Skills for Industry : Austausch in Kambodscha
An einer Tagung, die anlässlich eines Treffens sämtlicher Partner des PHZH-Forschungsprojekts «Skills for Industry» stattfand, wurden Herausforderungen und Perspektiven für die Berufsbildung in Kambodscha thematisiert. Es nahmen Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, Arbeitswelt, Forschung, der internationalen Gemeinschaft sowie der Schweizer Botschaft teil.
Unter der Leitung von Markus Maurer untersucht das Projekt das Verhältnis von industrieller Entwicklung und Berufsbildung in sechs Entwicklungs- und Schwellenländern (Äthiopien, Bangladesch, Kambodscha, Laos, Südafrika, Vietnam).
Im Zentrum des Anlasses stand die Herausforderung, dass dieses Verhältnis weiterhin wenig ausgeprägt ist und die berufliche Qualifizierung in Kambodscha so fast ausschliesslich informell und «on the job» erfolgt. Arbeitgeber scheuen die Investition in ihre Mitarbeitenden oft auch deshalb, weil gut ausgebildete Fachkräfte schnell abgeworben werden. Nur in wenigen Sektoren, etwa in der Kleiderindustrie, finden sich deshalb einzelne Ausbildungen, meist vonseiten privater Anbieter.
Durch die Anwesenheit hochrangiger Regierungsvertreter an der Tagung erhielt die Veranstaltung grosse mediale Beachtung in Kambodscha. Am Rande des Forschungstreffens fanden auch formelle Gespräche zwischen dem Arbeitsministerium, der Schweizer Botschaft und der PH Zürich stand, die das Land gegenwärtig bei der Entwicklung eines Berufsbildungsgesetzes berät.