CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen

An Hochschulen übernehmen viele Personen in Querschnittsfunktionen anspruchsvolle Führungs-, Koordinations- und Organisationsaufgaben. Der CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen bietet Raum, diese Rolle zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

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In der Mitte von Hochschulen übernehmen viele Personen ganz selbstverständlich grosse Verantwortung. Sie leisten zentrale Übersetzungsarbeit zwischen strategischen Vorgaben und operativer Expertenarbeit wie auch zwischen Verwaltung und Akademia.

Neue Initiativen von Swissuniversities sowie die Akkreditierungen von Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen haben zu einer markanten Zunahme von Organisations- und Koordinationsaufgaben geführt. Während das Thema Hochschulgovernance breit diskutiert wird, übernehmen Personen mit Querschnittsaufgaben an der Schnittstelle zu Hochschulleitung, Dozierenden, Studierenden und Hochschulverwaltung ganz selbstverständlich viel Verantwortung. Der CAS Führen in Projekten und Studiengängen knüpft hier an und bietet Raum zur Vernetzung mit Personen, die ähnliche Aufgaben wahrnehmen.

Der Lehrgang war ein wichtiger Schritt in meiner beruflichen Entwicklung. Die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen – zum Beispiel im Rahmen eines Projekts oder einer Mentoring-Partnerschaft – empfand ich als grossen Mehrwert. Barbara Wildermuth, MSc Psychologie, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bachelorstudiengang in Berufsbildung, Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung und Absolventin CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Personen mit Querschnittsaufgaben, die Projekte, Studiengänge oder Teams leiten und in Aus- und Weiterbildung, Dienstleistung, Forschung oder Verwaltung einer Hochschule tätig sind. Als Teilnehmer:in bringen Sie für diesen Weiterbildungsstudiengang vielfältige Vorqualifikationen und einen Hochschulabschluss (oder einen Abschluss einer vergleichbaren Institution) mit.

Aufbau

Der CAS unterstützt Sie in der Verfolgung individueller Entwicklungsziele, einerseits für den CAS und andererseits zur Weiterentwicklung Ihrer beruflichen Laufbahn.

Aufbau CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen

Module des Ba­sis­pro­gramms

Ein modulares Basisangebot von 7 ECTS-Punkten schafft eine gemeinsame Grundlage und fördert einen kontinuierlichen Austausch in der Gruppe.

Anhand organisationstheoretischer Konzepte analysieren Sie Ihre eigenen Rollen. Um die unterschiedlichen Aufgaben in einem grösseren Kontext zu reflektieren, erhalten Sie einen vertieften Einblick in bildungspolitische Vorgänge.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • sind sich der Vielfalt der eigenen (leitenden, beratenden, koordinativen, planerischen, konzeptionellen und kommunikativen) Führungstätigkeit bewusst und kennen Konzepte, die sie beim professionellen Rollenmanagement unterstützen.
  • wissen um ihre Sandwichrolle zwischen den Erwartungen der Hochschulleitung, Dozierenden, Studierenden und Hochschulverwaltung und können diese vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden – auch persönlichen – Ressourcen adäquat handhaben.
  • erhalten Einblicke in die bildungspolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen auf (inter-)nationaler Ebene und ordnen aktuelle Entwicklungen entsprechend ein.
  • bilanzieren ihre individuellen Zielsetzungen und präsentieren ausgewählte Erkenntnisse am Schlusstag.

Inhalte

  • Bildungspolitik und regulatorischer Rahmen
  • Hochschulübergreifender Austausch
  • Individuelle Zielsetzungen

Entscheidungen und Verhandlungen zu führen gehört zum beruflichen Alltag von lateral Führenden. In diesem Modul erarbeiten wir, wie Entscheidungsprozesse gestaltet werden können und dabei zielführend verhandelt wird.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • können partizipative Entscheidungsfindungsprozesse planen, methodisch gestalten und zielorientiert moderieren.
  • betten Entscheidungsprozesse in ein hochschuladäquates Projektmanagement ein, das die Kultur und die komplexen Strukturen von Expertinnen- und Expertenorganisationen berücksichtigt.
  • gestalten Informations- und Kommunikationsprozesse effektiv und effizient (gegenüber Studierenden, Dozierenden und Leitung).
  • sind in der Lage, zielführend zu verhandeln und verfügen über Ideen, um Verhandlungsgespräche zu gestalten.

