Berufsfachschullehrperson in der Berufsmaturität (BM) werden

Die berufsbegleitende und eidgenössisch anerkannte Ausbildung an der PH Zürich dauert zwei oder zweieinhalb Jahre und gibt Ihnen eine solide didaktisch-pädagogische Basis, um die vielfältigen Herausforderungen des sinnstiftenden Berufs als Berufsfachschullehrer:in in der Berufsmaturität zu meistern.

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Steckbrief

Studiendauer
60 ECTS-Punkte; Teilzeitstudium: 2 Jahre bzw. 4 Semester mit Start im Herbstsemester oder 2½ Jahre bzw. 5 Semester mit Start im Frühjahrssemester
Abschluss
Lehrdiplom für den Unterricht an Berufsfachschulen, inklusive Berufsmaturität, im entsprechenden Fach
Studienbeginn
Start Frühjahrssemester: Kalenderwoche 8; Start Herbstsemester: Kalenderwoche 35
Anmeldefrist
1. September bis 30. November für das Frühjahrssemester; 1. Februar bis 30. April für das Herbstsemester. Spätere Anmeldungen sind für das Herbstsemester bis 30. Juni, für das Frühjahrssemester bis 31. Dezember möglich (sofern organisatorisch möglich)
Kosten
100 Franken Anmeldegebühr sowie 765 Franken pro Semester an Studiengebühren; zusätzlich fallen Kosten für Bücher, Skripts, Studienwochen usw. an

Studienverlauf

Für die Attraktivität der Berufsbildung spielt die Berufsmaturität (BM) eine entscheidende Rolle: Sie öffnet leistungsstarken Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Zugang zur Tertiärstufe A (Fachhochschulen, Universitäten, ETH), ohne dass sie auf die Vorteile einer praktischen Ausbildung verzichten müssen. Der berufsbegleitende Studiengang Unterrichten an Berufsmaturitätsschulen dauert mit Start im Herbst zwei Jahre (vier Semester) und mit Start im Frühjahr zweieinhalb Jahre (5 Semester).

Die Studientage finden am Donnerstag und Freitag während der Semester statt. Einzelne Module finden an der Universität Zürich statt (abweichende Studientage). Zusätzlich finden im Zwischensemester in den Wochen 4 oder 5 und 35 oder 36 Blockveranstaltungen am Donnerstag und Freitag (9 bis 16 Uhr) statt.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiengangs erhalten Sie das Lehrdiplom für den Unterricht an Berufsfachschulen inklusive Berufsmaturität im entsprechenden Fach.

Passerellen – Verkürzte Ausbildungen

Falls Sie bereits über ein SBFI-anerkanntes Lehrdiplom für die Sekundarstufe II verfügen und an einer Berufsfachschule in der Abteilung Berufsmaturität unterrichten, rechnen wir bereits erbrachte Studienleistungen an den hauptberuflichen Studiengang an. 

Studienvariante für Einsteiger:innen

Der Lehrgang für Einsteiger:innen vermittelt in einem Jahr das Basiswissen für die Tätigkeit als Lehrperson. In der Ausbildung erwerben Sie unter anderem digitale Kompetenzen und werden so in der Lage sein, Ihren eigenen Unterricht mit und durch digitale Medien zu gestalten. 

Für weitere Varianten wenden Sie sich bitte direkt an die Studiengangleitung. Es erfolgt eine Aufnahme «sur dossier».

Gliederung

Die Studiengänge der Sekundarstufe II an der PH Zürich orientieren sich an einem eigens entwickelten Kompetenzenmodell, das die Arbeit von Berufsfachschullehrpersonen in elf Handlungsfelder aufschlüsselt. An ihnen orientieren sich die Module Ihrer Ausbildung.

Elf Handlungsfelder von Lehrpersonen in der Berufsbildung

Studienbereich ECTS-Punkte
Fachdidaktik 16
Berufspädagogik und Erziehungswissenschaft 19
Berufspraktische Ausbildung 12
Wahlmodule 10
Diplomprüfung  3
Total 60

Inhalt

Ihre Ausbildung zur Lehrperson für die Berufsmaturität besteht aus einer vielfältigen Kombination von Modulen. Der Studiengang umfasst eine fachdidaktische, eine pädagogische und eine berufspraktische Ausbildung.

Modulübersicht Studiengang «Berufsmaturität

Hinweis

Für die Fächer «Gestaltung, Kunst und Kultur» sowie «Information und Kommunikation» können Sie an der PH Zürich kein Lehrdiplom für den Unterricht an Berufsfachschulen inklusive Berufsmaturität erwerben.

