernvoraussetzungen sowie Werte und Normen, die Kinder, Jugendliche und Lehrdiplomstudierende in den Unterricht und in Vermittlungssituationen mitbringen, und versteht diese als positive Ausgangslage für zu gelingende Lern- und Bildungsprozesse.

Andererseits werden Entwicklungsforschungen zu Bildungsprozessen im Umgang mit materieller Kultur und Landschaften sowie wichtige Entwicklungen zum ausserschulischen, gesellschaftswissenschaftlichen Lernen vorangetrieben. Damit wird ein bedeutender Beitrag zur Förderung des fachdidaktischen Diskurses geleistet, insbesondere zur Verbesserung gesellschaftswissenschaftlicher Bildung in Schule, ausserschulischen Institutionen sowie Lehrpersonenbildung.

Empirische Forschung zu Wahrnehmungs-, Denk- und Deutungsmustern

Im Schwerpunkt wird untersucht, welche mentalen Dispositionen Kinder zu historischen Themen haben. Dabei kommt das Modell der didaktischen Rekonstruktion zur Anwendung. So liegen derzeit Studien zur Französischen Revolution, Romanisierung der Schweiz sowie zum Holocaust vor. Die Erkenntnisse liefern die Grundlage zur Entwicklung von Lehr-/​Lernmaterialien für den Unterricht.

Ethisch-moralische Begründungen und Urteile

Der Schwerpunkt untersucht, Schüler:innen aufgrund von Wahrnehmung, Nachdenken, Fragen und Begründen zu einem ethischen Urteil gelangen. Aufgrund der Einführung des Fachbereichs Ethik ist es wichtig, die Urteilsbildung von jungen Kindern zu untersuchen. Die resultierenden Erkenntnisse bilden das Fundament für weitergehende Forschung über den partizipativ angelegten Unterricht zum Philosophieren mit Kindern und dessen bildungswirksame und fachlich korrekte Gestaltung.

Entwicklungsforschung zu Unterrichtsmaterialien und ‑settings

Neue Lehrmittel werden benötigt, um Schulen und Bevölkerung besser für gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen zu sensibilisieren.

Geografisches Lernen im Umgang mit digitalen Tools

Der digitale Wandel erfordert neue fachdidaktische Zugänge in Schule, Hochschule und in der Erwachsenenbildung. Mit den daraus entstehenden neuen Anforderungen für Lehr-/​Lernsetting beschäftigt sich dieser Schwerpunkt. Gegenstand der Forschung ist, die Integration von digitalen Kompetenzen in die Ausbildung von Geografielehrpersonen.

Lernen in und über Landschaften

Dieser Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Lernen in und über Landschaften. Der schulische Unterricht soll ein Bewusstsein für Herausforderungen im Umgang mit Landschaften schaffen, Einsicht in Mitverantwortlichkeit ermöglichen sowie die Bereitschaft zur Mitwirkung fördern.

Promotionsarbeiten

Die Geschichte der Politischen Bildung in der deutschsprachigen Schweiz

Promotionsarbeit von: Stefanie Marolf

Thema: Das Forschungsprojekt untersucht die Entwicklung Politischer Bildung in der deutschsprachigen Schweiz zwischen 1945 und 1995 auf der Grundlage historischer Fachzeitschriften. Die Analyse wird in eine literaturbasierte Vorgeschichte (1798–1945) sowie eine Nachgeschichte bis in die Gegenwart eingebettet, um langfristige Kontinuitäten, Brüche und Entwicklungslinien über einen Zeitraum von rund 200 Jahren sichtbar zu machen.

Finanzierung: In Eigenleistung

Betreuer:in: Prof. Dr. Lucien Criblez (UZH) und Prof. Dr. Markus Furrer (PH Luzern)

Publi­ka­tionen

  • Huser, Karin, Beatrice Kümin Rüegg und Christian Mathis (2025) Wie kann Mündigkeit im Studiengang Primarstufe gefördert werden? Am Beispiel nachhaltiger Landschaftsentwicklung.

    Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften 16(2): 74–93.

  • Huser, Karin, Beatrice Kümin und Christian Mathis (2025) Das wichtige Bildungspotenzial von (Alltags-)Landschaften.

    In: SCNAT GeoAgenda Nr. 2025/4; S. 15–17.

  • Mathis, Christian und Beatrice Kümin Rüegg (2025) Schweizer Geschichtsunterricht und Meistererzählungen.

    In: Handbuch für Lehrkräfte. LETHE Project – (e-)learning the invisible history of Europe, hrsg. v. Laura Arias-Ferrer, Caitríona Ní Cassaithe, Alejandro Egea-Vivancos, Kenneth Nordgren und Maria Johansson, 69–72. LETHE-Project.

