CAS Schule entwickeln:  Profil Digitalität / Profil Tagesschule / Individueller Schwerpunkt

Der CAS liefert neue Erkenntnisse zu innovativer Schulentwicklung. Sie bringen ein Projekt mit, wir unterstützen die Realisierung. Im Grundlagenteil bauen Sie ein fundiertes Verständnis auf, danach vertiefen Sie Ihre Erkenntnisse je nach Profil. 

Inhalt dieser Seite

Steckbrief

Datum
11. September 2024 – 2. September 2025
Ort
Campus PH Zürich
Zielgruppe
Dozierende, Erwachsenenbildende, Führungspersonen, Lehrpersonen Sekundarstufe II, Lehrpersonen Zyklus 1, Lehrpersonen Zyklus 2, Lehrpersonen Zyklus 3, Schulbehörden
ECTS-Punkte (CP)
10 CP
Kosten
8350 CHF
Anlass-Nr.
CAS SEN 03

Ziele

Die Teilnehmenden

  • kennen Schlüsselfaktoren der Schulentwicklung und können diese auf das eigene Entwicklungsvorhaben übertragen.
  • können einen konkreten Veränderungsprozess an ihrer Schule strategisch aufgleisen und begleiten.
  • verstehen Schulentwicklung als Prozess, der verschiedene Ebenen betrifft: Haltungen, Kommunikation/Interaktion/ Zusammenarbeit, Berufskompetenzen, organisationale Prozesse, Rahmenbedingungen.
  • arbeiten mit Hilfe der Faktoren an einem eigenen Projekt
  • werden von ausgewiesenen Expert:innen unterstützt.
  • treten mit anderen verantwortlichen Personen in Kontakt, die verschiedene Projekte umsetzen.

Zielgruppe

  • Schulleitungen
  • Pädagogische Fachperson mit Führungsverantwortung (wie z.B. Jahrgangs-, Stufen- oder Zyklenleitungen, Steuergruppenmitglieder, …)
  • PICTS und ICT-Fachstellenleiter:innen (Profil Digitalität)
  • Leitungen Betreuung (Profil Tagesschule)
  • Projektverantwortliche
  • Behördenmitglieder

Inhalte

Der Lehrgang orientiert sich an den Faktoren des Schulentwicklungsrads, das von der PH Zürich und dem Schulamt Fürstentum Liechtenstein entwickelt wurde. Es zeigt handlungsleitende Faktoren, zum Beispiel

  • wie ein Veränderungsprozess aufgegleist werden kann,
  • auf was bei der Zusammenarbeit in der Schule, aber auch zwischen Behörden und Schulen geachtet werden sollte, 
  • welche Haltungen und Emotionen in der Schulentwicklung ins Spiel kommen können und wie man als Führungsperson proaktiv an ihnen arbeitet,
  • welche Rahmenbedingungen beachtet werden sollten und wie eine Führungsperson den entstehenden Gestaltungsspielraum nutzen kann.

Die Module 1 bis 3 und 6 werden von allen Profilen gemeinsam belegt. Die Module 4 und 5 sind je nach Profil verschieden. 

Teilnehmende des Profils Digitalität arbeiten neben den Modulen in Learning Circles, in denen sich Peers gegenseitig Rückmeldung geben. Teilnehmende des Profils Tagesschule und des individuellen Schwerpunkts haben während regelmässiger Prozessbegleitungen genug Zeit, sich mit Peers über ihre Entwicklungsvorhaben auszutauschen. In jedem Profil werden Sie daneben von Expert:innen unterstützt.

Perspektiven

Bei erfolgreichem Abschluss des CAS wird der Titel «Certificate of Advanced Studies: Schule entwickeln — Profil Digitalität / Profil Tagesschule / eigenes Thema» 10 ECTS verliehen.

Aufbau

Modul 1 Grundlagenmodul 
Die Übernahme von Verantwortung und Führung in Veränderungsprozessen fällt einfacher, wenn relevante Entwicklungsfaktoren bekannt und Vorgehensweisen sorgfältig durchdacht worden sind. Aus diesem Grund erarbeiten wir im Grundlagenmodul einen kompakten Überblick anhand eines Beispiels aus der Schulentwicklungspraxis und fokussieren Schritte, welche in Veränderungsprozessen eine entscheidende Rolle spielen. Dazu gehören neben dem Aushandeln von Gestaltungsspielräumen und Zielsetzungen vor allem auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Entwicklungen für die Beteiligten.  

