Curriculumentwicklung: In Kooperation mit der Universität St. Gallen
Bei der Entwicklung von Curricula stehen zunächst didaktische Fragen – angestrebte Lernergebnisse sowie ein didaktisches Profil – im Mittelpunkt. Damit aus einem Curriculum gelebte Lehr- und Studienpraxis wird, braucht es jedoch mehr: Einerseits sind die disziplinären Kulturen der beteiligten Fächer zu berücksichtigen, die jeweils eigene Vorstellungen von Wissenschaft und Lehre mit sich tragen. Andererseits sollte ein Studiengang, um dauerhaft Bestand zu haben, auch den Rahmenbedingungen der Hochschule gerecht werden, zu deren Profil passen und zur strategischen Weiterentwicklung beitragen. Schliesslich braucht es konkrete Vorstellungen darüber, wie die Studierenden ihr Studium idealerweise gestalten sollten.
Dazu gehören neben dem Studienverlauf auch Wertvorstellungen zum Verhalten der Studierenden, dem sozialen Umgang im Studium, dem Verhältnis zu den Dozierenden u.v.m. Studiengangsentwicklung, die in einer lebendigen Studienpraxis resultiert, ist demzufolge mehr als die Planung eines Curriculums. Vielmehr sind StudiengangsentwicklerInnen auch Change AgentInnen: Sie vermitteln zwischen Anspruchsgruppen, werben um Ressourcen, entwickeln und vertreten Ideen einer bestimmten Lehr-/Lernkultur. Während des Kurses sind die TeilnehmerInnen aufgefordert, diese Perspektive auf ihre eigene Hochschule zu übertragen und sich selbst in der Rolle als Change AgentIn für einen Studiengang zu engagieren.
Blogbeitrag von Tobias Jenert: Das Curriculum zum Leben erwecken
Inhalt dieser Seite
Steckbrief
- Datum
- Donnerstag, 29. Juni 2017, 8.30–17 Uhr
- Ort
- Universität St. Gallen
- ECTS-Punkte (CP)
- 1 CP
- Kosten
- 800 CHF
- Anlass-Nr.
- HSD CUR LSH 06.2017
Zielgruppe
Angesprochen sind primär:
- Modulverantwortliche und Studiengangsleitende in Aus- und Weiterbildung,
- Personen, welche sich in einer Querschnittsfunktion mit der Qualitätsentwicklung in der Lehre an Hochschulen und Institutionen der Erwachsenenbildung beschäftigen, beispielsweise als Qualitätsverantwortliche, E-Learning Spezialistinnen, Hochschuldidaktiker
- Mitarbeitende im Stab der Hochschulleitung.
Arbeitsweise
Die Inhaltsmodule des Kurses sind didaktisch jeweils ähnlich strukturiert und verlaufen nach folgender Dramaturgie:
- Kernidee, Konzepte und Modelle: In einem kurzen Input wird jeweils eine Kernidee vertreten (z.B. „Studiengangsentwicklung sollte einen Beitrag zur Hochschulentwicklung leisten).
- Beispiele und Diskussion: Modelle und Konzepte werden mit Beispielen aus der Arbeitspraxis des Kursleiters unterlegt und zur Diskussion gestellt.
- Anwendung und Transfer: Die Teilnehmenden wenden Konzepte und Modelle auf ihren eigenen Arbeitskontext an und prüfen deren Transferierbarkeit.
Kursziele
- Sie kennen und verstehen ein ganzheitliches Modell der Studiengangsentwicklung, das neben curricularen auch lernkulturelle und organisationale Aspekte der Hochschule berücksichtigt.
- Sie sind in der Lage, für die Studiengangsentwicklung zentrale Anspruchsgruppen an ihrer eigenen Hochschule zu identifizieren.
- Sie können Beiträge eines Studiengangs zum Profil der Hochschule benennen und gegenüber relevanten Anspruchsgruppen kommunizieren.
- Sie können eine angestrebte Lehr-/Lernkultur für einen Studiengang konturieren und Massnahmen zu deren Entwicklung entwerfen.
Kursleitung
Dr. Tobias Jenert, Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen
Weitere Informationen
Lektionen
| Datum/Zeit | Raum | Dozent:in |
|---|---|---|
| Donnerstag, 29. Juni 2017, 8.30–17 Uhr | ||
| Freitag, 30. Juni 2017, 8.30–17 Uhr |