Materialien : Zusammenarbeit weiterentwickeln mit dem ZaS-Baukasten

Durch die multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schulen wird das Wie des gemeinsamen Handelns zu einem entscheidenden Faktor. Ein von der PH Zürich mitentwickelter Baukasten bietet Materialien, um die Zusammenarbeit an Schulen (ZaS) zu reflektieren und inklusionsorientiert weiterzuentwickeln.

Mittwoch, 27. November 2024

Die PH Zürich hat in Zusammenarbeit mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) und dem Volksschulamt des Kantons Zürich (VSA) Grundlagen und Materialien für eine inklusionsorientierte und multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schulen (ZaS) entwickelt. Das Ergebnis ist nach dreijähriger Projektarbeit nun auf der Website zusammenarbeitanschulen.ch greifbar. PHZH-Dozentin und Co-Projektleiterin Regula Spirig gibt Einblicke in das Projekt.

Regula Spirig, Sie haben am Projekt ZaS mitgewirkt: Was war das Anliegen?
Eine gute Zusammenarbeit wird angesichts von schulischem Ganztagesbetrieb, fächerübergreifenden Themen und inklusionsorientierten Lernangeboten immer entscheidender an Schulen. Die Arbeitsfelder der verschiedenen Berufsgruppen überschneiden sich. Vor diesem Hintergrund ist das Kooperationsprojekt entstanden. Ziel ist es, die multiprofessionelle und inklusionsorientierte Zusammenarbeit an Schulen zu fördern. Dazu haben wir Grundlagen zusammengetragen, Materialien erarbeitet und in Zusammenarbeit mit vier Pilotschulen erprobt und weiterentwickelt. Das Ergebnis ist Arbeitsmaterial, das nun allen Schulen frei zur Verfügung steht.

Was beinhaltet der ZaS-Baukasten konkret?
Auf der Website zusammenarbeitanschulen.ch können sich Schulen über ZaS informieren und die Materialien runterladen. Der ZaS-Baukasten besteht aus zwölf Bausteinen, die sich auf drei Fokusebenen verteilen: Schulführung, Schulteam und Mitarbeitende. Jeder Baustein bietet Materialien und Methoden zur Weiterentwicklung bestimmter Aspekte der Zusammenarbeit und Vorlagen für deren Bearbeitung. Dies können zum Beispiel die Themen «Gegenseitiges Vertrauen», «Entscheidungsfindung im Team» oder «Entlastung durch geteilte Verantwortung» sein. ZaS bietet auch eine Vorlage für eine Organisationsanalyse, was die Ausgangslage und Anknüpfungspunkte sichtbar macht.

Wie der ZaS-Baukasten nutzbar ist, erklärt dieser kurze Film.

Das Thema ist sensibel und komplex – wie kann eine Schule das Material am besten nutzen?
Grundsätzlich können die Schulen eigenständig mit dem Baukasten arbeiten. Wir empfehlen, mit der Organisationsanalyse zu beginnen, dann drei bis vier Bausteine auszuwählen, die zu den analysierten Themen passen, und diese dann schwerpunktmässig zu bearbeiten. Falls eine Schule in ihrem Prozess begleitet werden möchte, bieten die HfH und die PH Zürich Weiterbildungen und Dienstleistungen zur Arbeit mit ZaS an. Es lohnt sich, zu Beginn gut abzuklären, warum das Thema Zusammenarbeit für die Schule überhaupt wichtig ist. Und dann einen Baustein über einen längeren Zeitraum zu bearbeiten, damit man wirklich in die Tiefe gehen kann und Entwicklungen sichtbar werden.

Wird ZaS weiterentwickelt?
Wie bei fast allen Themen in der Schule werden wir auch beim ZaS-Baukasten nach Projektende über Weiterentwicklungen nachdenken und gegebenenfalls neue Inhalte auf die Website stellen, ja. Wir durften den ZaS-Baukasten im November bereits an verschiedenen Bezirkstreffen des VSA mit Schulen vorstellen und das Angebot stiess auf reges Interesse. Auch ausserhalb des Kantons Zürich wurde uns bereits Interesse signalisiert. Wir werden alle Anregungen aufnehmen und ZaS sicher auch weiter ausbauen.

Angebote zu ZaS

  • Freie Plätze – Durchführung gesichert

  • Freie Plätze – Durchführung gesichert

  • Freie Plätze

Kontakt

Porträtfoto von Regula Spirig Esseiva

+41 43 305 56 97

Porträtfoto von Karin Zopfi Bernasconi

+41 43 305 55 46