PHZH-Makerspace : Ein Raum, um interdisziplinäre Projekte zu realisieren

Der Makerspace auf dem Campus der PH Zürich lädt dazu ein, Digitales und Kreativität miteinander zu verbinden. Im Interview spricht Bernadette Spieler, Professorin an der PH Zürich, über das Angebot und verrät, wie Lehrpersonen, Studierende und Mitarbeitende davon profitieren können.

Montag, 30. September 2024

Making schafft Möglichkeiten, sich über ein offenes Lernsetting und kreative Projektarbeit mit problemorientierten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dafür bietet der Makerspace auf dem Campus der PH Zürich (LAD-U6) einen offenen Kreativ-Raum für Lehrpersonen und Studierende. Neu laden sogenannte Making-Ateliers zum Experimentieren mit verschiedenen Materialien und (digitalen) Werkzeugen ein.

Makerspace PHZH

Bernadette Spieler, was ist Making und welchen Raum bietet ein Makerspace dafür?
Bei Making geht es um Basteln, Experimentieren und Ausprobieren. Es ist ein kreativer und mutiger Umgang mit digitalen Technologien. Und es ist ein pädagogischer Ansatz, der handlungsorientiertes und projektbasiertes Lernen fördert, indem digitale und analoge Inhalte innovativ miteinander kombiniert werden. Durch die Arbeit mit Technologien wie 3D-Druck, Physical Computing oder Prototyping erfahren die Lernenden nicht nur einen kreativen und selbstständigen Umgang mit digitalen Werkzeugen, sondern auch das Zusammenspiel von Soft- und Hardware, um eigene Ideen zu verwirklichen. Der Makerspace auf dem Campus der PH Zürich spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er bietet den idealen Raum, um solche interdisziplinären Projekte zu realisieren. Lehrpersonen und Studierende aus der Praxis können hier ihre MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in realen Projekten anwenden und weiterentwickeln. Der Makerspace der PH Zürich stellt dafür eine breite Palette von Werkzeugen und Materialien zur Verfügung, darunter 3D-Drucker, Lasercutter, Stick- und Nähmaschinen sowie Einplatinencomputer, Sensoren, Aktoren, und Robotikmaterialien.

Inwiefern können Lehrpersonen von Making profitieren – und dadurch bestenfalls auch ihre Schüler:innen?
Making bietet vielfältige Möglichkeiten, fächerübergreifend zu lehren und zu lernen und dabei insbesondere die informatischen Kompetenzen zu stärken. Im Fokus stehen Fächer wie Medien und Informatik; Natur, Mensch, Gesellschaft oder Textiles und Technisches Gestalten. Durch die Integration von projektorientiertem Arbeiten werden zentrale Themen wie Nachhaltigkeit oder Entrepreneurship-Education in den Lernprozess integriert. So erfahren Lehrpersonen beispielsweise, wie digitale Kompetenzen genutzt werden können, um nachhaltige Lösungen für globale Probleme  zu entwickeln.

Wie können sich Interessierte an das Thema herantasten?
Der Makerspace an der PH Zürich bietet Weiterbildungen und offene Ateliers, die speziell darauf ausgelegt sind, dass Lehrende und Studierende inspiriert und befähigt werden, eigene Projekte durchzuführen und kreative Ideen auszuprobieren. Speziell mit den offenen Ateliers möchten wir ein niederschwelliges Angebot schaffen, um mutig tüfteln zu können und sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen. Die Ateliers werden in zwei Formen angeboten: basic und advanced. Die Basic-Ateliers dienen dazu, erste Erfahrungen im Umgang mit Making zu sammeln, zum Beispiel indem Prototypen oder Lernobjekte für den Unterricht entwickelt werden. Die Advanced-Ateliers bieten die Chance, besondere Tools auszuprobieren, etwa eine programmierbare Stickmaschine oder einen 3D-Drucker.

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