Crafting Playbook : Spielerisch zu mehr Balance und Sinn bei der Arbeit

Eine neue, kostenlose Web-App unterstützt Lehrpersonen dabei, Sinnhaftigkeit, Resilienz und Gesundheit im Arbeitsalltag zu stärken. Die PH Zürich hat bei der Entwicklung der App mitgewirkt.

Montag, 24. Februar 2025

Das Crafting Playbook unterstützt Lehrpersonen dabei, ihre Arbeit sinnhaft zu gestalten, eine bessere Balance zwischen Belastungen und Ressourcen zu finden und ihre Gesundheit zu stärken. Mit kurzen Interventionen regt die Web-App dazu an, Gewohnheiten zu reflektieren und neu zu gestalten.

Larissa Hauser hat bei der Entwicklung der Web-App mitgewirkt. Im Interview erklärt sie, was hinter dem Crafting Playbook steckt.

Larissa Hauser, was ist das Ziel des Crafting Playbooks?
Oft werden im Alltag Schwächen adressiert, mit dem Crafting Playbook wollen wir Stärken stärken. Wir wollen Menschen, insbesondere Lehrpersonen, dazu anregen, über ihre Selbstkompetenzen nachzudenken und Wege zu finden, wie sie sich stabiler und ausgeglichener im Arbeitsalltag bewegen können. Und dies ganz niederschwellig und ohne dass sie stundenlang damit beschäftigt sind. Es geht darum, Chancen zu erkennen und den eigenen Handlungsspielraum auszuloten – mit einfachen, kurzen Anwendungen. Man kann sich bei Interesse aber auch konkret in ein Thema vertiefen.

Welche Inhalte und Funktionen bietet die App?
Die Projektpartner entwickelten eine Reihe von sogenannten Plays – kurzen Interventionen und Übungen zum Umgang mit Stress, zu Ressourcen und Belastungen bei der Arbeit, zu persönlichen Stärken und Werten sowie zum gegenseitigen Verständnis im Team und zum Thema Wertschätzung. Mit einer Swipe-Bewegung blättert man in den einzelnen Plays durch Infos, Videos, Fragen und Eingabefeldern zum Crafting.

Wie sieht die App konkret aus?

Die Anwender:innen der Web-App begegnen beim Start einer anregenden Oberfläche, unterhaltsamen Botschaften und Erinnerungen an Plays. Hierbei kamen Ansätze der visuellen Kommunikation und der Spielgestaltung zum Einsatz. Eine blühende Blume zeigt zum Beispiel, wie oft man welche Art von Plays gespielt hat. Den Plays wurden drei «Superpowers» zugeordnet – Klarsicht, Einsicht und Zuversicht, die man durch das Spielen erlangt. Ebenso werden Emotionen thematisiert, die man gegenüber dem Crafting empfinden könnte, etwa Zweifel, Unsicherheit, Überlastung oder Resignation.

Die neue, kostenlose Web-App Crafting Playbook unterstützt Lehrpersonen dabei, Gesundheit, Resilienz und Sinnhaftigkeit im ArbeitsDie neue, kostenlose Web-App Crafting Playbook unterstützt Lehrpersonen dabei, Sinnhaftigkeit, Resilienz und Gesundheit im Arbeitsalltag zu stärken.alltag zu stärken.
Die neue, kostenlose Web-App Crafting Playbook unterstützt Lehrpersonen dabei, Sinnhaftigkeit, Resilienz und Gesundheit im Arbeitsalltag zu stärken.

Welche Pläne gibt es für das Crafting Playbook?
Das Playbook ist ein offenes Projekt: Neben der Web-App steht ein Entwicklungspaket frei zur Verfügung, mit dem Plays entworfen werden können. Personen aus Hochschulen und der Praxis können so zum Beispiel eine Serie von Plays entwickeln, die der Belegschaft zur Verfügung gestellt werden kann. Dozierende können Plays nutzen, um kurze Wissensimpulse zu geben oder Studierende dazu anregen, ein Thema in Form eines Plays zu erarbeiten. Das Playbook wurde im Rahmen der Digitalisierungsinitiative des Kantons Zürich entwickelt und nach Projektende am Forum BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) Zürich angesiedelt, das unter anderem von der Suva getragen wird. Beide Projektpartner haben am Projekt mitgewirkt und tauschen sich nun regelmässig im sogenannten Crafting Circle zur Weiterentwicklung, Verbreitung und Finanzierung des Playbooks aus. Eine Erweiterung der Funktionalität oder der Inhalte ist also durchaus denkbar.

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Porträtfoto von Larissa Hauser Fitze

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