CAS Education Futurist
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Im Zentrum des CAS Education Futurist stehen die Analyse von Zukunftstrends, der reflektierte Umgang mit Bildungstechnologien sowie die Entwicklung innovativer Lern- und Bildungsformate.
Mit dem Zertifikat weisen sich die Teilnehmenden als Fachpersonen aus, die Bildungsinnovation strategisch denken, praxisnah gestalten und wirksam in ihren Organisationen verankern können.
Ziele
Die Teilnehmenden
- analysieren gesellschaftliche und technologische Zukunftstrends und entwickeln daraus fundierte Zukunftsszenarien sowie strategische Bildungsansätze,
- gestalten und begleiten Transformationsprozesse in Bildungsorganisationen wirksam,
- konzipieren innovative, zukunftsorientierte Bildungsangebote und setzen dabei agile und iterative Designprozesse gezielt ein,
- übertragen theoretische Konzepte reflektiert in die eigene Praxis, berücksichtigen ethische Fragestellungen und entwickeln ihre professionelle Rolle im digitalen Wandel weiter.
Zielgruppe
Der CAS Education Futurist richtet sich gezielt an Fachpersonen, die in Bildungsorganisationen der Tertiärstufe Veränderungsprozesse im Kontext der Digitalisierung initiieren, gestalten und begleiten, ohne zwingend in klassischen Führungspositionen tätig zu sein.
Im Fokus stehen insbesondere:
- Bildungsmanager:innen auf operativer und koordinierender Ebene, die Bildungsangebote konzipieren, entwickeln und betreuen.
- Projektmanager:innen für digitale Bildungsinitiativen, die innovative Projekte konzipieren und umsetzen.
- Programm- und Angebotsverantwortliche in Hochschulen, Weiterbildungsinstitutionen oder in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung, die innovative Bildungsangebote entwickeln.
- Fachpersonen der Hochschuldidaktik, die den digitalen Wandel mitgestalten.
- Mitarbeitende in Stabsfunktionen der Hochschulverwaltung mit Schnittstellenfunktion zwischen Bildung und Digitalisierung.
- Dozierende mit Innovations- und Gestaltungsinteresse, die sich über ihre individuelle Lehre hinaus an zukunftsorientierten Entwicklungsprozessen beteiligen möchten.
Aufnahmebedingungen
Für den CAS-Lehrgang gelten die folgenden Aufnahmebedingungen:
- Tätigkeit als Fachpersonen, die in Bildungsorganisationen der Tertiärstufe Veränderungsprozesse im Kontext der Digitalisierung initiieren, gestalten und begleiten
- Hochschulabschluss (oder einen Abschluss einer vergleichbaren Institution)
Eine Aufnahme «sur dossier» ist möglich.
Inhalte und Aufbau
Der CAS Education Futurist vermittelt zukunftsorientierte Kompetenzen für die Gestaltung von Bildung in einer digital geprägten Welt. Im Zentrum stehen das Denken in Zukunftsszenarien, ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang mit neuen Technologien sowie die Entwicklung innovativer Lern- und Bildungsformate. Die Teilnehmenden setzen sich mit gesellschaftlichen Megatrends, technologischen Entwicklungen und neuen Lernkulturen auseinander und übersetzen diese in konkrete Konzepte für ihre eigene berufliche Praxis. Theorie, aktuelle Forschung und praktische Erprobung greifen dabei eng ineinander.
Der Lehrgang ist modular aufgebaut und erstreckt sich über rund zwölf Monate. Er umfasst drei Pflichtmodule zu Zukunftsszenarien, Zukunftstechnologien und zukunftsorientiertem Lernen sowie zwei Wahlpflichtmodule zur individuellen Schwerpunktsetzung. Praxisbegleitende Elemente wie Projektarbeit, Lerngruppen und Peer-Learning sorgen für einen kontinuierlichen Transfer in den eigenen Arbeitskontext. Präsenzphasen, Online-Formate und begleitetes Selbststudium sind sinnvoll kombiniert und ermöglichen ein flexibles, zugleich verbindliches Lernen.

Pflichtmodule
Future Scenarios
Wie kann Bildung in einer von Unsicherheit und Komplexität geprägten Zukunft gestaltet werden? Dieses Modul richtet sich an Personen, die Bildungsprozesse vorausschauend gestalten. Im Fokus stehen Denk- und Arbeitsweisen, um mögliche Entwicklungen sichtbar zu machen und reflektiert damit umzugehen.
Ziele
Die Teilnehmenden
- reflektieren eigene und organisationale Handlungs- und Denkmuster im Kontext von Veränderungs- und Transformationsprozessen,
- identifizieren Frühindikatoren für Veränderungen und nutzen diese zur situativen Orientierung und Entscheidungsfindung,
- wenden Prinzipien agilen Denkens und Improvisationsstrategien in offenen, dynamischen Arbeitssituationen an,
- gestalten kooperative Arbeits- und Co-Creation-Prozesse in Gruppen und Netzwerken zielorientiert,
- wählen digitale Tools zur Unterstützung kollaborativer Prozesse aus und setzen diese situationsangemessen ein.