Inhalte

Die Aufgabe, fachlich, sozial und organisationsbezogen tragfähige Entscheidungen herbeizuführen, ist für lateral Führende eine grosse Herausforderung. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, wie Führungspersonen, Projekt- oder Studiengangsleitende den Informations- und Kommunikationsprozess sowie die kollektive Entscheidungsfindung planen und gestalten. Ein geeignetes Projektmanagement sowie die Fähigkeit, zielführend zu verhandeln, spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zu den Inhalten gehören:

  • Projektmanagement im Hochschulkontext
  • Verknüpfung von Bottom-up- und Top-down-Entwicklungen
  • Rahmensteuerung und organisationale Gestaltung von Entscheidungsprozessen
  • Harvard-Konzept für Verhandlungen
  • Verhandlungstechniken und Verhandlungsgespräche führen

In diesem Modul lernen Sie systematische und innovative Ansätze zur Entwicklung von Bildungsangeboten und Curricula kennen. Wir bieten Ihnen einen inspirierenden Raum für die praxisnahe Gestaltung von Produktentwürfen und Entwicklungsprozessen.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • können zu ihren Bildungsangeboten (Curricula) zentrale Fragen formulieren, die eine Weiterentwicklung unterstützen.
  • verfügen über ein Repertoire an Konzepten und Modellen zur Bedarfsanalyse, Produktinnovation und didaktischen Gestaltung von Bildungsangeboten.
  • können für eine definierte Zielgruppe ein nach didaktischen Gesichtspunkten überzeugendes Konzept entwickeln.
  • können Konzepte gegenüber fiktiven Entscheidungsträgern überzeugend präsentieren und argumentieren.

Inhalte

Damit Bildungsangebote wirkungsvoll auf dem Markt platziert werden können, stehen das Kennenlernen und Anwenden unterschiedlicher Methoden und Strategien zur umfassenden und gut austarierten Angebotsentwicklung im Zentrum.

Folgende Themen werden vertieft:

  • Systematische Bedarfsanalyse und Methoden der Produktinnovation anwenden
  • Kompetenzprofile und didaktische Leitlinien entwickeln
  • Didaktische Konzepte und Methoden variantenreich einsetzen
  • Trends in der Weiterbildung (zum Beispiel Generative KI, Ko-Kreation, Microcredentials)
  • Innovations- und Entwicklungsprozesse gestalten (Lateral führen, Partizipation)

In diesem Modul werden ausgewählte Aufgaben des Bildungsmanagements in Bezug auf die Weiterbildung, die Höhere Berufsbildung und Bildungsprogrammen an Hochschulen thematisiert.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • kennen die vier Phasen einer Evaluation und können diese mithilfe eines Leitfadens auf eigene Projekte anwenden.
  • lernen die finanziellen Grundlagen von Bildungsangeboten kennen, überprüfen die Wirtschaftlichkeit eines Angebots, errechnen die Mindestteilnehmendenzahl und analysieren die Kostenstruktur eines Angebots sowie eine Deckungsbeitragsrechnung für Weiterbildungsangebote.
  • nutzen moderne Instrumente des Bildungsmarketings.
  • entwickeln ein Verständnis für die Personalentwicklung in der eigenen Organisation und erkennen, wie sie diese Aspekte in der Angebotsplanung und -umsetzung berücksichtigen und einfliessen lassen können.

Inhalte

Die Entwicklung von Bildungsprogrammen und -angeboten ist im Kern eine pädagogische und didaktische Tätigkeit. Inhalte werden definiert und didaktisch aufbereitet. 

Die entsprechenden Rahmenbedingungen für erfolgreiche Bildungsprogramme und -angebote werden über das Bildungsmanagement gesichert. Dieses liegt oftmals in den Händen der Schul- oder Organisationsleitung, ist aber auch Bestandteil der Programm- und Angebotsplanenden. Entsprechend sind Kompetenzen im Bildungsmanagement auch für diese Fachleute unerlässlich.

  • Evaluation von Bildungsangeboten,
  • Grundlagen Finanzen, Kalkulation und finanzielle Steuerung von Bildungsangeboten,
  • Bildungsmarketing und die Öffentlichkeitsarbeit,
  • Personalentwicklung

Führen – sei es mit, ohne oder mit eingeschränkter Weisungsbefugnis – ist oft herausfordernd. 

In diesem Modul beleuchten wir Aspekte von Führung und gehen der Frage nach, wie es gelingt, (laterale) Führungsrollen
professionell zu gestalten.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • haben ein vertieftes Verständnis für Führung im Kontext von Bildung und Bildungsorganisationen (Hochschulen, Fachhochschulen, Höhre Fachschulen, Aus- und Weiterbildungsorganisationen).
  • sind in der Lage Teams, Projekte oder Lehr-/und Studiengänge kontextsensibel zu führen.
  • erkennen die Wichtigkeit von Auftragsklärung und expliziter Rollenverhandlung.
  • gestalten Informations- und Kommunikationsprozesse mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen effektiv und effizient.
  • reflektieren die eigenen Führungserfahrungen und machen sich ihr Führungsverständnis bewusst.

Inhalte

In Expertenorganisationen scheint es charakteristisch für Projektverantwortliche, für Studiengangsleitende oder Aus- und Weiterbildungsleiter:innen zu sein, erheblich Verantwortung zu übernehmen, ohne dabei über ausreichend klare Entscheidungskompetenzen zu verfügen. Es gilt sich und Kolleg:innen durch anspruchsvolle Situationen zu navigieren und geschickt zu agieren.

