Konsortium DEEP : Digitalen Wandel an Schweizer Primarschulen gerecht und effektiv gestalten
Das Konsortium DEEP (Digital Education for Equity in Primary Schools) ist ein Zusammenschluss von sieben Hochschulen, welche die institutionelle, disziplinäre, methodologische und geografische Vielfalt der Schweizer Bildungsforschung widerspiegeln. Das Konsortium ist auf eine Gesamtlaufzeit von acht Jahren ausgelegt. Kenneth Horvath und Michael Geiss, Projektleiter des Konsortiums DEEP, sprechen über die Ziele und die Rolle der PH Zürich.
Kenneth Horvath und Michael Geiss, was ist das Ziel, das Sie mit dem Konsortium DEEP verfolgen?
Das Forschungskonsortium DEEP bringt in der Schweiz erstmals Pädagogische Hochschulen, eine Technische Hochschule und Universitäten zusammen, um den digitalen Wandel in der Primarschule zu erforschen. Ziel ist ein besseres, empirisch fundiertes Verständnis der Bedeutung digitaler Lernumgebungen in der Primarstufe. Die Einführung digitaler Tools in den Schulen geht häufig mit dem Versprechen der Personalisierung einher. Diese wird nicht nur als Möglichkeit gesehen, den Unterricht effektiver und effizienter zu gestalten, sondern auch für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Die verschiedenen Projekte in DEEP untersuchen nun, wie Anspruch und Wirklichkeit zusammenpassen. Der Forschungsansatz ist dabei translational. Das bedeutet, dass die Bedürfnisse und Erfahrungen aus der Bildungspraxis in die Projekte einfliessen und die Ergebnisse in das Feld zurückgespielt werden.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen?
Das Konsortium wird gemeinsam von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und der PH Zürich koordiniert. Zusammen mit fünf weiteren Schweizer Hochschulen führen wir verschiedene Forschungsprojekte durch. Alle Projekte sind kollaborativ angelegt, sodass stets mindestens zwei der Partnerhochschulen zusammenarbeiten. Das Konsortium DEEP ist zudem Teil der Initiative «Bildung in der Digitalität» der Jacobs Foundation, an der auch der Verein ProEdu und das Staatslabor beteiligt sind. Diese Zusammenarbeit dient dem Transfer der Forschungsergebnisse in Schulen, Gemeinden, kantonale und kommunale Behörden sowie in die Politik.
Was genau soll im Rahmen von DEEP erforscht werden?
In DEEP sind sieben kollaborative Forschungsprojekte geplant. Das thematische Spektrum der Projekte deckt ganz verschiedene Arten digitaler Lernsettings, unterschiedliche fachliche Kontexte und diverse Akteursgruppen ab. Die PH Zürich ist in zwei geplante Projekte involviert. Zum einen wird unter der Leitung von Barbara Getto und in Kooperation mit der PH St. Gallen und der Universität Zürich Fragen der Professionalisierung von Lehrkräften im Kontext der Digitalisierung nachgegangen. Zum anderen untersucht Tobias Röhl gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Zürich und der PH FHNW Grundlagen und Formen der technologiegestützten Differenzierung im Primarschulunterricht. Alle Projekte wurden wissenschaftlich begutachtet und starten in der ersten Jahreshälfte 2024.
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen zum Konsortium DEEP


