Lehrpersonen und Draussenunterricht (LeDu): Eine Analyse der Motivatoren und Herausforderungen
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Inhalt dieser Seite
Steckbrief
- Projektleitung
- Daniela Müller (PHZH)
- Projektteam
- Ingmar Schumacher (IPAG Business School), Andrea Fiedler (Outdoor Science SARL)
- Organisationseinheit
- F-PS-ZSE (Schulentwicklung)
- Projektphase
- Abgeschlossen (1.5.2022 – 31.5.2024)
- Projekttyp
- Forschungs- und Entwicklungsprojekt
- Finanzierung
- PH Zürich, IPAG Business School, Paris
- Beteiligte Institutionen
- Outdoor Science SARL; IPAG Business School Paris
Beschreibung
Die bestehende Literatur zeigt den Mehrwert von Draussenunterricht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen auf. Erste Befragungsergebnisse aus der Schweiz geben Hinweise auf Stadt-Land-Unterschiede sowie weitere Unterschiede in der Bereitschaft zu Draussenunterricht. Welche Lehrpersonen unterrichten häufig draussen und welche nie oder kaum? Mit dieser Leitfrage untersucht das Forschungsprojekt des Zentrums für Schulentwicklung der PH Zürich in Kooperation mit der IPAG Business School Paris und Outdoor Science SARL erleichternde und erschwerende Bedingungen für Draussenunterricht aus Sicht von Lehrpersonen in der Schweiz und in Luxemburg. Die Lehrpersonen des ersten und zweiten Zyklus wurden in beiden Ländern mittels Online-Fragebogen auf Deutsch oder Französisch zwischen Herbst 2022 und Frühling 2023 befragt.
Zielpersonen
Mit der Befragung sollen sowohl bereits draussen unterrichtende als auch nicht respektive kaum draussen unterrichtende Lehrpersonen des Zyklus 1 und 2 erreicht werden.
Partnerprojekte
Das Forschungsprojekt «LeDu» baut auf den Erkenntnissen aus der vom Zentrum für Schulentwicklung der PH Zürich durchgeführten Evaluation der WWF-Kampagne «Ab in die Natur – draussen Unterrichten» auf. Der WWF Schweiz unterstützt das Forschungsprojekt LeDu. Ähnliche Projekte in Luxemburg sind «FuDo – Fuerschen dobaussen» und «Léiren dobaussen» des Luxemburgischen Bildungsministeriums SCRIPT. SCRIPT unterstützt das Forschungsprojekt LeDu ebenfalls.
Projektleitung
Das Forschungsprojekt wird durchgeführt von Prof. Dr. Ingmar Schumacher, Professor für Umweltökonomie an der IPAG Business School Paris, Dr. Daniela Müller-Kuhn, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Schulentwicklung der PH Zürich und Projektleiterin der abgeschlossenen Evaluation der WWF-Kampagne von «Ab in die Natur – draussen unterrichten» sowie Dr. Andrea Fiedler, Geschäftsführerin der OutdoorScience SARL und Leiterin des Projekts «FuDo – Fuerschen dobaussen» des SCRIPT in Luxemburg.
Projektergebnisse
Viele Gründe sprechen dafür, dass Lehrpersonen den Unterricht immer mal wieder nach draussen verlegen. Dazu zählen insbesondere die Förderung der überfachlichen Kompetenzen aber auch das Lernen in der Realumgebung. Genauso gibt es in der Praxis aber auch viele Gründe, weshalb Lehrpersonen vor dem draussen Unterrichten zurückschrecken: Fehlende Begleitpersonen, Unsicherheiten bezüglich Umsetzung der Inhalte, Lehrplan-Druck, Rechtfertigung gegenüber Eltern, Aufwand und Koordination mit Förderlektionen sind nur ein paar der Gründe, welche die Lehrpersonen in der Befragung zu «Lehrpersonen und Draussenunterricht. Eine Analyse der Motivatoren und Herausforderungen» (LeDu) genannt haben. LeDu hat gezeigt, dass diverse Faktoren damit zusammenhängen, ob respektive wie häufig die Lehrpersonen draussen unterrichten. Dazu zählen unter anderem die wahrgenommene Unterstützung von Schulleitung, Team und Eltern, aber auch die besuchten Weiterbildungen. Die Distanz zum Draussenort hingegen hängt nicht mit der Häufigkeit des Draussenunterrichts zusammen.
Publikationen
Müller-Kuhn, Daniela (2024) Draussen Unterrichten erfordert Mut
Bildung Schweiz 169 (5): 22.
Müller-Kuhn, Daniela, Andrea Fiedler und Ingmar Schumacher (2024) Ebener Weg oder steiniger Pfad? Die Rolle der Schulleitung bei der Förderung von Draussenlernen
#schuleverantworten 4 (2): 62–70.