Kindheiten in Schule und Gesellschaft
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Bedingt durch gesellschaftliche Herausforderungen wie (Flucht-)Migration, soziale Ungleichheit, Klimakrise oder Armut sind Kindheiten in der Schweiz äusserst vielfältig. Ein zentraler Schauplatz und prägender Faktor dieser Kindheiten sind Bildung und Schule.
Das Zentrum Kindheiten in Schule und Gesellschaft erforscht diese vielfältigen Kindheiten aus einer ungleichheits- und machtsensiblen Perspektive. Zentrale Konzepte wie Bildung, Kultur und Differenz spielen dabei in ihrer Verschränkung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen eine tragende Rolle. Die beteiligten Forscher:innen leisten damit wichtige Arbeit, um die Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten von Kindern in der heutigen Zeit zu verstehen.
Forschungsschwerpunkte
Die Forscher:innen im Bereich und im Zentrum bearbeiten über qualitativ-interpretative Forschungszugänge und mit einem differenz- und machtsensiblen Blick drei Schwerpunkte: Kindheit(en), Schule und Gesellschaft. In der Verschränkung der drei Schwerpunkte werden wichtige Wissensgrundlagen für die Weiterentwicklung der Lehrer:innenbildung, die wissenschaftlichen Debatten sowie die Bildungspolitik erarbeitet.
Kindheit(en): Unterschiedliches Aufwachsen in der Schweiz
In diesem Forschungsschwerpunkt wird Kindheit in ihren unterschiedlichsten Facetten betrachtet, die sich aus den historischen, sozialen und politischen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern ergeben. Der Begriff Kindheiten im Plural betont die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Kindheiten (zum Beispiel Familien- und Schulkindheit), die verschiedenen Phasen im individuellen Lebensverlauf (frühe, mittlere, späte Kindheit) sowie die Verschiedenheit kindlicher Lebensbedingungen (sozio-ökonomische Situiertheit, Migration, rurale-urbane Umgebungen und so weiter). Gefragt wird beispielsweise, wie gesellschaftliche und private Krisen (Klima, Corona-Pandemie, Kriege, häusliche Gewalt) das Aufwachsen von Kindern beeinflusst, wie Kinder diese Krisen wahrnehmen und wie sie damit umgehen.
Schule: Bildungs- und Schulkindheiten
Schule wird als gesellschaftliche Institution mit ihren zentralen Aufgaben untersucht: Kinder sollen – zum Beispiel vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise – zu gesellschaftsfähigen und mitverantwortlichen Menschen sozialisiert, erzogen und gebildet werden. Schule wird aber auch als Organisation erforscht, die den strukturellen Rahmen bildet für die Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens und die Herausbildung von Gemeinschaften in der Schule. Der Schwerpunkt «Schule» erforscht die schulische Alltagskultur, insbesondere die unterschiedlichen Perspektiven und das Handeln von Kindern und anderen schulischen Akteur:innen, aber auch den Einfluss von Dingen und Räumen.
Die Schule in der Gesellschaft
In diesem Schwerpunkt werden Bildungszusammenhänge in den Blick genommen, die von gesellschaftlichen Machtverhältnissen wie Rassismus, Klassismus, (Hetero-)Sexismus und Ableismus durchzogen sind. In intersektionaler Verschränkung wirken sie auf die Deutungen und Praktiken der Akteur:innen ein und beeinflussen ihre Handlungsspielräume und Selbstverständnisse. Im Mittelpunkt der Projekte dieses Schwerpunktes stehen Bildungsprozesse in gesellschaftlichen, institutionellen und familialen Kontexten. Es wird analysiert, wie machtvolle Unterscheidungen zur (Re-)Produktion von Ungleichheiten beitragen. Aber auch die Gestaltung von Berufs-, Lebens- und Bildungswegen unter den Bedingungen dieser gesellschaftlichen Verhältnisse steht hier im Fokus.
Podcast-Serie «Sch*** Corona» Kinder erzählen aus der Pandemie
Der fünfteilige Podcast «Sch*** Corona – Kinder erzählen aus der Pandemie» taucht in die Lebenswelten der Kinder zu Covid19-Zeiten ein und lässt sie zu Wort kommen.
