Entwicklung motorischer Basiskompetenzen in der Kindheit (EMOKK):  Bedeutung schulischer und aussenschulischer Aspekte

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Das Forschungsprojekt EMOKK untersucht die Entwicklung der motorischen Basiskompetenzen von Kindergarten- und Primarschulkindern in der Schweiz. Welche individuellen, schulischen und ausserschulischen Faktoren beeinflussen die motorische Entwicklung von Kindern?

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Steckbrief

Projektleitung
Christian Herrmann (PHZH)
Projektteam
Roger Keller (PHZH), Ilaria Ferrari Ehrensberger (PHZH), Kathrin Bretz (PHZH), Marco Barbero (SUPSI), Jürgen Kühnis (PHSZ), Christian Brühwiler (PHSG), Sonja Büchel (PHSG), Sebastian Ludyga (Universität Basel), Anna-Katharina Praetorius (UZH), Uwe Pühse (Universität Basel), Nicolas Voisard (HEP BEJUNE)
Organisationseinheit
F-FD (Fachdidaktische Forschung)
Projektphase
Abgeschlossen (1.7.2021 – 30.6.2025)
Projekttyp
Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Finanzierung
Schweizerischer Nationalfonds
Beteiligte Institutionen
PH St. Gallen; PH Schwyz; Universität Basel; Universität Zürich; HEP-BEJUNE; SUPSI

Beschreibung

Motorische Basiskompetenzen wie Werfen, Springen oder Laufen sind zentrale Voraussetzung für die Teilhabe an der Bewegungs- und Sportkultur. In den sprachregionalen Schweizer Lehrplänen sind sie im Fach Bewegung und Sport als bedeutsame fachliche Kompetenzen verankert. Das Forschungsprojekt EMOKK hat zum Ziel, die Entwicklung der motorischen Basiskompetenzen von Kindergarten- und Primarschulkindern in der Schweiz über mehrere Jahre zu begleiten und zu erklären. Neben individuellen und ausserschulischen Faktoren, die die motorische Entwicklung beeinflussen, werden auch schulische Einflussfaktoren untersucht – diese waren bisher noch nicht Gegenstand von wissenschaftlichen Studien. Ausserdem geht das Projekt der Frage nach, ob es in Bezug auf die motorische Entwicklung der Kinder kulturelle Unterschiede gibt. Im Zentrum stehen die folgenden übergeordneten Fragen:

  • Welches motorische Kompetenzniveau haben Kindergarten- und Primarschulkinder in den unterschiedlichen Sprachregionen?
  • Wie entwickeln sich die motorischen Basiskompetenzen in Abhängigkeit von schulischen und ausserschulischen Einflussfaktoren?
  • In welchem Zusammenhang stehen das Lernpotenzial und die überfachlichen Kompetenzen des Kindes mit dessen motorischer Kompetenzentwicklung?

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden erstmals empirische Erkenntnisse über die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen im Fach Bewegung und Sport erarbeitet. Somit können schulische und ausserschulische Einflussfaktoren bestimmt werden, die für das Erreichen motorischer Kompetenzen bedeutsam sind. Bildungsinstitutionen können diese Erkenntnisse nutzen, um Angebote im und ausserhalb des Unterrichts anzupassen und systematisch Fördermassnahmen zu ergreifen. Zudem können die Erkenntnisse als Orientierungsgrundlage für die Aus- und Fortbildung von Lehrpersonen an Schulen und Hochschulen dienen und einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung sportdidaktischer Forschung und Ausbildung leisten.

Das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Projekt baut auf dem Forschungsprojekt «Monitoring motorischer Basiskompetenzen von 4- bis 8-jährigen Kindern in der Schweiz» auf, in dem die motorischen Kompetenzen von Kindergartenkindern querschnittlich erfasst wurden, und führt die Studie in einem dreijährigen Längsschnitt fort.

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Christian Herrmann

+41 43 305 52 64