Algorithmische Sortierungen in der schulischen Bildung:  Zum Wechselspiel pädagogischer Vorstellungen und technologischer Visionen in der Ausgestaltung KI-gestützter Bildungstechnologien

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Das Projekt entschlüsselt das komplexe Wechselspiel von pädagogischen und technologischen Visionen. Es klärt damit wichtige Voraussetzungen dafür, künstliche Intelligenz (KI) sozial verantwortlich und pädagogisch anschlussfähig für die schulische Bildung zu nutzen.

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Steckbrief

Projektleitung
Kenneth Horvath (PHZH)
Organisationseinheit
F-BW-BDW (Bildung und Digitaler Wandel)
Projektphase
Abgeschlossen (1.10.2022 – 30.9.2026)
Projekttyp
Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Finanzierung
Schweizerischer Nationalfonds
Beteiligte Institutionen
EdTech-Collider Lausanne; Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; PH Luzern; ZeMKI (Universität Bremen)

Beschreibung

Mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) geht die Hoffnung einher, Bildungsprozesse radikal personalisieren und damit auch gerechter gestalten zu können. Diesen Visionen steht das mittlerweile breit bekannte Risiko algorithmischer Diskriminierung entgegen und damit die Gefahr, bestehende Bildungsbenachteiligungen eher zu verschärfen als abzubauen.

Noch befinden sich KI-gestützte Bildungstechnologien in der Phase ihrer Entwicklung und Erprobung. Die Frage ihrer tatsächlichen sozialen und pädagogischen Auswirkungen ist entsprechend noch nicht entschieden. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt das Wechselspiel von zwei Handlungsfeldern, die für die Arbeit an und mit KI in der schulischen Bildung eine Schlüsselrolle spielen, bislang aber kaum in ihren vielfältigen Wechselbezügen in den Blick genommen wurden: das pädagogische Feld und das technologische Feld.

Im Projekt werden zwei empirische Bausteine kombiniert:

  • In Fokusgruppen («qualitativen Experimenten») wird untersucht, auf welche pädagogischen und technologischen Vorannahmen Akteur:innen in beiden Feldern zurückgreifen, wenn sie über die Versprechen und die Risiken von algorithmischen Sortierungen in der Bildung nachdenken und debattieren.
  • In Fallstudien wird untersucht, wie auf Grundlage dieser Vorstellungen in konkreten Situationen des beruflichen Alltags konkrete Entscheidungen zur technologischen Ausgestaltung bzw. zum pädagogischen Einsatz von KI-gestützten Bildungstechnologien getroffen werden.

Auf dieser Grundlage will das Projekt Spannungen und Widersprüche zwischen pädagogischen und technologischen Visionen offenlegen, die verstehen helfen, warum KI-gestützte Technologien zu ungewollten Benachteiligungen führen können. Damit sollen gleichzeitig wichtige Voraussetzungen für eine reflektierte, sozial verantwortliche und pädagogisch nachhaltige Arbeit an und mit KI-gestützten Technologien identifiziert werden.

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Kenneth Horvath

+41 43 305 68 63