Podcast-Serie «Sch*** Corona – Kinder erzählen aus der Pandemie»Veranstaltungen
Forschungswerkstatt Rekonstruktiv
Die «Zürcher Forschungswerkstatt Rekonstruktiv» zielt auf die gemeinsame Interpretation qualitativ-rekonstruktiv erhobener Forschungsdaten. Den Rahmen für die Wissenskonstruktion bildet das interpretative Paradigma, innerhalb dessen sozialer Sinn und soziale Phänomene herausgearbeitet und gedeutet werden. Die Arbeit in der «Zürcher Forschungswerkstatt Rekonstruktiv» wird als zentrales Element wissenschaftlich-reflexiver Erkenntnisproduktion verstanden, wobei die häufig implizit verbleibenden Analysetätigkeiten expliziert und diskutiert werden sollen.
Mit dieser Ausrichtung sind die möglichen Erhebungs- und Auswertungsarten breit angelegt: In der «Zürcher Forschungswerkstatt Rekonstruktiv» können ethnographisch angelegte Forschungsprojekte, Interviewstudien, Dokumentenanalysen, Diskursanalysen, Gruppendiskussionen, Videographien usw. eingebracht werden. Die in der Forschungswerkstatt eingesetzten Analysemethoden erstrecken sich über Grounded Theory, Sequenzanalyse, ethnografische sowie diskursanalytische Zugänge. Nebst der Analyse von Daten können auch andere Anliegen (Diskussion der Fragestellung, Überlegungen zum methodischen Vorgehen usw.) Gegenstand sein.
Die Forschungswerkstatt ist ein zeitlich unbefristetes, kontinuierlich laufendes Angebot, das auf eine wechselseitige Begleitung der diskutierten Projekte/Forschungen über einen längeren Zeitraum hinweg abzielt. Sie findet zirka alle 8 Wochen an der PH Zürich statt. Bei Interesse können Sie sich auf die Warteliste setzen lassen.
Unterlagen zu weiteren Veranstaltungen
- Flyer zur Arbeitstagung «Nicht-Thematisiertes in ethnografischer Forschung?!» vom 9. und 10. Juli 2026 an der PH Freiburg im Breisgau
- Flyer «Thinking and working with relational ontologies in ethnographic Childhood Studies and beyond» vom 28. Januar 2026 mit Prof. Dr. Spyros Spyrou
- Flyer «Anthropological Perspectives as Cultural Critique in/of Education in the Present» vom 22. und 23. Januar 2026 mit Anja Sieber Egger, Judith Hangartner und Angela Stienen
- Flyer «Counter-Mapping with Water Stories, the Great Western Woodlands, Elders and Young People» vom 24. November 2025 mit Prof. Dr. Mindy Blaise und Cat Aniere
Publikationen
2025
Ivanova-Chessex, Oxana und Anja Morawietz (2025) (Ent)auratisierungen – Videographische Analysen zur Materialität des Bildes in der Kunstrezeption der ersten Schuljahre.
In: Collaeb contributions, 1–18.
Bilgi, Oktay, Iris Nentwig-Gesemann, Anja Sieber Egger, Ursula Stenger, Gisela Unterweger und Cinzia Zadra (2025) Ethisch-ökologische Transformationspotenziale in Kitas. Beiträge zu Möglichkeiten des Miteinanderlernens und -lebens im Angesicht der Klimakrise.
In: Krisen und Transformationen: Anschlüsse an den 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, hrsg. v. Tanja Sturm, Anja Tervooren, Melanie Schmidt, Sven Bärmig, Thomas Grunau, Isabel Thaler, Sabrina Grunau, Michael Ritter und Daniel Wrana, 179–94. Hamburg: Budrich.
Ivanova-Chessex, Oxana und Anja Morawietz (2025) Kinder als Subjekte der Bildrezeption? Empirische Erkundungen in schulischen und musealen Kontexten.
In: ZISU Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 14. Jahrgang: 124–37.
