Hochschultag 2023 : «Künstliche Intelligenz wird Lehrpersonen nicht ersetzen – im Gegenteil»
Der Hochschultag der PH Zürich befasste sich dieses Jahr mit dem Thema «Evolution oder Disruption: Technologischer Wandel in der Bildung». In seiner Eröffnungsrede wies Rektor Heinz Rhyn denn auch auf die zunehmende Bedeutung von Bildung und Schule hin: «In Zeiten, in denen von Menschen verbreitete Fake News mit von Maschinen generierten Wahrheiten konkurrenzieren, und nicht immer klar und eindeutig ist, ob wir den Menschen oder den Maschinen vertrauen sollen, in diesen Zeiten wird die Funktion der Schule noch bedeutsamer.»
Auch Hauptreferent Tobias Röhl, Professor für Digital Learning and Teaching an der PH Zürich, der zu Herausforderungen und Chancen von Künstlicher Intelligenz sprach, betonte: «Künstliche Intelligenz wird Lehrpersonen nicht ersetzen. Im Gegenteil – die Lehrpersonen sind noch mehr gefordert, weil sie über KI-Kompetenz verfügen müssen, auch die Grenzen der Technik kennen müssen, damit sie verantwortungsvoll damit umgehen und ihre Schülerinnen und Schüler im kritischen Umgang damit schulen können.»
Nach einem Blick zurück in die Schulgeschichte, der verschiedenste technologische Veränderungen und deren Auswirkungen auf Schule und Unterricht aufzeigte, diskutierten auf dem anschliessenden Podium Lehrpersonen und Dozierende zum Thema «Studieren und Unterrichten in Zeiten der Künstlichen Intelligenz: Herausforderungen, Ängste, Perspektiven».
Verschiedene Preise verliehen
Am Hochschultag wurde ausserdem der Bildungspreis 2023 der PH Zürich und der Stiftung Pestalozzianum an Ruth Baumgartner vergeben. Die Pädagogin und Gründerin der Schule 3x3 wurde für ihr langjähriges Engagement für Kinder ausgezeichnet, die aufgrund ihres Verhaltens nicht in der Regelschule unterrichtet werden können. Ebenfalls ausgezeichnet wurden vier Absolvent:innen der PH Zürich für ihre herausragenden Bachelor- und Masterarbeiten. Den Förderpreis der Lehre, den die Hochschule alle zwei Jahre für innovative Projekte in der Hochschullehre vergibt, erhielten drei Teams aus Dozierenden und Studierenden der PH Zürich.

