Innovationsprogramm : Förderung von neuen DIZH-Projekten
Im 3. Projekt-Call des DIZH-Innovationsprogramms werden 14 Projekte gefördert. Gemeinsam ist den Projekten eine Vielzahl innovativer Ansätze, die auf interdisziplinärer Zusammenarbeit, technologischer Innovation und kreativen Herangehensweisen beruhen. Mit ihrem Fokus auf Praxis, Transparenz, Partizipation und Nachhaltigkeit tragen sie dazu bei, Forschung und Innovation zu Themen der Digitalisierung gezielt voranzutreiben.
Gefördert werden innovative Ansätze in den Bereichen Gesundheit und Medizin, Bildung und Wissenschaft, Gesellschaft und Kommunikation sowie partizipative Forschung. Die PH Zürich leitet zwei Projekte und ist an einem weiteren beteiligt.
Digital Interfacing. The Minimalist Manifesto
Das Projekt «Digital Interfacing: The Minimalist Manifesto» zeigt Schulen Wege auf, wie sie den digitalen Wandel mit bestehenden Ressourcen gestalten können. Das Projekt wird von Tobias Röhl (PH Zürich, Leading House) und Philippe Sormani (Departement Darstellende Künste und Film, ZHdK) geleitet. Statt danach zu fragen, welche neuen Tools es an Schulen braucht, setzt das Projektteam auf einen minimalistischen Ansatz. Es wird ein Leitfaden entwickelt, der Schulen aufzeigt, wie sie den digitalen Wandel mit den vorhandenen Mitteln und Medien mitgestalten können. «Ein sogenanntes minimalistisches Manifest soll Leitsätze bereitstellen, die jenseits von konkreten Geräten und Tools Lehrpersonen grundlegende Prinzipien eines verantwortungsvollen Einsatzes von digitalen Medien an die Hand gibt», so Tobias Röhl von der PH Zürich.
Educational Policy Transparency Interface
Das Projekt mit dem Titel «Educational Policy Transparency Interface» von Barbara Getto und Michael Geiss (PH Zürich, Leading House) wird gemeinsam mit Noah Bubenhofer (Linguistik-Zentrum, UZH) durchgeführt. Es zielt darauf ab, ein automatisiertes Monitoring-Tool zu entwickeln, das bildungspolitischen Stakeholdern vergleichende Trendanalysen öffentlicher Debatten im Bildungsbereich zugänglich macht und damit eine differenziertere Auseinandersetzung ermöglicht. Damit soll ein Beitrag zu mehr Transparenz über bildungspolitische Diskurse, Entwicklungen und Entscheidungen geleistet werden. «Die Neuheit liegt in der Zusammenführung bildungswissenschaftlicher und computerlinguistischer Expertise, was eine empirische Grundlage bietet, Debatten und Entwicklungen datenbasiert nachzuzeichnen», so Barbara Getto und Michael Geiss von der PH Zürich.
Informatik und Computermusik in der Schule
Das Projekt «Informatik und Computermusik» in der Schule schlägt eine Brücke zwischen Computational Thinking und musikalisch-kompositorischem Denken. Dieses wird von Philippe Kocher (Departement Musik, ZHdK, Leading House) gemeinsam mit Thomas Schmalfeldt, Caspar Noetzli und Adrian Degonda (alle PH Zürich) durchgeführt. Die Studie zeigt eine konzeptionelle Nähe zwischen Computational Thinking und musikalisch-kompositorischem Denken auf. Mit dem Ziel, dass sich beide Fachbereiche auf Augenhöhe begegnen, wird gefragt, wie die Kompetenzen aus der Musik und der Informatik vertieft zusammengeführt werden können, um künstlerisches Denken als Erkenntnisinstrument und künstlerisches Handeln als Methode zur Vermittlung von Inhalten aus Informatik und Technik zu etablieren. Dazu entwickelt ein Team von Spezialist:innen Tools zur Klang- und Unterrichtsmaterialiengestaltung, die als Open Educational Resources publiziert werden.
Digitalisierungsinitiative
Die Digitalisierungsinitiative hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der Zürcher Hochschulen im Digitalisierungsbereich zu fördern und damit den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Zürich zu stärken. Die Universität Zürich, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die Zürcher Hochschule der Künste und die PH Zürich vernetzen sich in der DIZH systematisch, um Forschung und Innovation im Digitalisierungsbereich interdisziplinär voranzutreiben.
Das Innovationsprogramm ist ein zentrales Instrument der DIZH. Durch vielfältige Innovationsprojekte der Zürcher Hochschulen mit dem privaten und öffentlichen Sektor im Bereich Digitalisierung sollen Erkenntnisse aus der Forschung näher an die Praxis herangeführt und für die Anwendung verfügbar gemacht werden. Umgekehrt sollen die Bedürfnisse und Erfahrungen der Anwendungspartner in die Wissenschaft einfliessen. Die Innovationskriterien sind: Risikobereitschaft, disziplinäre Vielfalt, Wertschöpfung und Kollaboration.
Die Fördermittel des Innovationsprogramms werden in transparenten, kompetitiven Verfahren vergeben. Im Rahmen von Ausschreibungen werden die besten eingereichten Projekte von einer gemeinsamen Jury der Partnerhochschulen ausgewählt und gemäss dem verfügbaren Finanzrahmen unterstützt. Jährlich werden unterschiedliche Ausschreibungen lanciert.