(Fokus: Tun, Erproben, Moderieren, Reagieren)
Inhalte
Im Modul «Future Scenarios» stehen ausgewählte Methoden der Szenariotechnik im Mittelpunkt. Auf dieser Basis werden Zukunftsbilder für Bildung entwickelt, stets im bewussten Umgang mit Unsicherheiten. Ergänzend kommen digitale Tools, kollaborative Arbeitsweisen und geeignete Infrastrukturen zum Einsatz, um Bildungsorganisationen im Kontext der Digitalisierung zu unterstützen. Das agile Vorgehen stärkt zentrale Future Skills wie agiles Denken, Improvisationsvermögen in Veränderungsprozessen sowie wirksames Handeln in Gruppen und Netzwerken. Diese Kompetenzen fördern die Reflexion, ermöglichen Orientierung in dynamischen Entwicklungen und schärfen das Gespür für neue Trends.
Future Technology
Wie verändern digitale Technologien Lernen, Organisationen und Bildungssysteme – und wie lassen sich ihre Wirkungen verstehen und gestalten? Dieses Modul richtet sich an Personen, die digitale Entwicklungen im Bildungsbereich reflektieren. Im Fokus stehen technologische Dynamiken und ihre Bedeutung für Bildung.
Ziele
Die Teilnehmenden
- analysieren Bildungstechnologie als sozio-technisches System und reflektieren deren Wirkungen in Bildungs- und Organisationskontexten,
- erklären zentrale Funktionsprinzipien digitaler Technologien anhand ihres technischen Aufbaus und zugrunde liegender Algorithmen,
- wenden Konzepte der Algorithmic Literacy an, um algorithmische Prozesse und Entscheidungen kritisch zu analysieren,
- bewerten technologische Anwendungen im Bildungskontext unter Berücksichtigung von Verantwortung, Fairness, Datenschutz und Nachhaltigkeit,
- begründen technikethische Bewertungen transparent und nachvollziehbar auf Basis etablierter ethischer Prinzipien.
(Fokus: Verstehen, Analysieren, Bewerten)
Inhalte
Im Modul «Future Technology» wird Technologie nicht als Sammlung einzelner Tools, sondern als sozio-technisches System betrachtet. Ausgangspunkt ist die Algorithmic Literacy, also das Verständnis dafür, wie Algorithmen, Daten, Infrastrukturen und Akteur:innen zusammenspielen. Auf Basis der Human-Computer-Interaction (HCI) werden technologische Trendfelder aus Perspektiven der Informatik, Pädagogik, Gesellschaftswissenschaften sowie von Design und Kunst analysiert. Die Teilnehmenden setzen sich mit Chancen, Risiken und Verantwortungsfragen auseinander und leiten daraus fundierte Handlungsoptionen für Bildungsorganisationen ab.
Future Learning
Wie kann Lernen in einer digital geprägten Zukunft gestaltet werden – und wer trägt Verantwortung dafür? Dieses Modul richtet sich an Personen, die Bildungsräume mitgestalten. Im Fokus stehen Lernkulturen, Lernräume und Formate für neue gesellschaftliche und technologische Bedingungen.
Ziele
Die Teilnehmenden
- identifizieren zukunftsorientierte Lernkulturen und adaptieren diese für unterschiedliche Bildungs- und Zielgruppenkontexte,
- entwickeln, prototypisieren und iterieren skalierbare, adaptive und zielgruppengerechte Bildungsangebote,
- wenden Designprinzipien zukunftsorientierter Lernkulturen systematisch auf konkrete Bildungsangebote an,
- leiten aus der kritischen Bewertung technologischer Entwicklungen fundierte Kriterien für Infrastrukturentscheidungen im Bildungsbetrieb ab und kommunizieren diese nachvollziehbar.
(Fokus: Entwerfen, Entscheiden, Implementieren)
Inhalte
Im Modul «Future Learning» setzen sich die Teilnehmenden mit zukunftsorientierten Lernkulturen und Lernökosystemen auseinander. Auf dieser Grundlage entwickeln und erproben sie innovative Lernformate, die analoge und digitale Elemente sinnvoll verbinden. Mithilfe iterativer Entwicklungsansätze und Minimum Viable Products (MVPs) werden Ideen schrittweise weiterentwickelt. Technologische Trends werden kritisch reflektiert, Infrastrukturentscheidungen begründet und die Kultur der Digitalität in zielgruppen- und generationengerechte Bildungsangebote übersetzt.
Anerkennung von Vorleistungen
Im Rahmen des CAS Education Futurist ist es möglich, sich Vorleistungen anrechnen zu lassen, im Umfang von maximal der Hälfte der ECTS-Punkte des gesamten Lehrgangs und für ganze Module (nicht jedoch für einzelne Tage). Die gleichen Vorleistungen können nicht für mehrere Lehrgänge angerechnet werden. Zudem ist es in aller Regel nicht möglich, Leistungen aus grundständigen Bachelor- oder Masterstudiengängen anrechnen zu lassen. Möchten Sie sich aufgrund des Besuchs anderer Ausbildungen Module des CAS Education Futurist anrechnen lassen, beachten Sie die
Anrechnung von Vorleistungen in Lehrgängen der Abteilung Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung»
Durchführung und Anmeldung
Infoveranstaltungen
Module
Download
Kurzbroschüre CAS Education Futurist
Weitere Informationen
Podcast-Folge mit Co-Lehrgangsleiterin Charlotte Axelsson: DLH-Talk Denken mit KI – Lehrerbildung und Unterricht neu denken
Blogbeitrag von Co-Lehrgangsleiterin Charlotte Axelsson: Zukunft ist ein Muster, kein Affe