Rissler, Georg, Anja Sieber Egger und Gisela Unterweger (2025) Kind-«Natur»-Relationen als soziomaterielle Arrangements – ethnografische Erkundungen im Schweizer Kindergarten des Anthropozäns.
In: Forschung in der Frühpädagogik XVIII, hrsg. v. Iris Nentwig-Gesemann, Ursula Stenger, Isabel Wullschleger, Silke Kaiser, Maike Rönnau-Böse und Heike Wadepohl, 133–64. Freiburg: FEL-Verlag.
2024
Budde, Jürgen, Georg Rissler, Michael Meier-Sternberg und Anke Wischmann (2024) What’s New? Neue Perspektiven in ethnographischer Erziehungswissenschaft.
Leverkusen: Verlag Barbara Budrich.
Chamakalayil, Lalitha und Oxana Ivanova-Chessex (2024) (Un-)Erhörte Kritik – intersektionale Betrachtungen zu elterlichen Aushandlungen in der postkolonialen Schweiz.
Gender 2: 11–25.
Chamakalayil, Lalitha, Oxana Ivanova-Chessex und Luca Preite (2024) Situierte Bildung? Empirische Forschung zu Macht und Ungleichheiten in Bildungskontexten.
Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung 5 (2): 1–5.
Frank, Magnus, Anja Sieber Egger, Gisela Unterweger, Florian Weitkämpfer, Clemens Wieser und Susan Wright (2024) Elaborating New Insights in Transnational Ethnographic Collaborations. Opportunities and Challenges.
In: Novelty, Innovation and Transformation in Educational Ethnographic Research, hrsg. von Jürgen Budde, Anke Wischmann, Georg Rissler und Michael Meier-Sternberg, 135–51. London: Routledge.
Rissler, Georg, Jürgen Budde und Theodore Schatzki (2024) Inclusion, exclusion, and the spaces of practices.
In: Space, Education, and Inclusion. Interdisciplinary Approaches, hrsg. v. Georg Rissler, Andreas Köpfer, Tobias Buchner, 71–90. Milton Park: Routledge.
Röhl, Tobias (2024) Old and New Varieties of Materialism in Ethnographic Research.
In: Novelty, Innovation and Transformation in Educational Ethnographic Research, hrsg. v. Jürgen Budde, Anke Wischmann, Georg Rissler und Michael Meier-Sternberg, 46–56. London: Routledge.
Sieber Egger, Anja und Gisela Unterweger (2024) Der Kindergarten des Anthropozäns im ethnographischen Blick: Neue Perspektiven auf Kind-Umwelt-Beziehungen mit dem Common Worlds-Netzwerkkonzept.
In: What’s New? Neue Perspektiven in ethnographischer Erziehung, hrsg. v. Jürgen Budde, Georg Rissler, Michael Meier-Sternberg und Anke Wischmann, 137–152. Opladen: Budrich.
2023
Ivanova-Chessex, Oxana und Anja Steinbach (2023) Institutionalisierter Rassismus? Perspektiven für eine rassismus- und institutionentheoretische Schulforschung.
Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM) 2 (1): 56–74.
Chamakalayil, Lalitha, Heidi Hirschfeld und Oxana Ivanova-Chessex (2023) Familiale Praktiken im Wechselspiel von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und wirkmächtigen Familienbildern.
In: Familien und Familienpolitik in der Schweiz – Herausforderungen im Jahr 2040, hrsg. von Eidgenössische Kommission für Familienfragen EKFF, 103–27. Bern: EKFF.
Chamakalayil, L., Dean, I. & Ivanova-Chessex, Oxana (2023) Räume elterlichen Handelns. Displaying good motherhood im Kontext von schulischer Inklusion, Ableismus und intersektionalen Machtverhältnissen.
In: Bildungsgerechtigkeit, Inklusion und Raum. Verhältnisse sozialräumlicher Segregation und schulischer Bildungsprozesse, hrsg. v. Nina Bremm, Kathrin Racherbäumer, Isabel Dean und Thorsten Merl, 100–17. Stuttgart: Kohlhammer.
Gottuck, Susanne, Oxana Ivanova-Chessex, Saphira Shure und Anja Steinbach (2023) Lehrer*innenbildung als Ort der Be- und Entgrenzungen. Normativitätstheoretische Überlegungen.
