ChanceMathematik:  Chancengerechtigkeit beim Mathematiklernen

Studierende sind in Schulmathematik häufig fachlich unsicher und haben negative Einstellungen. Das Projekt setzt an dieser Problematik an. Ziel ist ein Konzept für mehr Chancengerechtigkeit beim Lehren und Lernen von Mathematik.

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Steckbrief

Projektleitung
Barbara Drollinger-Vetter (PHZH)
Projektteam
Roland Keller (PHZH), Barbara Ott (PHSG), Kurt Hess (PHZG), Michael Prusse (PHZH)
Organisationseinheit
A-FD (Master Fachdidaktik)
Projektphase
Laufend (1.2.2025 – 31.3.2027)
Projekttyp
Fach- und Angebotsentwicklungsprojekt
Finanzierung
Projektgebundene Beiträge (Swissuniversities)
Beteiligte Institutionen
PH St. Gallen, PH Zug

Beschreibung

Das Projekt «ChanceMathematik» benennt Chancenungerechtigkeit im Bildungssystem aus fachdidaktischer Sicht und entwirft in einer Kooperation zwischen drei Pädagogischen Hochschulen (St. Gallen, Zug und Zürich) nachhaltige Massnahmen, um dieser Chancenungerechtigkeit zu begegnen. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass viele Studierende, die eine Lehrbefähigung im ersten und zweiten Zyklus anstreben, bereits in der Schulmathematik (das heisst bei fachlichen Themen der Primarstufe) fachlich unsicher sind und ungünstige motivationale Einstellungen zum mathematischen Lernen mitbringen.

Fehlende fachliche Kompetenzen und negative Einstellungen können aufgrund des geringen Umfangs an entsprechender Ausbildungszeit an den Pädagogischen Hochschulen kaum aufgearbeitet werden und erschweren den darauf aufbauenden Erwerb von fachdidaktischem Wissen. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass angehende Lehrpersonen ihren Schüler:innen (insbesondere solchen mit besonderem Förderbedarf) nicht gerecht werden können. In einem solchen Fall geben Studierende, die eine Benachteiligung in Mathematik während ihrer eigenen Schulzeit erfahren haben, später als Lehrpersonen diese Benachteiligung an ihre Schüler:innen, insbesondere solchen mit speziellem Förderbedarf im Fach Mathematik, weiter. Die Chancenungerechtigkeit reproduziert sich also, was im Projekt als doppelter Teufelskreis der Chancenungerechtigkeit bezeichnet wird.

Ziel des Projekts ist es, diesen doppelten Teufelskreis im Fach Mathematik des Zyklus 1 und 2 zu unterbrechen, indem Ausprägungen für diese spezielle Chancenungerechtigkeit identifiziert werden und PH-übergreifend ein Konzept für Gegenmassnahmen entwickelt wird. Das Projekt leistet damit auf konzeptueller Ebene einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit im Bildungssystem, gleichzeitig aber auch zur Behebung des Lehrpersonenmangels, zur Qualität in der Lehrpersonenbildung und zur Verbesserung des Mathematikunterrichts. Ausserdem trägt es zu einer Förderung der Teilhabe an einem chancengerechten Bildungssystem bei.

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Barbara Drollinger-Vetter

+41 43 305 61 36