Fachdidaktische Ausbildung

Ziel der Fachausbildung ist es, dass Sie den wissenschaftlichen Fachhintergrund sowie fachdidaktische Kenntnisse und Kompetenzen erwerben, die Sie zum Unterrichten benötigen. Ihre fachdidaktische Ausbildung besteht aus sechs Pflichtmodulen zu folgenden Themen: 

  • Fachdidaktische Grundlagen 
  • Berufsfelddidaktik 
  • Umsetzung Rahmenlehrplan beziehungsweise Bildungsplan 
  • Umsetzung Schullehrplan

Berufspädagogik und Erziehungswissenschaften

In diesen Ausbildungsmodulen lernen Sie Begriffe und Modelle kennen, die helfen, das Verhalten und Lernen von Schüler:innen besser zu verstehen und daraus professionelle Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

Die Ausbildung umfasst sechs Bereiche:  

  • Grundlagen des Lehrens und Lernens  
  • Einführung in die Berufspädagogik  
  • Didaktik der beruflichen Bildung  
  • Interaktionsprozesse  
  • Junge Erwachsene in der Berufsbildung  
  • Schul- und Qualitätsentwicklung

Berufspraktische Ausbildung

Zur berufspraktischen Ausbildung gehören in der Regel zwei Unterrichtspraktika, in denen Sie von einer erfahrenen Praktikumslehrperson betreut werden.    

Wenn Sie über keine oder wenig praktische Erfahrung an der Berufsfachschule verfügen, durchlaufen Sie im ersten Studienjahr eine berufspraktische Ausbildung im Umfang von insgesamt 8 ECTS-Punkten, davon in der Regel 4 ECTS-Punkte als Praktikum. Im zweiten Ausbildungsjahr absolvieren Sie ein Praktikum im Umfang von 4 ECTS-Punkten. 

Wenn Sie bereits einige Unterrichtserfahrungen an Berufsfachschulen mitbringen, entfällt die berufspraktische Ausbildung im ersten Jahr. Sie können zwischen zwei Praktikumstypen im Umfang von 4 ECTS-Punkten wählen: 

  • Praktikum in der Klasse Ihrer Praktikumslehrperson 
  • Praktikum in Ihrer eigenen Klasse (Begleitung durch die Praktikumslehrperson)

Wahlpflichtmodule

Das breite Angebot an Wahlpflichtmodulen ermöglicht den Studierenden eine weitere Spezialisierung. Wahlpflichtmodule werden in den drei Bereichen «Vertiefung Kernkompetenzen», «Überfachliche Kompetenzen» und «Spezialisierung im Berufsfeld» angeboten.

Hinweis

Im Rahmen der hauptberuflichen Studiengänge der Sekundarstufe II haben Sie die Möglichkeit, den Weiterbildungsgang CAS Sprachprofi zu absolvieren. Folgende Module können an den Weiterbildungsgang angerechnet werden:

  • Lesen: Leseförderung in der Berufsbildung
  • Schreiben: Schreibförderung in der Berufsbildung
  • Sprechen: Förderung der mündlichen Sprachkompetenzen von Lernenden

Anrechnung von Vorleistungen

Grundsätzlich werden alle Vorleistungen angerechnet, die zum Kompetenzprofil des Studiengangs passen. Dies gilt namentlich für Fachstudien, bereits erworbene Lehrdiplome auf Sekundarstufe I oder Primarstufe oder für die Weiterbildungslehrgänge «Zweisprachiger Unterricht» (CAS Bili) und «Fachkundige individuelle Begleitung» (CAS FiB). Für Letztere können maximal 10 ECTS-Punkte angerechnet werden. Wichtig ist, dass Sie Ihre Vorleistungen mit einem Attest oder Diplom nachweisen können.

Bitte beachten Sie:

  • Personen ohne Lehrdiplom absolvieren in der Regel alle Module
  • Personen mit einem Lehrdiplom für die Sekundarstufe II absolvieren einen fachdidaktischen Ergänzungsstudiengang
  • Personen mit einem Diplom für das höhere Lehramt beziehungsweise für Maturitätsschulen absolvieren die berufspädagogische Nachqualifikation

Welche Leistungen im Detail angerechnet werden, besprechen und regeln Sie im Eintrittsgespräch mit der Studiengangsleitung. Bei diesem Gespräch wird auch eine individuelle Studienplanung erstellt.

Zulassung und Anmeldung

Wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen, sind Sie zum Studiengang zugelassen:

  • konsekutiver, universitärer Masterabschluss in einem Unterrichtsfach an Berufsfachschulen
  • Bestätigung, dass Sie in der Abteilung Berufsmaturität unterrichten
  • Betriebliche Erfahrung von mindestens sechs Monaten

Über die Zulassung aufgrund von gleichwertigen Abschlüssen entscheidet die Aufnahmekommission der PH Zürich.

Anmeldung 

Die Anmeldung zu einem Studiengang an der PH Zürich erfolgt online. Bitte verwenden Sie dafür eine aktuelle Version der Internet-Browser «Google Chrome» oder «Firefox».