In: Ent|grenz|ungen. Beiträge zum 28. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, hrsg. v. Alisha Heinemann, Yasemin Karakaşoğlu, Tobias Linnemann, Nadine Rose und Tanja Sturm, 233–43. Opladen: Barbara Budrich.
Unterweger, Gisela und Anja Sieber Egger (2023) Von Brombeeren, Gewehren und Kindern: Stachelige Relationen des «becoming with».
In: Zur Verwobenheit von Natur und Kultur. Theoriebildung und Forschungsperspektiven in der Pädagogik der frühen Kindheit, hrsg. v. Oktay Bilgi, Christina Huf, Ursula Stenger, Claus Stieve und Ulrich Wehner, 128–42. Weinheim: Beltz Juventa.
2022
Ivanova-Chessex, Oxana, Saphira Shure, und Anja Steinbach (Hrsg.) (2022) Lehrer:innenbildung – (Re-)Visionen für die Migrationsgesellschaft.
Weinheim: Beltz Juventa.
Ivanova-Chessex, Oxana, Anja Sieber Egger, und Gisela Unterweger (2022) Schule im Lockdown: Familiale Aushandlungen von Bildungsverantwortung während der ersten Welle der Covid-19-Pandemie.
In: Schule in Distanz – Kindheit in Krise, herausgegeben von Jürgen Budde, Dorit Lengyel, Caroline Böning, Carolina Claus, Nora Weuster, Katharina Doden, und Tobias Schroedler, 53–72. Erziehungswissenschaftliche Edition: Persönlichkeitsbildung in Schule. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
Sieber Egger, Anja, Gisela Unterweger (2021) «Russischer Drill», «orientalische Verwöhnung» und «Schweizer Perfektion». White privilege und Wissensbestände von Lehrpersonen zu Familien im Schweizer Kindergarten.
In: Eltern und pädagogische Institutionen: Macht- und ungleichheitskritische Perspektiven, herausgegeben von Lalitha Chamakalayil, Oxana Ivanova-Chessex, Bruno Leutwyler und Wiebke Scharatow, im Erscheinen. Weinheim: Beltz Juventa.
Sieber Egger, Anja und Gisela Unterweger (2022) Kompetent oder zu erziehend? Schulische Adressierungen von Eltern in unterschiedlichen sozioökonomischen Kontexten.
Nr. 3/22: 1–9.
Sieber Egger, Anja und Gisela Unterweger (2022) Über Befremdung zu anderem Wissen: Ethnographische Erkundungen in Schweizer Kindergärten.
In: Eine Einführung in die Bildungsanthropologie, herausgegeben von Jelena Tošić und Christa Markom, 69–90. Wien: new academic press.
Sieber Egger, Anja, Gisela Unterweger, Fabienne Kaiser, und Fränzi Buser (2022) The mid-morning snack between public discourse health norms, school public, and family habits: an ethnographic look at eating situations in kindergarten.
In: Going Public? Erziehungswissenschaftliche Ethnographie und ihre Öffentlichkeiten, herausgegeben von Bettina Hünersdorf, Georg Breidenstein, Jörg Dinkelaker, Oliver Schnoor, und Tanya Taygonova. Wiesbaden: Springer VS.
2021
Ivanova-Chessex, Oxana, Anja Steinbach, und Jan Wolter (2021) Critical Reflexivity: Theoretical Considerations on Subjection and Postcoloniality for Teacher Education.
In: Regimes of Belonging – Schools – Migrations: Teaching in (Trans)National Constellations, herausgegeben von Lydia Heidrich, Yasemin Karakaşoğlu, Paul Mecheril, und Saphira Shure, 405–18. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
Chamakalayil, Lalitha, Oxana Ivanova-Chessex, Bruno Leutwyler, und Wiebke Scharathow (2021) «… wieder das Klassen-Ding»: Bildung als biographischer Positionierungsprozess in familialen Verwobenheiten.
In: Familie und Normalität: Diskurse, Praxen und Aushandlungsprozesse, hrsg. v. Anne-Christin Schondelmayer, Christine Riegel, Sebastian Fitz-Klausner, 61–76. Opladen: Barbara Budrich.