  • Führen im Kontext von Bildungsorganisationen
  • Explizite Auftrags- und Rollenklärung
  • Selbstverständnis von Führung: eigene Führungsbiografie und Führungsverständnis
  • Personelle Führung in Projekten und dergleichen
  • Besonderheiten lateraler Führung und typische Konflikte in lateralen Führungsfunktionen

Individuelle Schwer­punkt­setzung

Aufbauend auf den Basismodulen unterstützt eine Standortbestimmung die individuelle Zusammenstellung von Wahlangeboten zur Schwerpunktsetzung für den zweiten Teil des CAS (4 ECTS-Punkte).

Sie können Wahlmodule aus allen Themenbereichen des CAS belegen. Zur Verfügung stehen ausgewählte Module aus dem Angebot des Zentrums für Hochschuldidaktik und ‑entwicklung (ZHE) und des Zentrums Management und Leadership (MAL) der PH Zürich sowie des Zentrums für universitäre Weiterbildung (ZUW) der Universität Bern. Die aktuelle Liste wird im Vorfeld der Standortbestimmung bereitstehen.

Beispiele für Wahlmodule sind Grundlagen der Beratung, Planspiel Curriculumsentwicklung, Selbstmanagement, Design-Thinking.

Sie bearbeiten unter kompetenter Begleitung ein Projekt, das Sie in ihrem Arbeitsalltag aktuell umsetzen. Hierbei kann es sich um komplexe Projekte wie zum Beispiel eine Studiengangsreform, die Koordination oder Umsetzung eines abteilungsübergreifenden IT-Projekts oder die Entwicklung und den Einsatz von Qualitätssicherungsmassnahmen handeln. Im Projekt steht Ihr Anliegen im Vordergrund, wobei Sie bei dessen Gestaltung und Umsetzung unterstützt werden.

Zielsetzung

  • (Adaptierter) Einsatz von im Rahmen des Lehrgangs kennengelernten Instrumenten und erworbenen Kompetenzen in der eigenen Praxis
  • Professionelle Reflexion und Optimierung der eigenen Praxis

Umfang

Ihr Projekt kann je nach Umfang der zu bewältigenden Aufgabe 1 bis 2 ECTS umfassen, das heisst 30 bis 60 Stunden.

Vorgehen

Das Vorgehen gestaltet sich wie folgt:

  • Sie definieren gemeinsam mit Ihrer Betreuungsperson den Umfang und die Zielsetzung des Projekts.
  • Sie erstellen einen Projektplan und besprechen diesen mit der Betreuungsperson.
  • Sie setzen das Projekt um und erhalten hierbei nach Bedarf Unterstützung der Betreuungsperson.
  • Sie dokumentieren die Umsetzung begleitend.
  • Sie reflektieren diese nach Abschluss des Projekts.
  • Sie erhalten für die reflektierte Dokumentation Ihren Leistungsnachweis.

Die Wahl der Begleitperson und Form der Begleitung werden individuell vereinbart.

Aufbauend auf unserem Netzwerk werden Ihnen Mentoringpartnerschaften vermittelt. Diese Partnerschaft dauert ungefähr fünf Monate und umfasst drei bis vier Treffen. Sie vereinbaren mit der Mentorin oder dem Mentor eine Zielsetzung, auf welche sich die Unterstützung ausrichtet. Zudem gewährt der Mentor oder die Mentorin Einblick in die eigene Organisation, Arbeitsweise und Herausforderungen.

Zielsetzung

  • Durch den zielfokussierten partnerschaftlichen Austausch mit einer berufserfahrenen Person in einem relevanten Kontext vertiefen Sie das Verständnis und erweitern Ihr professionelles Netzwerk.
  • Professionelle Reflexion und Optimierung der eigenen Praxis

Umfang

Eine Mentoringpartnerschaft im Umfang von 1 ECTS beinhaltet drei bis vier Treffen inklusiv Vor- und Nachbereitung.

Durchführung und An­mel­dung

Hinweis

Zurzeit sind keine Durchführungen vom CAS Führen in Projekten und Studiengängen in Hochschulen im Angebot.

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Infoveranstaltungen

Hinweis

Zurzeit sind keine Infoveranstaltungen zum CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen im Angebot.

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Freie Plätze – Durchführung gesichert

Hinweis

Der CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen kann als Wahlpflicht-CAS dem MAS Digital Education angerechnet werden.

Module

Folgende Module des Lehrgangs können Sie einzeln buchen:

  • Freie Plätze – Durchführung gesichert

  • Freie Plätze – Durchführung gesichert

  • Freie Plätze

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Kontakt

Porträtfoto von Anita Waibel

Anita Waibel

Verwaltungsassistentin

+41 43 305 50 13