Projekt BTBF : Lehren und Lernen für die Zukunft
Im November fand an der Khachatur Abovyan Armenian State Pedagogical University die Abschlusskonferenz des Projekts Better Teaching for a Better Future (BTBF) statt. Über vier Jahre haben Corinna Borer, Wiltrud Weidinger und Rolf Gollob von der Abteilung Internationale Bildungsentwicklung der PH Zürich gemeinsam mit lokalen Pädagogischen Hochschulen praxisorientierte Module zu Themen wie Qualitätsmanagement in Schulen, Lehr- und Lernansätze und Mentoringprogramme entwickelt. Die Module wurden an die lokalen Bedürfnisse angepasst und erfolgreich in die nationalen Aus- und Weiterbildungsprogramme integriert.

An der Khachatur Abovyan Armenian State Pedagogical University wurden die im Rahmen des BTBF-Projekts entwickelten Materialien in den Reformprozess der Lehrpersonenausbildung integriert und sind fester Bestandteil der Weiterbildungsprogramme für Lehrpersonen und Schulleitungen. In Georgien haben das National Center for Teacher Professional Development und das Education and Research Center die Module auf nationaler Ebene übernommen und über digitale Plattformen zugänglich gemacht. Und in der Republik Moldova hat die Ion Creanga State Pedagogical University die Module in ihre Programme integriert, wo sie in den nächsten zwei Jahren auch von anderen Hochschulen genutzt werden.
Während zu Beginn des Projekts die individuelle Umsetzung in den einzelnen Ländern im Vordergrund stand und die Corona-Pandemie den Austausch erschwerte, entwickelte sich im Laufe der Jahre eine enge Zusammenarbeit zwischen den Pädagogischen Hochschulen der drei Länder. Vernetzung und Wissensaustausch sind für die Pädagogischen Hochschulen ohnehin zentral. So pflegt auch die PH Zürich Kooperationsbeziehungen und Austauschabkommen mit über 100 Partnerhochschulen in Europa und weltweit.

Eine der wichtigsten Lehren, die die PH Zürich aus dem Projekt gezogen hat, ist die Bedeutung von Flexibilität: Inhalte müssen an lokalen Kontexte angepasst werden, um den Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden. Und obwohl der Einsatz von Online-Meetings wesentlich zur Projektkoordination beigetragen hat, bleibt der persönliche Austausch doch unersetzlich. Das Kennenlernen des lokalen Kontextes, gemeinsame Diskussionen und die Freude an der Zusammenarbeit stärken Vertrauen und Nachhaltigkeit. Die enge Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien in allen drei Ländern hat ausserdem dazu beigetragen, dass die Materialien in nationale Strategien eingebettet werden konnten.
Mit der Abschlusskonferenz in Armenien endet im Dezember 2024 die Projektlaufzeit von BTBF, doch die Ergebnisse wirken weiter: Die entwickelten Materialien und Module stärken nachhaltig die Lehrpersonenbildung in den drei Ländern und bereichern gleichzeitig die Aus- und Weiterbildung an der PH Zürich.