Nach dem Klick auf den Anmeldebutton werden Sie aufgefordert, sich in Ihr PHZH-Benutzungskonto einzuloggen oder, falls noch kein Konto vorhanden ist, ein solches einzurichten. Wählen Sie für den Benutzungsnamen idealerweise «vorname_nachname» und merken Sie sich Ihre Logindaten. Sie werden das Konto auch während Ihres Studiums brauchen.

Sobald Sie Ihr Benutzungskonto eingerichtet und sich eingeloggt haben, wird im Anmeldetool die Anmeldung für den von Ihnen gewählten Studiengang eröffnet, was einige Sekunden dauert. Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen nur während eines bestimmten Zeitfensters möglich sind.

Die Anmeldung wird automatisch zwischengespeichert. Beachten Sie, dass die zwischengespeicherte Anmeldung nach zehn Tagen gelöscht wird, sofern diese nicht durch die Bezahlung der Anmeldegebühren abgeschlossen wurde. Die Anmeldung ist komplett abgeschlossen, sobald die Anmeldegebühr bezahlt und die Anmeldebestätigung per E-Mail eingegangen ist.

Die gleichzeitige Anmeldung auf zwei Studiengänge ist nur für Angebote innerhalb der Sekundarstufe II an der PH Zürich gestattet.

Anmeldegebühren

Mit dem Absenden der Online-Anmeldung wird eine Anmeldegebühr von 100 Franken fällig, die nur via Twint oder Kreditkarte bezahlt werden kann. Der Betrag ist in jedem Fall zu begleichen und wird nicht zurückerstattet.

Anmeldefristen

Anmeldefenster für Studienstart im Herbstsemester 1. Februar bis 30. April
Anmeldefenster für Studienstart im Frühlingssemester 1. September bis 30. November

Spätere Anmeldungen für das Herbstsemester können bis 30. Juni, für das Frühjahrssemester bis 31. Dezember berücksichtigt werden, sofern organisatorisch möglich. Wenden Sie sich diesbezüglich an

Porträtfoto von Martin Junghanns

Martin Junghanns

Teamleiter

+41 43 305 53 17

Hinweis

Die Abmeldefrist für das Frühjahrssemester ist der 31. Dezember, für das Herbstsemester der 30. Juni. Somit bleibt bei einer verspäteten Anmeldung nach dem 31. Dezember beziehungsweise 30. Juni die Semestergebühr für das erste Semester geschuldet.

Benötigte Dokumente 

Während der Anmeldung werden Sie gebeten, verschiedene PDF-Dokumente hochzuladen. Im Laufe des Anmeldeprozesses erfahren Sie, falls Sie weitere Dokumente nachreichen müssen. 

Folgende Dokumente müssen Sie im Laufe der Online-Anmeldung hochladen: 

  • Porträtfoto im JPG-Format
  • ID (Vorder- und Rückseite) oder Pass
  • Zeugnis Sekundarstufe II (Fähigkeits-/​Berufsmaturitäts-/​Maturitätszeugnis)
  • Zulassungsdiplom gemäss den Zulassungsbedingungen
  • Transcript of Records (je nach Ausbildung, falls vorhanden)
  • Vollständiger tabellarischer Lebenslauf (inklusiv besuchter Schulen)
  • Sämtliche Exmatrikulationsbestätigungen vorheriger Immatrikulationen an anderen Universitäten oder Hochschulen in der Schweiz
  • Ausgefülltes Gesuch um Anerkennung der betrieblichen, ausserschulischen Erfahrung (wer eine berufliche Grundbildung absolviert hat, erfüllt diese Voraussetzung und kann anstelle des Gesuchs das eidgenössische Fähigkeitszeugnis hochladen)
  • Persönliche Standortbestimmung (nach erfolgter Zulassung)
    Leitfaden persönliche Standortbestimmung Sekundarstufe II
  • Bestätigung der Unterrichtstätigkeit (falls nötig, beziehungsweise Zulassungsbedingung)
  • Privatauszug aus dem Strafregister: Der Auszug darf zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht älter als zwei Monate sein und muss elektronisch, digital signiert und im PDF-Format vorliegen (kein Scan des Papierauszuges). Den Strafregisterauszug können Sie beim Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) bestellen.
Hinweis

Die ersten zwei Jahre nach einem Studienabschluss an der PH Zürich oder dem Institut Unterstrass wird kein Strafregisterauszug benötigt.

Nach Abschluss der Online-Anmeldung erhalten Sie eine automatisierte E-Mail, die die erfolgreiche Online-Anmeldung bestätigt.

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an die

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Studiengang Berufsmaturitätsschulen

Kontakt

Porträtfoto von Martin Junghanns

Martin Junghanns

Teamleiter

+41 43 305 53 17

Porträtfoto von Dr. Silvano Sarno

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