Schulentwicklung : Solide Kompetenzen, um Schule zu gestalten
Frank Brückel, Schulentwicklung ist ein riesiges Thema und betrifft fast alle Bereiche von Schule. Wie geht der CAS Schule entwickeln damit um?
Die Konzeption des Lehrgangs baut auf einem Grundlagenteil auf, der fundierte Kenntnisse vermittelt, wie Schulentwicklungsprozesse wirksam gestaltet werden können. Danach folgt eine thematische Vertiefung in drei Profilen. Die Teilnehmenden können dazu ein eigenes Projekt mitbringen und vorantreiben – wozu im Alltag oft keine Zeit bleibt – und werden zusätzlich von Expert:innen unterstützt. So erreichen wir eine thematische Tiefe und ermöglichen gleichzeitig eine grosse fachliche Breite. Und die Teilnehmenden werden darauf vorbereitet, künftig eigene Projekte zu unterschiedlichen Themen zu leiten. Als Grundlage und Orientierungshilfe für diese Arbeit besprechen wir im Lehrgang ein praxisnahes Modell für Schulentwicklung – wir nennen es «Schulentwicklungs-Rad». Das Rad zeigt die Faktoren von Schulentwicklung in ihrer Wechselwirkung auf und dient als Reflexionsgrundlage. Davon können Strategien für den Arbeitsalltag abgeleitet werden.
Wie unterscheidet sich der neue CAS Schule entwickeln von bisherigen Lehrgängen, die ja auch direkt oder indirekt mit Schulentwicklung zu tun haben?
Es ist immer schwierig über andere Lehrgänge zu sprechen, die man nicht selbst leitet. Daher ist es einfacher, kurz zu skizzieren, was unseren Lehrgang kennzeichnet. Wir verfolgen eine dreifache Zielsetzung: Erstens Schulentwicklungsprozesse kennen und analysieren; zweitens Schulentwicklungsthemen inhaltlich vertiefen; drittens ein Vorhaben an der eigenen Schule parallel umsetzen. Die Verknüpfung dieser Ziele auf der Grundlage eines eigens dafür konzipierten Schulentwicklungsmodells zeichnet diesen Lehrgang aus. So sollen Theorie und Praxis wirkungsvoll verbunden und gleichzeitig Unterstützungshilfen bei Arbeiten geboten werden, die sowieso anstehen.
Für welche Zielgruppen bietet diese Weiterbildung einen Mehrwert?
Schulentwicklungsprozesse werden oft von Schulleitungen initiiert und verantwortet. Für erfolgreiche Entwicklungen braucht es aber eine Verantwortungsverteilung. Deswegen sprechen wir alle Personen an, die mit schulischen Entwicklungsprozessen zu tun haben. Dazu gehören Personen aus den Schulen, etwa Schulleiter:innen oder Personen mit einer Fachverantwortung, Personen aus Behörden und Bildungsverwaltungen sowie Schulentwicklungsbegleiter:innen, die an Hochschulen oder privat arbeiten. Idealerweise haben wir aus allen Gruppen Teilnehmende. Denn insbesondere die Zusammenarbeit dieser Akteur:innen – Teacher-Leader, Schulleitungen, Behörden und Verwaltung – ist für Schulentwicklungsprozesse eine Gelingensbedingung, die aus unserer Sicht oftmals zu wenig Beachtung findet.
Weitere Informationen
CAS Schule entwickeln (Start: 23. September 2022)


