Schulleitungsausbildung
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Die verschiedenen Angebote innerhalb der Schulleitungsausbildung an der PH Zürich sind personalisiert, kompetenzorientiert und modular aufgebaut. Dadurch bieten sie eine hohe Flexibilität in Bezug auf das persönliche Vorwissen, die schulische Situation und die zeitliche Kapazität. Viele Elemente werden auch in Online-Sessions angeboten, sodass alle Teilnehmenden den Verlauf ihrer Ausbildung individuell gestalten können.
Die anspruchsvolle Aufgabe, eine Schule zu leiten, verlangt nach vielfältigen Kompetenzen und einer hohen Führungsqualität. Gut ausgebildete Führungskräfte sind ein Grundpfeiler für die Qualität unserer Volksschule. Dr. Myriam Ziegler, Leiterin Volksschulamt Kanton Zürich
Die Ausbildung basiert auf dem Zürcher Schulführungsmodell, das relevante Kompetenzen in der Schulführung aufzeigt und die Teilnehmenden während der Ausbildung begleitet.
Aufbau

Vorbereitungsphase
In der Vorbereitungsphase bereiten sich Lehrpersonen und Quereinsteigende auf die Aufgabe als Schulleiter:in vor. In den Grundlagen Teacher Leadership vertiefen sich Lehr- und Fachpersonen zu Fragen der Führung und wie sie aus ihrer Position als Fach- oder Lehrperson in ihrer Schule Führung und Verantwortung übernehmen können. Interessierte Führungspersonen von ausserhalb des Schulfelds haben die Möglichkeit, sich im CAS Quereinstieg Schulleitung mit den Spezifika von Bildungsorganisationen und den Anforderungen an Schulleitung auseinandersetzen.
Einstiegsphase
In der Einstiegsphase – nach Übernahme einer Schulleitungstätigkeit oder ein halbes Jahr davor – startet mit dem DAS Schulleitung die erste Phase der Schulleitungsausbildung. Der DAS Schulleitung befähigt Schulleiter:innen, ihre Schule erfolgreich zu führen.
Mit dem Abschluss des DAS Schulleitung erhalten die Teilnehmenden ein schweizweit anerkanntes Diplom, das die Voraussetzung ist, um im Kanton Zürich (und in vielen anderen Kantonen) als Schulleiter:in tätig zu sein.Schulleiter:in tätig zu sein.
Erfahrungsphase
Nach einigen Jahren als Schulleiter:in – in der Erfahrungsphase – beginnt die zweite Phase der Schulleitungsausbildung an der PH Zürich. Der MAS Educational Leadership befähigt Schulleiter:innen, Schulen innerhalb der hohen Komplexität zukunftsorientiert zu gestalten.
Expert:innenphase
Für erfahrene Schulleiter:innen, die sich persönlich und beruflich weiterentwickeln möchten, soll in den nächsten Jahren ein universitärer Masterstudiengang entstehen, der den Teilnehmenden ermöglicht, wissenschaftlich tätig zu sein und beispielsweise an einer Pädagogischen Hochschule zu arbeiten. Auch kann anschliessend eine berufsspezifische Dissertation geschrieben werden. Angebote der Expertenphase sollen in den nächsten Jahren entwickelt werden.
Module für Führungspersonen
Parallel zu den verschiedenen Phasen bietet die PH Zürich über 80 Module für Führungspersonen an, die teilweise Teil des Wahlpflichtbereichs der verschiedenen Angebote sind. Die Module können unabhängig vom Besuch eines Lehr- oder Studienganges besucht und später teilweise auch angerechnet werden. Sie sind als kontinuierliche Weiterbildungsmöglichkeit für Führungspersonen im Sinne ihrer Professionalisierung konzipiert.
Zugänge
Um der Diversität der Teilnehmenden gerecht zu werden, gibt es verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in den DAS Schulleitung. Als Lehrpersonen gelten Personen mit einem Lehrdiplom unabhängig davon, ob sie noch unterrichten oder nicht. Quereinsteigende sind Personen ohne ein Lehrdiplom.
Lehrpersonen ohne Schulleitungsstelle
Lehrer:innen können mit der Weiterbildung «Grundlagen Teacher Leadership» (6 ECTS-Punkte) in Richtung Schulführung einsteigen. In dieser Modulgruppe erlernen sie grundlegende Führungskompetenzen, um als Teacher Leader Führung zu übernehmen. In den Wahlpflichtmodulen können sie ihre Führungskompetenzen je nach individuellem Profil weiterentwickeln. Sobald sie eine Schulleitungsstelle haben, starten sie den DAS Schulleitung, wobei bis zu 10 ECTS-Punkte (CP) angerechnet werden.