  • Mathis, Christian und Beatrice Kümin (2025) Das LETHE-Projekt. Die versteckten Geschichten Europas sichtbar machen.

    Bildungspolitik, Nr. 240, Juli 2025, Zürich: vpod.

  • Dziri, Amir, Christian Mathis, Thomas Metzger, Hannan Salamat, Reinhard Schulze, Christina Späti und Dina Wyler (2024) Jüdisch-Muslimische Bildungsarbeit und aktueller Antisemitismus.

    Freiburg: Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft.

  • Holti, Markus Arthur (2024) Kompetenz- und Persönlichkeitsbildung: Phänomenologischer Zugang zu einem personenorientierten Kompetenzverständnis.

    Wiesbaden: Springer VS.

  • Mathis, Christian und Jonas Dischl (2024) «Mutig, dass jemand widersprach». Eine Untersuchung zum historisch-moralischen Denken.

    Didactica Historica 10: 103–09.

  • Mathis, Christian und Jonas Dischl (2024) Wenn Sekundarschüler*innen gewaltvolle Geschichte interpretieren – eine Untersuchung zum historisch-moralischen Denken.

    Didactica Historica 10: 46–58.

  • Mathis, Christian und Thomas Metzger (2024) Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in Schulen. Geschichtsdidaktische Einblicke und Desiderate.

    SZIG papers 14: 48–54.

  • Mathis, Christian (2024) Conceptual Reconstruction in der Geschichtsdidaktik.

    In: «Conceptual Change» in den «weichen» Schulfächern, hrsg. v. Stefan Schröder und Sophie Faulstich, 55–83. Bielefeld: Transcript Verlag.

  • Renna, Alessandro und Christian Mathis (2024) Begründungen und Themen von Inter- und Transdisziplinarität aus sachunterrichtsdidaktischer Sicht – Eine Historische Diskursanalyse.

    Inter- und transdisziplinäre Bildung 1: 12–24.

  • Ritzer, Nadine und Regula Argast (2024) Forum. Leitfragen, Aufgaben, Quellenauswahl: Konstruktfacetten im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I.

    Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 23 (1): 93–109.

  • Arbeitsgruppe Jenische – Sinti – Roma (2023) Jenische, Sinti, Roma. Zu wenig bekannte Minderheiten in der Schweiz.

    Zürich: Münster Verlag.

  • Arbeitsgruppe Jenische – Sinti – Roma, Christian Mathis, Nicole Eilinger, Sonja Vukmirović (2023) Jenische – Sinti – Roma. Zu wenig bekannte Minderheiten in der Schweiz. Ein rassismuskritisches Lehrmittel.

    Herausgegeben von Arbeitsgruppe Jenische – Sinti – Roma, Pädagogische Hochschule Zürich, und Stiftung Erziehung zur Toleranz. Zürich: Stiftung Erziehung zur Toleranz

  • Kümin Beatrice, Barbara Jacober, Christian Mathis (2023) «Die Beiträge der Kinder fand ich sehr schön…». Herausforderungen für angehende Lehrpersonen beim Philosophieren mit Kindern.

    In: Philosophieren im Sachunterricht – Potentiale und Perspektiven für Forschung, Lehre und Unterricht, herausgegeben von Susanna May-Krämer, Kerstin Michalik, und Andreas Niesseler, 137–48. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 

  • Kümin Beatrice, Christian Mathis, Urs Schellenberg (2023) Aktuelle Einblicke in das Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen.

    In: Philosophieren und Ethik Aktuelle Perspektiven zum Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, herausgegeben von Beatrice Kümin, Christian Mathis, und Urs Schellenberg, 9–13. München: kopaed

  • Kümin Beatrice, Christian Mathis, Urs Schellenberg (2023) Philosophieren und Ethik Aktuelle Perspektiven zum Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen.

    Bd. 4. Philosophieren mit Kindern. München: kopaed

  • Mathis Christian, Stephan Hediger (2023) Zürich und der Kolonialismus. Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe I.

    Herausgegeben von Präsidialdepartement Stadt Zürich. Zürich: Präsidialdepartement Stadt Zürich

  • Schellenberg, Urs (2023) Religionskundliches Sprechen über Religion(en) als Metakonzept der Religionskunde.

    Zeitschrift für Religionskunde 11: 92–112.

  • Kümin, Beatrice, Christian Mathis und Urs Schellenberg (2023) Ethikunterricht aus Sicht der Lehrpersonen. Empirische Erkenntnisse zur Einführung eines neuen Faches in der Volksschule.

