«Forschung im Dialog» : Chancen und Grenzen von Laienlehrpersonen
Tobias Leonhard, Sie sind Leiter der Abteilung Professions- und Systemforschung an der PH Zürich und haben das neue Veranstaltungsformat «Forschung im Dialog» ins Leben gerufen. Warum braucht es dieses Format und was will der Leistungsbereich Forschung & Entwicklung damit erreichen?
Im Leistungsbereich Forschung & Entwicklung an der PH Zürich werden Themen bearbeitet, die weit über die Grenzen der wissenschaftlichen Community hinaus von Bedeutung sind. Diese Themen wollen wir mit dem neuen Format nicht nur präsentieren, sondern auch zur Diskussion stellen. Dabei geht es auch darum, die Vielfalt der Forschungsansätze und deren Potenzial sichtbar zu machen. Der Dialog ist dabei nicht nur Titel, sondern Programm. Denn die Interpretation von Forschungsergebnissen und die Ableitung von Konsequenzen hängen von den Standpunkten und Interessen derjenigen ab, die sich auf diese Ergebnisse beziehen. Daher ist es sinnvoll, diese Interessen im Dialog sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Ich bin überzeugt, dass dies auch für ein breites bildungsinteressiertes Publikum interessant ist.
Die erste Ausgabe von «Forschung im Dialog» findet am 17. April 2024 unter dem Titel «Chancen und Grenzen von Laienlehrpersonen» statt. Wen möchte die PH Zürich mit dieser öffentlichen Veranstaltung ansprechen?
Das Format ist für alle Bildungs- und Forschungsinteressierten konzipiert. Ziel ist es, die Ergebnisse verständlich darzustellen und Positionen zu beziehen, die dann mit den Gästen diskutiert werden. Die Arbeit der Laienlehrpersonen hat im aktuellen Schuljahr im Kanton Zürich Einfluss auf etwa 12’000 Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, viele Schulkollegien und nicht zuletzt auf die Laienlehrpersonen selbst. Wir sind gespannt, wer von ihnen den Weg an die PH Zürich findet.
Was kann das Publikum an der ersten Ausgabe von «Forschung im Dialog» erwarten?
Der Einsatz von Laienlehrpersonen wird ambivalent und kontrovers diskutiert. Wir zeigen auf, wer sich für diesen Weg in den Lehrberuf entscheidet, welche Voraussetzungen dafür nötig sind und was es bedeutet «einfach so» Lehrerin oder Lehrer zu sein. Einfache Lösungen für den Lehrpersonenmangel sind dabei nicht zu erwarten. Wer jedoch daran interessiert ist, was das Realexperiment der Laienlehrpersonen für sie selbst und für die «Ordnung der Wahrheit» zur Lehrpersonenbildung bewirkt, darf auf unsere Veranstaltung gespannt sein.
Zum Format
Die PH Zürich hat die Veranstaltungsreihe «Forschung im Dialog» ins Leben gerufen, um ihre Forschungstätigkeiten zu aktuellen und relevanten Bildungsthemen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ziel ist es, die Bedeutung der Forschung für das Schulfeld aufzuzeigen und im Dialog die Forschungsarbeit der PH Zürich zu aktuellen Themen des Schulfelds für ein breites bildungsinteressiertes Publikum sichtbar zu machen.