Foreign Languages and Machine Learning in Schools (FLAMES) für Zyklus 3:  Forschungs- und Entwicklungsprojekt für den Fremdsprachenunterricht mit KI im Zyklus 3

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Das Projekt erforscht den Einsatz von KI im Fremdsprachenunterricht und entwickelt praxisnahe Szenarien. Lehrpersonen nutzen KI-Tools für Unterricht, reflektieren deren Funktionen, Nutzen und Grenzen und testen diese im Fremdsprachenunterricht.

Inhalt dieser Seite

Steckbrief

Projektleitung
Stefan Daniel Keller (PHZH), Bernadette Spieler (PHZH)
Projektteam
Larissa Meyer-Baron (PHZH), Janine Trütsch (PHZH), Christine Rast (PHZH)
Organisationseinheit
F-FD (Fachdidaktische Forschung)
Projektphase
Laufend (1.10.2024 – 31.12.2028)
Projekttyp
Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Finanzierung
PH Zürich

Beschreibung

Das Projekt erforscht, wie künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden kann, um Lehrpersonen und Lernende gezielt zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse von Lehrpersonen, die praxisnahe Fortbildungen und innovative Unterrichtsmaterialien erhalten sollen. Das Projekt entwickelt konkrete Szenarien, die in enger Zusammenarbeit mit Lehrpersonen erprobt und evaluiert werden. Ziel ist es, einen praxisnahen Ansatz zu schaffen, der sowohl die Planung und Durchführung des Unterrichts als auch die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler optimiert.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Lehrpersonen durch KI-Tools. Diese können beispielsweise genutzt werden, um Mustertexte zu erstellen, differenzierte Übungsmaterialien anzubieten oder personalisiertes Feedback und automatisierte Assessment-Funktionen bereitzustellen. Gleichzeitig untersucht das Projekt, wie Schülerinnen und Schüler KI-Tools selbstständig als Lerninstrumente einsetzen können, zum Beispiel zur Unterstützung bei Schreibprozessen, Recherchearbeiten oder durch personalisiertes Feedback.

Das Projekt verfolgt einen reflektierten Ansatz. Lehrpersonen und Lernende sollen nicht nur die Tools anwenden, sondern auch deren Funktionsweise verstehen, die Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Lernsituationen bewerten und die Grenzen der Anwendungen kritisch hinterfragen (Wissenschafts- Praxis-Kooperation). Dazu werden gezielte Workshops und Unterrichtseinheiten entwickelt, die sowohl die praktische Anwendung als auch die Vermittlung von Wissen über KI fördern.

Forschungsfragen

Die zentrale Frage lautet: Wie können Lehrpersonen und Lernende KI-Tools im Fremdsprachenunterricht sinnvoll und reflektiert einsetzen? Um dies zu beantworten, werden folgende Teilfragen untersucht:

  • Welche Fort- und Weiterbildungsbedarfe haben Lehrpersonen im Umgang mit KI-Tools im Fremdsprachenunterricht?
  • Welche spezifischen Anwendungsfelder und Potenziale bieten KI-Tools wie Chat-GPT für den Fremdsprachenunterricht?
  • Welche Auswirkungen haben KI-Tools auf Prüfungsformate und ‑szenarien im Fremdsprachenunterricht?

Erwartete Ergebnisse

  • Entwicklung praxisnaher, anwendungsfreundlicher Materialien für den Fremdsprachenunterricht
  • Erkenntnisse über die spezifischen Anforderungen von Lehrpersonen für die produktive Nutzung von KI-Tools
  • Kritische Reflexion und Verbesserung der Unterrichtsqualität durch den Einsatz von KI
  • Publikation der Ergebnisse und Entwicklung eines Weiterbildungskurses für Lehrpersonen

Relevanz

Das Projekt liefert einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung moderner, digital gestützter Unterrichtsmodelle. Es trägt dazu bei, Lehrpersonen auf die zunehmende Integration von KI im Bildungsbereich vorzubereiten und Lernenden innovative Möglichkeiten zur Unterstützung ihrer Sprachentwicklung zu bieten. Darüber hinaus fördert es interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine systematische Reflexion über die Rolle von KI im Bildungskontext.

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Stefan Daniel Keller

+41 43 305 56 64