DAS Schulleitung : Weiterbildung für Schul­lei­tun­gen in Zürich und in Bar­ce­lo­na

Im Rahmen des DAS Schulleitung trafen sich 21 Schulleiter:innen an der Schweizerschule Barcelona, um mehr über interkulturelle Zusammenarbeit und lokales Schulmanagement zu erfahren. Das Modul wird diesen Herbst erneut durchgeführt.

Dienstag, 4. August 2026

Letzten Herbst fand zum ersten Mal ein Modul des Diploma of Advanced Studies (DAS) Schulleitung der PH Zürich an einer vom Bund anerkannten Schweizerschule im Ausland statt. 21 Teilnehmende des Moduls Schulführung international reisten für drei Tage nach Katalonien, um an der Schweizerschule Barcelona hautnah zu erleben, wie strategisches Management, interkulturelle Zusammenarbeit und pädagogische Praxis ineinandergreifen.

Zur Vorbereitung vermittelte Hansjürg Brauchli, Dozent am Zentrum für Management und Führung der PH Zürich und Verantwortlicher für das Modul, theoretische Einblicke in verschiedene Führungsmodelle und liess die eigenen Führungsansätze reflektieren. In Barcelona teilte Pascal Affolter, Schulleiter der Schweizerschule Barcelona, seinerseits seine Erkenntnisse zu strategischem Schulmanagement, Governance, Fundraising sowie Marketing und Kommunikation mit den Teilnehmenden. Serge Künzler, Direktor von Educationsuisse, stellte zudem die Struktur und gesetzlichen Grundlagen der Schweizerschulen im Ausland sowie die Arbeit des Dachverbands educationsuisse vor.

Die Teilnehmenden und Dozierenden des DAS-Moduls Schulleitung der PH Zürich, das erstmals an einer Schweizerschule im Ausland durchgeführt wurde.
Die Teilnehmenden und Dozierenden des DAS-Moduls Schulleitung der PH Zürich, das erstmals an einer Schweizerschule im Ausland durchgeführt wurde.

Die Schweizerschule Barcelona bot den idealen Rahmen für diesen Austausch im internationalen Kontext. Eine virtuelle Podiumsdiskussion mit Bettina Huber, Co-Schulleiterin der Schweizerschule in Mexiko-Stadt, und Walter Stooss, Schulleiter der Schweizerschule in Santiago, eröffnete weitere Perspektiven. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Führungsansätze, interkulturelle Herausforderungen sowie Unterschiede zwischen der Schulleitung in der Schweiz und im Ausland. Der Austausch war praxisorientiert und offen und zeichnete sich durch grosses persönliches Engagement aus.

Ziel des Moduls ist es nicht nur, den Teilnehmenden neue Perspektiven zu eröffnen, sondern auch die 17 Schweizerschulen in Europa, Asien und Lateinamerika bei Schulleitenden in der Schweiz bekanntzumachen.

Ein Perspektivwechsel mit Tiefgang

Für viele Teilnehmende war das Modul denn auch weit mehr als eine Weiterbildung; es war ein Perspektivenwechsel. Kilian Imwinkelried, Schulleiter in Opfikon, beschrieb seine Motivation zur Teilnahme so: «Mich reizte die Internationalität – ein Exkurs in ein anderes, aber verwandtes System. So entdeckt man blinde Flecken und gewinnt neue Einsichten.»

Auch Sarah Lenz, Schulleiterin im zürcherischen Gossau, sprach von einer bereichernden Erfahrung: «Der Vergleich mit der Schweizerschule Barcelona war spannend und inspirierend. Der Perspektivenwechsel und der Rundumblick haben mir gezeigt, wie internationale Erfahrungen das Berufsbild der Schulleitung bereichern können.»

Bob Klenk, Quereinsteiger und Schulleiter in Horgen, hob den Unternehmergeist der Schweizerschulen im Ausland hervor: «Mich hat das unternehmerische Denken begeistert. Die Verantwortungsspanne ist hier noch deutlich grösser – und gleichzeitig herrscht eine sehr respektvolle Atmosphäre.»

Und Julia Ann Stüssi, Schulleiterin in Stadel, zeigte sich beeindruckt vom Spirit der Schule: «Die Dynamik und Innovationsfreude in der gesamten Organisation, beispielsweise im Community Building, waren inspirierend. Ich nehme viele Ideen für meine eigene Schule mit – und kann mir auch gut vorstellen, einmal an einer Schweizerschule im Ausland zu arbeiten.»

Schulleiter:innen aus der Schweiz diskutieren in einer hybriden Podiumsdiskussion mit Bettina Huber, Co-Schulleiterin in Mexiko-Stadt, Walter Stooss, Schulleiter in Santiago de Chile, Pascal Affolter, Schulleiter in Barcelona, und Serge Künzler, Direktor Educationsuisse.
Schulleiter:innen aus der Schweiz diskutieren in einer hybriden Podiumsdiskussion mit Bettina Huber, Co-Schulleiterin in Mexiko-Stadt, Walter Stooss, Schulleiter in Santiago de Chile, Pascal Affolter, Schulleiter in Barcelona, und Serge Künzler, Direktor Educationsuisse.

Austausch, Tiefe und Vielfalt

Neben den Inputs von Fachleuten erhielten die Teilnehmenden durch Unterrichtsbesuche, gemeinsame Mittagessen und Gespräche mit dem Kollegium einen authentischen Einblick in den Schulalltag an der Schweizerschule in Barcelona. Die Teilnehmenden hoben die Tiefe der Diskussionen und die Vielfalt der Perspektiven hervor. Linda Sulzer, Schulleiterin in Zürich, resümierte: «Das Modul war inhaltlich wie persönlich bereichernd und hat zahlreiche neue Perspektiven eröffnet.» Auch Silke Herr, Schulleiterin in Rüti, sprach von einem «Modul mit Strahlkraft und persönlicher Weiterentwicklung».

Nach dem Erfolg im letzten Jahr findet das Modul Schulführung international auch diesen Herbst wieder in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerschule in Barcelona statt. Es ist eines von zahlreichen Weiterbildungsangeboten an der PH Zürich mit internationaler Ausrichtung.

Hinweis

Dieser Text wurde ursprünglich auf educationsuisse.ch veröffentlicht. Wir danken dem Dachverband der Schweizerschulen im Ausland für die Erlaubnis, hier eine angepasste Version zu veröffentlichen.

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