Quereinsteigende ohne Schulleitungsstelle (CAS Quereinstieg Schulleitung)
Führungspersonen ohne Lehrdiplom, die sich für eine Schulleitungsstelle interessieren, haben die Möglichkeit, den CAS Quereinstieg Schulleitung zu absolvieren. Sobald sie eine Schulleitungsstelle übernommen haben, können sie den DAS Schulleitung absolvieren, wobei die 10 ECTS-Punkte (CP) des CAS Quereinstieg Schulleitung angerechnet werden.
Quereinsteigende mit Schulleitungsstelle
Führungspersonen ohne Lehrdiplom, die eine Anstellung als Schulleitung haben, können sich direkt für den DAS Schulleitung anmelden. Sie können ein halbes Jahr vor Stellenantritt mit dem DAS Schulleitung beginnen. Im ersten Studienjahr besuchen sie die Pflichtmodule des CAS Quereinstieg Schulleitung (CAS QSL) und starten im zweiten Studienjahr mit den Pflichtmodulen des DAS Schulleitung.
Quereinsteigende mit abgeschlossenem CAS Quereinstieg Schulleitung, welche eine Anstellung als Schulleitung haben, können sich direkt für den DAS Schulleitung anmelden. Der CAS Quereinstieg Schulleitung wird mit 10 ECTS-Punkten (CP) angerechnet.
Lehrpersonen mit Schulleitungsstelle
Lehrpersonen, die eine Anstellung als Schulleitung haben, können direkt in den DAS Schulleitung einsteigen. Der Einstieg ist bereits ein halbes Jahr vor Stellenantritt möglich.
Schulleitungen mit Schulleitungsausbildung (CAS-Abschluss)
Schulleitungen mit abgeschlossener Schulleitungsausbildung auf Stufe CAS können sich mit diesem Lehrgang zu einem DAS-Abschluss nachqualifizieren.
Schulleitungen mit DAS-Abschluss
Nach einigen Jahren Erfahrung als Schulleiter:in kann der MAS Educational Leadership absolviert werden. Er befähigt Schulleiter:innen, Schulen innerhalb der hohen Komplexität zukunftsorientiert zu gestalten.
DAS Schulleitung
Der DAS Schulleitung (Diploma of Advanced Studies) ist die erste Phase der Schulleitungsausbildung an der PH Zürich und führt zu einem schweizweit anerkannten Diplom als Schulleiter:in (im Kanton Zürich und vielen anderen Kantonen Voraussetzung, um als Schulleiter:in zu arbeiten).
Um der Diversität der Teilnehmenden gerecht zu werden, gibt es verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in den DAS Schulleitung. Als Lehrpersonen gelten Personen mit einem Lehrdiplom unabhängig davon, ob sie noch unterrichten oder nicht. Quereinsteigende sind Personen ohne ein Lehrdiplom.
Infoveranstaltungen
Kontakt
MAS Educational Leadership
Der MAS Educational Leadership (Master of Advanced Studies) ist die zweite Phase der Schulleitungsausbildung an der PH Zürich und befähigt Schulleiter:innen, innerhalb der hohen Komplexität Schulen zukunftsorientiert zu gestalten.
Artikel zum Thema
Weiterbildung
Kontakt
Artikel und Podcast
- «Die neue Schulleitungsausbildung an der PH Zürich», Blog Schulführung, Juni 2022
- «Aufforderung zu strukturellem Wandel im Bildungsbereich», Blog Schulführung, Juni 2022
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Inside DAS Schulleitung
Aus dem Gesamtlehrgang
Lerneinheiten als Begleitung im Lehrgang
Unsere Lerneinheiten auf ILIAS greifen zentrale Themen des DAS Schulleitung auf. Sie bereiten auf Module vor, vertiefen Inhalte und geben Orientierung.
Neu sind alle Lerneinheiten unter «Wissenswertes A–Z» gebündelt: Aktionsforschung, DAS Schulleitung Wissensprüfung, Educational Governance und Schulführungspraxis – Schulhospitation als «Peer Review». Die Lerneinheiten zur Wissensprüfung und zur Schulführungspraxis sind öffentlich zugänglich und können auch unabhängig von einem Lehrgang oder Modul genutzt werden – etwa, um Modelle mit Co-Schulleitenden oder Vorgesetzten zu diskutieren und eine gemeinsame Sprache für theoretische Konzepte zu entwickeln.
