Digitalisierungsinitiative : DIZH unterstützt rasche Realisierung

Neun Projekte – darunter eines mit Beteiligung der PH Zürich – werden durch den «Rapid Action Call» der Digitalisierungsinitiative gefördert. Dank der Finanzierung können die Projekte innerhalb eines Jahres umgesetzt werden.

Dienstag, 25. Januar 2022

Mit dem «Rapid Action Call» unterstützt die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) die schnelle Realisierung innovativer Projekte. Diese bauen auf der interdisziplinären Zusammenarbeit der vier Hochschulen unter Einbindung von Praxispartnern auf.

Förderung der letzten Meile

Eine Jury bestehend aus 12 Spezialist:innen der beteiligten Hochschulen wählte aus 33 Gesuchen neun Projekte aus, die mit insgesamt 1,2 Millionen Franken gefördert werden. Je die Hälfte stammt von den Mitteln des DIZH-Sonderkredits und von Eigenleistungen der Hochschulen. Die Projekte führen neue Tools im Bildungsbereich, Gesundheitswesen und in der Arbeitswelt ein, reagieren auf Herausforderungen der Covid-19-Pandemie oder bieten Entscheidungshilfen bei ethischen Problemen oder der Risikoanalyse im Rahmen des Klimawandels.

Gemeinsam ist den Projekten der hohe Praxisbezug. Da bereits erprobte Prototypen vorhanden sind oder die Projekte auf bestehenden Forschungserkenntnissen aufbauen, unterstützt der «Rapid Action Call» diese Projekte ganz gezielt bei der Überwindung der letzten Meile. Durch die Fördermittel können die Projekte innerhalb eines Jahres umgesetzt werden.

Entwicklung eines Serious Game zur Förderung der Schreibmotorik

Zu den neun unterstützen Projekten gehört auch das Projekt «Spielerisch Schreibmotorik trainieren», das unter der Leitung des Departements Gesundheit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie unter Beteiligung der Zürcher Hochschule der Künste und der PH Zürich entwickelt wird.

Rund 10 bis 30 Prozent der Schulkinder haben feinmotorische Schwierigkeiten beim Schreiben. Schreibschwierigkeiten gehören damit zu den häufigsten Lernstörungen bei Schulkindern und beeinträchtigen die Partizipation in der Schule. Sogenannte Serious Educational Games bieten einen vielversprechenden Ansatz, um Kinder zum regelmässigen Training der motorischen Schreibkompetenzen zu motivieren. Unter Serious Games versteht man digitale Spiele, die nicht primär oder ausschliesslich der Unterhaltung dienen.

Reto Luder, seitens der PH Zürich Mitglied des Projektteams sagt: «Das Lernspiel kann Kindern in der Schule helfen, ihre Graphomotorik spielerisch zu trainieren. Eine bessere Stiftführung, unverkrampfteres Schreiben und eine flüssigere, besser lesbare Handschrift könnten damit leichter erlernt werden.»

Ein Prototyp des Serious Game ist bereits entwickelt und mit Kindern auf seine Funktionalität und Akzeptanz hin geprüft worden. Mithilfe der DIZH-Förderung kann das Lernspiel nun weiterentwickelt und in einer Pilotstudie im Schulfeld geprüft werden.