    In: Philosophieren und Ethik: Aktuelle Perspektiven zum Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, hrsg. v. Beatrice Kümin, Christian Mathis und Urs Schellenberg, 169–82. München: kopaed.

  • Mathis, Christian (2023) « Il écrase tous les autres… ». Comment les élèves interprètent un monument historique national.

    In: L’enseignant.e d’histoire, de géographie et l’éducation à la citoyenneté : un.e acteur.trice confronté.e aux enjeux d’hybridation dans sa classe, son établissement, son territoire, hrsg. v. David Bédouret, Christine Vergnolle Mainar, Véronique Castagnet-Lars, Elsa Filâtre und Stéphanie Maffre, 152–63. FRAMESPA: Université Toulouse.

  • Mathis, Christian (2023) Penser l’histoire comme possibilité. La perspectivité et la discursivité dans l’enseignement de l’histoire.

    In: Des savoirs pour agir sur le monde. Quels apprentissages des élèves face aux enjeux contemporains?, hrsg. v. Jean-Charles Buttier und Alexia Panagiotounakos, 183–201. Fontaine: Presses Universitaires de Grenoble.

  • Mathis, Christian und Peter Keller (2023) «Da haben wir dann so ein Feuer gemacht». Schule, Museum, Experimentalarchäologie. Unterschiedliche Vermittlungsformen im Gespräch.

    In: Experimentelle Archäologie – vergessenen Technologien auf der Spur, hrsg. v. Alex R. Furger und Karine Meylan, 156–59. Basel: LIBRUM.

  • Arias Ferrer Laura, Alejandro Egea Vivancos, A. Gwynn Henderson, Linda S. Levstik, Christian Mathis, Helena Pinto, M. Jay Stottman (2022) Why Does Archaeology Matter? Archaeology Across Different Countries and Teaching Approaches.

    The Heritage Education Journal 1.

  • Nitsche Martin, Christian Mathis, D. Kevin 0’Neill (Hrsg.) (2022) Special Issue: Epistemic Cognition in History Education.

    Historical Encounters: A journal of historical consciousness, historical cultures, and history education 9 (1).

  • Mathis Christian, Sebastian Barsch (2022) Wie Grundschulkinder über das Geschichtszimmer von Playmobil© nachdenken.

    GDSU-Journal 13: 38–49.

  • Breitenmoser Petra, Christian Mathis, Sebastian Tempelmann (Hrsg.) (2021) Natur, MensCH, GesellsCHaft (NMG). Standortbestimmungen zu den sachunterrichtsdidaktischen Studiengängen der Schweiz.

    Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

  • Herzig Pascale, Christian Mathis (2021) «Das wäre jetzt unsere Burg». Der Spielplatz als geschichtskulturelle Manifestation aus ethnographischer Perspektive.

    In: Mit Geschichte spielen. Zur materiellen Kultur von Spielzeug und Spielen als Darstellung der Vergangenheit, herausgegeben von Christoph Kühberger, 111–33. Public history – angewandte Geschichte, Band 6. Bielefeld: transcript.

  • Mathis Christian (2021) «Wahrheit ist relativ». Epistemische Überzeugungen von Deutschschweizer Primarlehr-Studierenden zur historischen Wahrheit.

    In: Historisches Lernen in der Primarstufe. Standpunkte – Herausforderungen – Perspektiven, herausgegeben von Wolfgang Buchberger und Christoph Kühberger, 97–114. Innsbruck, Wien: StudienVerlag.

  • Lüthi Celina, Olivia Meienberg, Christian Mathis, Ursula Tröndle, Heidi Pechlaner (2020) Römer:innen in Baden. Römer:innenzeit in Aquae Helveticae. Ohne Führung ins Museum. Zur Dauerausstellung Geschichte. Arbeitsunterlagen für den 2. Zyklus (5./6. Klasse).

    Herausgegeben von Historisches Museum Baden. Historisches Museum Baden.

  • Mathis Christian, Urs Urech (2018) Verfolgt und vertrieben. Lernen mit Lebensgeschichten.

    Zürich: Lehrmittelverlag Zürich.

Personen

  • Porträtfoto von Dr. Beatrice Kümin Rüegg

    +41 43 305 59 17

  • Porträtfoto von Prof. Dr. Christian Mathis

    +41 43 305 54 77

  • Porträtfoto von Dr. Karin Huser

    +41 43 305 65 54

  • Porträtfoto von Prof. Dr. Monika Reuschenbach

    +41 43 305 53 46

  • Porträtfoto von Dr. Urs Schellenberg

    +41 43 305 58 44

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Christian Mathis

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