Forschung im Dialog : Grosses Interesse an Diskussion zu inklusiver Schule
«Inklusive Schule – wie weiter?», so der Titel einer öffentlichen Veranstaltung, die Ende November an der PH Zürich stattfand und den Dialog zwischen Forschung und Praxis fokussierte. Silvia Pool Maag, Professorin für Sonderpädagogik an der PH Zürich, eröffnete den Anlass mit einem Impulsreferat. Sie zeigte auf, dass Inklusion keine Neuerfindung der jüngeren Bildungsgeschichte und kein starres Konzept, sondern ein dynamischer Prozess ist, der Entscheidungen erfordert und Exklusionsrisiken berücksichtigt.
In der anschliessenden Podiumsdiskussion, moderiert von SRF-Journalistin Sonja Hasler, wurden verschiedene Perspektiven beleuchtet. Doris Zappini Abdallah, Mutter eines Sohnes mit Trisomie 21, Philippe Dietiker von der Bildungsdirektion Kanton Zürich und Thomas Minder, Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz, brachten ihre Erfahrungen ein und bereicherten die Diskussion.
Schulstrukturen und Teamresilienz als Herausforderungen
Der Dialog verdeutlichte, dass schulische Inklusion in der Schweiz kein gescheitertes Konzept ist, aber Herausforderungen birgt. Die Weiterentwicklung bestehender Schulstrukturen und die Stärkung der Teamresilienz wurden als zentrale Herausforderungen benannt. Ein intensiver Austausch zwischen den Akteur:innen und Institutionen wurde als Schlüssel betrachtet, um zukunftsfähige Lösungen für die Schulen zu entwickeln.
Beim abschliessenden Apéro nutzten die zahlreichen Teilnehmenden die Gelegenheit, den Dialog zu vertiefen und Netzwerke zu knüpfen.