In Frieden lernen: Massnahmen zur Förderung der Toleranz und gegen Diskriminierung
Also available in English
Inhalt dieser Seite
Steckbrief
- Projektleitung
- Wiltrud Weidinger Meister (PHZH), Judith Hollenweger Haskell (PHZH)
- Projektteam
- Sabina Brändli (PHZH), Eva Pruschy (PHZH), Kai Felkendorff (PHZH)
- Organisationseinheit
- W-IB (Internationale Bildungsentwicklung)
- Projektphase
- Abgeschlossen (1.9.2024 – 31.12.2025)
- Projekttyp
- Dienstleistungsprojekt
- Finanzierung
- Kanton Zürich, PH Zürich, Stadt Zürich
- Beteiligte Institutionen
- Volksschulamt Kanton Zürich, Bildungsdirektion Kanton Zürich; Präsidialdepartement der Stadt Zürich; Fachstelle Diversität, Integration, Antirassismus der Stadt Zürich; Fachstelle für Gewaltprävention Stadt Zürich, Schulamt der Stadt Zürich; Schulpsychologischer Dienst Stadt Zürich; Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG); Plattform Liberale Juden Schweiz (PLJS); Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ); Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA); Zürcher Forum der Religionen (ZFR); Zürcher Institut für Interreligiösen Dialog (ZIID); National Coalition Building Institute Schweiz (NCBI); Stiftung für Erziehung zur Toleranz (SET); Ummah – Muslimische Jugend Schweiz
Beschreibung
Die jüngsten geopolitischen Krisen, insbesondere der Nahostkonflikt und der Krieg in der Ukraine, haben weltweit zu Spannungen geführt, die auch in den Bildungsräumen des Kantons Zürich spürbar sind. Diese Konflikte, zusammen mit den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, haben zu Polarisierungen geführt, die sich in Schulen bemerkbar machen. Konflikte zwischen Lehrpersonen und Schüler:innen sind häufiger geworden, was die Notwendigkeit für proaktive Massnahmen zur Förderung eines friedlichen Zusammenlebens verdeutlicht.
Das Projekt «In Frieden lernen» zielt darauf ab, Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und gemeinsame Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben zu schaffen. Dazu sollen die aktuellen Probleme im Bildungsbereich aus verschiedenen Perspektiven verstanden und eine gemeinsame Position erarbeitet werden. Im Zentrum steht das Recht aller Schüler:innen auf eine inklusive, respektvolle und sichere Bildung. Das Projekt fördert die Zusammenarbeit zwischen Bildungsexpert:innen, Organisationen, Religionsgemeinschaften und Institutionen, um eine verbindliche Zielsetzung zu erreichen.
Neben der Entwicklung gemeinsamer Grundlagen sollen praktische Hinweise erarbeitet werden, die Schulen und Lehrpersonen zur Verfügung stehen. Diese basieren auf gesetzlichen Grundlagen, Empfehlungen der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und vorhandenen Handreichungen. Der Fokus liegt auf kooperativen Problemlösungen auf verschiedenen Ebenen des Bildungssystems. Das geplante Vorgehen ist ein gemeinsamer, ergebnisoffener Prozess, in dem Partner aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Am Ende des Prozesses steht eine Handreichung «In Frieden lernen» für Lehrpersonen, Schulen und Bildungsinstitutionen zur Verfügung.
Bei «In Frieden lernen» handelt es sich um ein Projekt der Abteilung Internationale Bildungsentwicklung.
Beiträge zum Projekt
«Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben entwickeln», Akzente-Magazin 4/2024
Projektergebnisse

In Zusammenarbeit mit dem Volksschulamt des Kantons Zürich und der Stadt Zürich sowie mit jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften und weiteren Fachstellen fanden mehrere Austauschtreffen statt, um die Grundlagen von «In Frieden lernen» zu erarbeiten. Gleichzeitig führte das Projektteam Fokusgruppengespräche mit Lehrpersonen, Schulleitungen und Fachpersonen und erarbeitete daraus konkrete Fallbeispiele, die anschliessend mit den Projektpartner:innen geprüft und ergänzt wurden. Das Ergebnis dieses Prozesses ist eine Website, die Schulen im Umgang mit konfliktsensiblen Situationen unterstützt.
Die Website infriedenlernen.ch bietet praxisnahe Unterstützung für Schulleitungen, Lehrpersonen und Eltern. Fallbeispiele zeigen etwa Handlungsmöglichkeiten bei diskriminierenden oder rassistischen Äusserungen auf dem Pausenplatz oder wenn ein Konflikt unter Schüler:innen eskaliert. Auf der Plattform finden sich zudem weiterführende Unterrichtsvorschläge, Materialien, Hintergrundwissen sowie Kontakte zu Fachstellen. Darüber sind in Zusammenhang mit dem Projekt Weiterbildungsveranstaltungen geplant, welche ebenfalls auf der Website publiziert werden.