Modul 2
Schulentwicklung setzt das Lernen aller Beteiligten voraus und zielt gleichzeitig darauf ab, Lernen – in erster Linie das der Schüler:innen – zu ermöglichen. Das zweite Modul beginnt deshalb mit der Frage, welche Lernverständnisse den Veränderungsprozessen zu Grunde liegen. Gleichzeitig beschäftigen Sie sich mit dem eigenen Verständnis von Lernen und setzen sich damit auseinander, wie ein konsensfähiges Lernverständnis Entwicklungen unterstützen kann. 
Lernen und Entwicklung sind immer verknüpft mit Haltungen und Emotionen. Wir thematisieren Möglichkeiten, Haltungen und Emotionen in Entwicklungsprozessen aktiv einzubeziehen und besprechen die Rolle jener Personen, die Führung und Verantwortung in solchen Prozessen übernehmen. 
Das zweite Modul endet mit ausführlichen Erläuterungen zum Schweizer Bildungssystem, das als «ausgeprägtes Mehrebenensystem» konzipiert ist. Es wird aufgezeigt, welcher Ebene welche Aufgabe zukommt, wie diese Aufgabenteilung zusammenhängt und welche Auswirkungen dieses Zusammenspiel auf Schulentwicklung hat.

Modul 3
Mit Kommunikations- und Kooperationsformen lassen sich innerhalb der eigenen Organisation und über die Organisationsgrenzen hinweg Ziele und Sinn von Entwicklungen aushandeln und umsetzen. Da jedes Vorhaben darauf angewiesen ist, vorhandene individuelle und organisationale Kompetenzen zu nutzen und gezielt zu erweitern, prüfen die Teilnehmenden ihre eigene Organisation daraufhin, welches Wissen und Kompetenzen vorhanden sind und wie fehlende Kompetenzen neu erschlossen werden können. Und schliesslich steht das Führungshandeln im Zentrum. Es wird aufgezeigt, wie eine Führungsperson mit den Faktoren «spielen» kann. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf vier Schwerpunkte gelegt, die sich bei der Analyse, Planung und Reflexion von Entwicklungsprozessen eignen: 

  • Richtung klären und Vision entwickeln
  • Lernen und Lehren sichtbar machen und verbessern
  • Menschen und Beziehungen fördern
  • Organisation (um)gestalten

Module 4 und 5
Die Module 4 und 5 unterscheiden sich je nach Profilwahl. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Profile sind in den Ausschreibungen zu finden.

Modul 6
Im Abschlussmodul werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst, die einzelnen Projekte und ihre Ergebnisse vorgestellt und thematisiert, wie die einzelnen Faktoren auf jedes andere Projekt übertragen werden kann.

Arbeitsweise

Einzelne Angebote sind als «didaktischer Doppeldecker» konzipiert: sowohl die Inhalte wie auch die didaktisch-methodische Bearbeitung können für eigene Schulentwicklungsprojekte genutzt werden. Die Bestandteile des Lehrgangs bieten eine Mischung zwischen Selbstreflexion über die eigene Haltung kombiniert mit Wissens- und Kompetenzerwerb und sind darauf ausgerichtet, Schul- und Projektleitungen zu stärken. Dadurch erhalten die Teilnehmenden neben den inhaltlichen Vertiefungen auch eine Bandbreite an Methoden, die sie an ihrem Arbeitsort nutzen können.

Dokumente

Hinweise

Eine Videobotschaft unserer Lehrgangsleiter finden Sie auf Youtube:

Video mit Lehrgangsleiter Reto Kuster, Profil Tagesschule

Video mit Lehrgangsleiter Tobias Röhl, Profil Digitalität

Video mit Lehrgangsleiter Frank Brückel, Profil individuell

Haben Sie Fragen oder möchten Sie die Lehrgangsleitung kennenlernen?

Kontakt

Porträtfoto von Bahar Isik

Bahar Isik

Verwaltungsassistentin

+41 43 305 65 58

Leitung

  • Porträtfoto von Prof. Dr. Frank Brückel

    +41 43 305 63 80

  • Prof. Dr. Tobias Röhl

  • Porträtfoto von Eliane Burri

    +41 43 305 51 78