Die Lerneinheit «Aktionsforschung» wurde zudem weiterentwickelt und mit neuen Impulsen, Beispielen und Übungen ergänzt. Der Fokus auf das Führungshandeln wurde geschärft, Ausgangspunkt und Praktische Theorie konkreter beschrieben und PowerPoint-Präsentationen vertont. Neue kommentierte Beispielposter finden sich ebenfalls unter «Aktionsforschung».
Wir entwickeln die Lerneinheiten laufend weiter, damit sie auch zwischen Modulen und Labs bestmöglich unterstützen.
Ein besonderer Einblick
Journaling als Methode im Modul 5 des DAS SL 05
Die Module aus dem Pflichtbereich des DAS Schulleitung werden aufgrund der Rückmeldungen der Teilnehmenden und der Erfahrungen der Lehrgangsleitenden laufend weiterentwickelt. Im Modul 5 «Selbst- und Zeitmanagement» wurde neu Journaling als roter Faden eingesetzt. Dabei werden Gedanken, Gefühle und Beobachtungen zu einem Thema bewusst und wiederholt schriftlich festgehalten. Im Unterschied zum klassischen Tagebuch richtet sich Journaling gezielt auf innere Prozesse und deren Reflexion.
Gearbeitet wurde mit Leitfragen: Am ersten Modultag reflektierten die Teilnehmenden etwa unter dem Titel «Meine aktuellen Herausforderungen», was sie als Schulleitung momentan am meisten beschäftigt und wann es ihnen trotz Belastung gelingt, stabil zu bleiben. Nach einer Fallbesprechung in Form einer «Case Clinic» nach dem U-Prozess von Otto Scharmer hielten sie fest, was sie durch das Zuhören und die Spiegelungen der anderen neu erkannt hatten und was das Fallbeispiel für sie selbst bedeutet.
Besonders gewinnbringend erwies sich die Methode durch das analoge Schreiben mit Stift und Papier, das zu einer Verlangsamung des Denkens anregt. Beim Eintreffen konnten die Teilnehmenden aus grafisch ansprechenden Notizbüchern ein passendes Motiv auswählen. Das führte rasch zu Austausch und sogar zu Tauschgeschäften. Im weiteren Modulverlauf wurden sie immer wieder ermuntert, Gehörtes schriftlich zu reflektieren und Transferpunkte für den Führungsalltag festzuhalten.
Gerade im Führungsalltag, der von Beziehungsarbeit und Austausch geprägt ist, bietet Journaling eine sinnvolle Ergänzung – etwa nach einem intensiven Arbeitstag oder einer herausfordernden Sitzung. Das Schreiben hilft, Erlebtes zu verarbeiten, Gedanken und Gefühle zu ordnen und Belastendes nicht unverarbeitet in den Feierabend oder ins Wochenende mitzunehmen. So können Erkenntnisse strukturiert in den nächsten Austausch mit dem Team oder der Lerngruppe einfliessen.
Weiterführende Literatur
Lukenda, Kimberly, Simone Sülzenbrück, Christine Sutter (2024)
Expressive writing as a practice against work stress: A literature review.
Journal of Workplace Behavioral Health, 39(1), 106–137.
Neues Modul aus dem Wahlpflichtbereich
Personalmanagement in der Schulleitungspraxis
«Personalarbeit an Schulen wird oft in Einzelteilen gedacht.» Hier eine Stellenausschreibung, dort ein Mitarbeitendengespräch, zuletzt ein Austritt. Das Wahlpflichtmodul «Personalmanagement in der Schulleitungspraxis» setzt genau hier an und macht sichtbar, dass diese Einzelteile zusammengehören und erst als durchdachter Gesamtprozess ihre Wirkung entfalten.
Personalarbeit wirkt dann nachhaltig, wenn sie entlang der ganzen Berufslaufbahn von Mitarbeitenden gedacht wird. Wer eine Stelle ausschreibt, entscheidet bereits mit, wen die Schule in fünf Jahren noch beschäftigt. Wer Neueintretende bewusst einführt, erspart sich später manches schwierige Gespräch. Und wer sorgfältig beurteilt und entwickelt, muss sich seltener von Mitarbeitenden trennen. Das Modul vermittelt dieses Prozessverständnis mit dem fachlichen Blick
der Personalarbeit und stellt jene Instrumente, Abläufe und rechtlichen Rahmenbedingungen vor, die Schulleitungen dafür brauchen.