Chamakalayil, Lalitha, Oxana Ivanova-Chessex, Christine Riegel und Wiebke Scharathow (2021) Hegemoniale Vorstellungen von Familie – Ambivalente Aushandlungsprozesse und Positionierungen in pädagogischen Institutionen.
In: Familie im Kontext kindheits- und sozialpädagogischer Institutionen, edited by Sektion Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, 184–98. Weinheim et al.: Beltz Juventa.
Sieber Egger, Anja, Gisela Unterweger, und Fabienne Kaiser (2021) Snack time in kindergarten as a cultural practice – Implications for processes of subjectivation.
In: Children & Society 35 (4): 563-76.
2020
Ivanova-Chessex, Oxana (2020) Verhältnisbestimmungen zwischen Eltern und Schule im Kontext hegemonialer Normen und Ungleichverhältnisse: Stand und Perspektiven der Forschung.
In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation 40 (2): 172–187.
Sieber Egger, Anja, Gisela Unterweger (2020) «Da ist die Frage, ob man’s steuern kann, seinen Körper». Praxeologische Betrachtungen des Kindergartenalltags.
In: Möglichkeiten und Grenzen der Praxeologie in der (Historischen) Bildungsforschung, herausgegeben von Andreas Hoffmann-Ocon, Andrea Da Vincenti, Norbert Grube, 271–297. Bielefeld: Transcript.
Promotionsarbeiten
Unraveling NatureChildhoods with Young Humans and More-than-humans. Ethnographische Erkundungen auf der Grundlage von Karen Barads Agentiellem Realismus
Projektname: Unraveling NatureChildhoods with Young Humans and More-than-humans. Ethnographische Erkundungen auf der Grundlage von Karen Barads Agentiellem Realismus
Promotionsarbeit von: Felizitas Juen
Thema: Dem Konzept der NaturenKulturen folgend, beschäftigt sich mein Dissertationsprojekt mit NaturenKindheiten aus einer posthumanistischen/neumaterialistischen Perspektive. Den theoretischen Hintergrund der Dissertation bilden die Arbeiten der Physikerin und Philosophin Karen Barad. Ich erforsche menschlich-mehr-als-menschliche «Intra-Aktionen» ethnografisch in institutionellen Bildungssettings in der Deutschschweiz und beobachte, wie sich Verbindungen und Verstrickungen zwischen Materialitäten, Atmosphären, Tieren, Pflanzen und Kindern entfalten.
Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
Betreuer:in: Ina Dietzsch (Universität Marburg), Gisela Unterweger (PHZH)
Kooperationen
Räume organisierter Kindheit / Spaces of organized Childhood
Dieses Forschungsnetzwerk, entstanden aus einer schweizerischen Zusammenarbeit der Universität Fribourg und des Zentrums Kindheiten in Schule und Gesellschaft im Jahre 2016, funktioniert mittlerweile als bildungsethnographischer Verbund der Deutschschweiz und Süddeutschland. Es umfasst kooperative Tätigkeiten im Rahmen von Kongressbeiträgen, Publikationsprojekten und gemeinsamen Forschungswerkstätten.
Das Netzwerk besteht aus einer engen Zusammenarbeit mit Bettina Fritzsche der PH Freiburg im Breisgau; Melanie Kuhn der PH Heidelberg, Sascha Neumann der Universität Tübigen sowie Gisela Unterweger und Anja Sieber Egger des Zentrums Kindheiten in Schule und Gesellschaft der PH Zürich.
Internationalen Kooperationsnetzwerkes der BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe
Forscher:innen des Zentrums Kindheiten in Schule und Gesellschaft engagieren sich im Internationalen Kooperationsnetzwerk der BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe «Kontinuitäten und Neuformierungen vom institutionellen Rassismus in der Schule» (verantwortet von Anja Steinbach, Universität Oldenburg). Weitere Mitglieder des Netzwerks sind das Centre for Race, Education and Decoloniality an der Leeds Beckett University UK (Vini Lander) sowie das Centre for Global Learning der Coventry University UK (Paul Warmington).