Die Schule – ein sicherer Lernraum gegen Diskriminierung?:  Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Erkennen – Benennen – Agieren

Benachteiligungen, subtile Ausschlussmechanismen (pro-)aktiv angehen, das stellt hohe Ansprüche an die Organisation Schule, die Führungsarbeit. Im Fokus steht eine diversitäts- und sprachsensible Schulhauskultur, der Umgang mit Nicht-Diskriminierung.

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Steckbrief

Datum
10.–11. April 2026
Ort
Campus PH Zürich
Zielgruppe
Führungspersonen
ECTS-Punkte (CP)
1 CP
Kosten
850 CHF
Anlass-Nr.
WM SLD.2026.01

Ziele

Die Teilnehmenden

  • erkennen, was eine diversitäts- und sprachsensible Schulhauskultur ausmacht,
  • erweitern ihre transkulturellen, diversitätskritischen Kompetenzen, indem sie auf dem Hintergrund der erarbeiteten Inhalte ihre alltagsweltlichen Überzeugungen und Vorannahmen kritisch reflektieren und andere Perspektiven ins eigene Denken und Handeln einbeziehen,
  • diskutieren Ausschlussmechanismen und deren Folgen auf verschiedenen Ebenen: Gesellschaft – Bildungssystem – Schule – Unterricht – Interaktion und Kommunikation,
  • verstehen Diskriminierungen und spezifische Ausprägungen in ihren Wechselwirkungen – übergeordnete Mechanismen, spezifische Eigenarten von Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit werden uns bewusst,
  • haben die Gelegenheit, sich individuell und in Gruppen in Spezifika der genannten Phänomene, passende Praxisansätze und Handlungsoptionen einzuarbeiten und skizzieren/konzipieren für ihre eigene Schule organisationale Eckpfeiler, wie beispielsweise das Einrichten einer Meldestelle.

Zielgruppe

Führungspersonen, die Interesse daran haben, die sozialen Phänomene Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit zu ergründen und Handlungsoptionen für ihre Schulen zu diskutieren und zu skizzieren.

Inhalte

  • Schulhauskultur – Paradoxa und Mythen: Wer erhält eine Stimme – wie wird zugehört? Wovon sprechen wir eigentlich und wovon lieber nicht? Reden wir über das, was zählt oder das, was uns interessiert oder entlastet? 
  • Diversität im Bildungswesen und das Zusammentreffen von Etablierten und Anderen: Privilegien erkennen – Selbstverständlichkeiten hinterfragen – die eigene Komfortzone verlassen 
  • Diskriminierungen und Ausschlussmechanismen im Schulfeld: Othering, Labeling, Verbesonderung, Institutionelle Diskriminierung, Symbolische Gewalt (zum Beispiel Ignoranz oder Gedankenlosigkeit)
  • Was braucht es, um Veränderungen anzustossen, eine sprach- und diversitätssensible Schulhauskultur zu entwickeln? Zum Beispiel eine Meldestelle einrichten, einen gemeinsam geteilten Lern-Verlernraum schaffen und gestalten
  • Handlungsansätze: Prävention, Empowerment, Zivilcourage, Sensibilisierung und Partizipation
  • Individuelle und Gruppenspezifische Vertiefungen zu Spezifika von Rassismus, Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit und entsprechende Handlungsansätze für Führungspersonen
  • Wissenstransfer in kooperativen Teams

Arbeitsweise

  • Lernwerkstatt mit Inputreferaten, Handlungsanregungen und Diskussionen im Plenum
  • Modul-Teams: Gemeinsame Recherche, Produkterarbeitung, Reflexion und Kurzpräsentation
  • Vor- und Nachbereitung (Selbstorganisiertes Lernen SOL), welche die Wissensaneignung und Transferkompetenzen unterstützen sollen

Hinweise

Die Anmeldung zu diesem Modul ist auch ohne Teilnahme an einem Lehr- oder Studiengang möglich.

Dieses Modul kann im Wahlpflichtbereich der folgenden Lehr-/Studiengänge besucht werden:

  • DAS Schulleitung
  • DAS Schulleitung Upgrade
  • MAS Educational Leadership
  • DAS Digital Innovation in Education

Kontakt

Porträtfoto von Bahar Isik

Bahar Isik

Verwaltungsassistentin

+41 43 305 65 58

Lektionen

Datum/Zeit Raum Dozent:in
Freitag, 10. April 2026, 8.30–17 Uhr LAA-K021 Petra Hild
Samstag, 11. April 2026, 8.30–17 Uhr LAA-K021 Petra Hild

Leitung

Dr. Petra Hild

Dozentin PHZH/Primarlehrerin