Podcast-Serie «Sch*** Corona» : Neue Podcast-Epsiode «Masken und Impfen»
Das Forschungsprojekt «Kindheiten und Schule im (Post-)Lockdown» bietet erstmals vertiefte Einblicke in die Erfahrungswelten von Kindern während der Corona-Pandemie. Seit Sommer 2020 untersuchen Forschende der PH Zürich die Erfahrungen von Kindern und deren Familien und legen die zuweilen überraschenden Facetten dieser Erfahrungsberichte in der Podcast-Serie «Sch*** Corona – Kinder erzählen aus der Pandemie» offen.
Im Podcast erzählen die 9- bis 12-jährigen Kinder, wie die Pandemie ihren Alltag bestimmte. Verhandelte Themen sind nicht nur die (Fern-)Schule, Freundschaften und die Familie, sondern auch das Impfen und die Masken. Ausserdem berichten die Kinder von neuen Gewohnheiten, die während der Pandemie Einzug in ihren Alltag hielten. Eingeordnet werden die Aussagen der Kinder von Kindheitsexpertinnen des Zentrums Kindheiten in Schule und Gesellschaft der PH Zürich.
Erste Episode: Wünsche, Schlüsse und Einsichten
In der ersten Podcast-Episode berichten die Kinder von ihren zentralen Pandemie-Erfahrungen und blicken aus der Perspektive des Erlebten auch in die Zukunft. Sie äussern ihre Wünsche, Schlüsse und Einsichten nach dieser einschneidenden Situation. Sie greifen aus ihrem Blickwinkel Themen auf, die auch unter Erwachsenen zu Diskussionen Anlass gaben. Und sie fassen zusammen, was für sie in der Pandemiezeit gut funktionierte, aber auch was sie als belastend in Erinnerung behalten haben.
Zweite Episode: Homeschooling
In «Homeschooling», der zweiten Episode, erzählen die Kinder, wie es war, als im März 2020 plötzlich alle Routinen ausblieben, die den gewohnten Schullalltag ausmachten. Detailliert erinnern sich die Kinder zurück, als Schulkamerad:innen und Lehrpersonen auf einmal nur noch über die Bildschirme präsent waren und direktes Nachfragen und Rücksprachen unmöglich wurden. Sie berichten auch von den Herausforderungen, die sich stellen, wenn der Schulalltag in den eigenen vier Wänden stattfindet und gewohnte Zeitstrukturen wegfallen. Und sie schildern, was ihnen beim Lernen zu Hause konkret im Weg stand.
Dritte Episode: Leben im Lockdown
Die dritte Episode blickt auf das «Leben im Lockdown», als nicht nur die Schule, sondern das gesamte Leben plötzlich anders war: Das Abmachen und Unterwegssein mit Freund:innen war auf einen Schlag keine Selbstverständlichkeit mehr, physische Kontakte fehlten, Freizeitbeschäftigungen blieben aus, der Alltag musste neu strukturiert werden. Die Kinder berichten von Langeweile und einem ansteigenden Medienkonsum, aber auch von neuen Strategien und Einfällen rund um die Gestaltung ihres Alltags unter den Bedingungen der Pandemie.
Vierte Episode: Familie in der Pandemie
In der vierten Episode «Familie in der Pandemie» erzählen die Kinder, wie es war, als die Familie plötzlich zum Ort wurde, an dem sich der gesamte Alltag aller Familienmitglieder abspielte. Die Kinder erzählen über «dicke Luft zu Hause», von nervigen Geschwistern, aber auch von der Möglichkeit, Beziehungen zu Geschwistern neu zu gestalten. Sie berichten von Eltern im Home-Office und sozialen Neuordnungen in der Familie. Sie drücken ihre Sorgen um vulnerable Grosseltern aus und erzählen eindrücklich, wie sie unter dem Social Distancing und dem verordneten Kontaktabbruch zu den Grosseltern litten. Auch die Sorge um im Ausland lebende Familienangehörige ist dabei Thema.
Fünfte Episode: Masken und Impfen
In der fünften Episode «Masken und Impfen» der Serie «Sch*** Corona – Kinder erzählen aus der Pandemie» berichten die Kinder, wie die Pandemie neue und teilweise umstrittene Gewohnheiten mit sich brachte: Abstandhalten, Maskentragen, Testen und Impfen. Sie schildern, wie sie sich mit der neuen Situation und den Massnahmen arrangierten. Besonders interessant ist, wie die Kinder hinsichtlich des Impfens auf Wissen Bezug nehmen, das auch die medialen Debatten und die Welt der Erwachsenen prägte.
Weitere Informationen
Der Podcast ist ein Projekt des Zentrums Kindheiten in Schule und Gesellschaft der PH Zürich, der Stiftung Mercator Schweiz und der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und wurde von Eric Facon und Darren Hayne zusammen mit Oxana Ivanova-Chessex, Jelica Popović, Anja Sieber Egger und Gisela Unterweger produziert.