Inhaltlich spannt das Modul den Bogen über den gesamten Mitarbeitenden-Lifecycle mit seinen fünf Phasen: Gewinnen, Binden und Entwickeln, Beurteilen, Honorieren und Trennen. Wo es nötig ist, wird der kantonale Rahmen dazu geklärt, etwa die Aufgabenteilung zwischen Behörden und Schulleitung, getreu dem Leitsatz: Kenne deine Leitplanken und nutze deinen Spielraum.
Konkret wird es in jeder Phase. Bei der Gewinnung geht es entlang der sieben Prozessschritte um wirksame Stellenanzeigen nach dem AIDA-Prinzip, um Employer Branding und die Candidate Experience. Beim Binden stehen Befunde zur Zufriedenheit von Lehrpersonen im Zentrum, etwa dass Pensenflexibilität und Teamklima zentral sind, während die Art der Einführung schulischer Reformen und die administrative Last am meisten belasten. Die Personalentwicklung wird als Kreislauf von Zielklärung, Planung, Umsetzung und Überprüfung durchgespielt, samt der heiklen Frage, welche
Weiterbildungsgesuche eine Schule bewilligt und welche nicht. Beim Beurteilen geht es um den Überblick und um einen einfachen Merksatz: Beurteilen heisst einschätzen, nicht messen. Beim Honorieren ist der kantonale Lohnrahmen eng, interessant sind die Spielräume daneben: Einmalzulagen oder bezahlte Weiterbildungen. Und beim Trennen geht es um saubere Übergänge, vom Case Management bis zum Austrittsprozess.
Kurzinputs wechseln sich dabei mit Reflexion zur eigenen Schule und geführtem Austausch im Plenum ab, sodass die Teilnehmenden ihre eigene Personalpraxis laufend einbeziehen.
Einen besonderen Akzent setzt der zweite Kurstag: Eine Schulleitungsperson ist als Gast dabei und berichtet im direkten Austausch aus ihrer eigenen Praxis, vor allem aus den Phasen der Beurteilung und der Personalentwicklung, ebenso zu weiteren Herausforderungen des Personalmanagements. So treffen Theorie und gelebte Praxis unmittelbar aufeinander. Zur Diskussion gestellt wird im Kurs auch eine bewusst zugespitzte These: Die meisten Personalprobleme in Schulen sind keine HR-Probleme, sondern
Führungsfolgen.
Wie direkt der Transfer gelingt, zeigt der Leistungsnachweis: Die Teilnehmenden analysieren einen Themenschwerpunkt aus dem Personalmanagement anhand ihrer eigenen Schule, benennen die IST- und die SOLL-Situation und entwickeln konkrete Verbesserungsvorschläge. So entsteht aus dem Modul
unmittelbar ein nutzbares Ergebnis für die eigene Schule.
Das Modul vermittelt Grundlagen und eignet sich besonders für Schulleitungen oder Behördenmitglieder in den ersten Berufsjahren sowie Teacher Leader, die einen fundierten Überblick gewinnen möchten. Wer die Personalarbeit an der eigenen Schule bewusster gestalten und den vorhandenen Spielraum souveräner nutzen will, ist hier richtig. Denn am Ende geht es um das, was Schule trägt: Menschen, die gerne und gut an ihrer Schule arbeiten.
Beitrag: André Schibli, Leiter Schulpersonal Illnau-Effretikon
Alumni
Unterstützende Beziehungen über Aus- und Weiterbildung hinaus
Schulleitung ist eine spannende, aber oft auch einsame Aufgabe. Umso wichtiger sind schulübergreifende Netzwerke, die Austausch, Inspiration und gegenseitige Unterstützung ermöglichen. Der Alumni-Verein der PH Zürich bietet die Gelegenheit, Beziehungen aus dem Studium zu pflegen und sich auch danach unkompliziert zu vernetzen.
Von der lebendigen Community und zahlreichen Angeboten profitieren nicht nur Alumni, sondern auch Schulen: Gut vernetzte Lehrpersonen gewinnen Ressourcen, um den Schulalltag mitzugestalten und mitzutragen.
Mit einem Jahresbeitrag von 60 Franken werden Schulleitungen Teil des Netzwerks «Alumni PHZH» und unterstützen den Verein.
Weitere Informationen und Anmeldung auf alumni-phzh.ch
Besuchen Sie am Hochschultag vom 29. Oktober 2026 den Alumni-Tisch für einen persönlichen Austausch.
