EnablEd:  Akteure in der schulischen Bildung zur Digitalität befähigen

Also available in English

Das Projekt EnablEd untersucht, welche Kompetenzen und Haltungen schulisches Personal im digitalen Wandel benötigt. Ziel ist die Entwicklung eines Befähigungsmodells, das Schulleitungen bei der Weiterentwicklung ihrer Schulen unterstützt.

Inhalt dieser Seite

Steckbrief

Projektleitung
Tobias Röhl (PHZH), Eliane Burri (PHZH), Nicole Rosenberger (ZHAW), Colette Schneider Stingelin (FHNW)
Organisationseinheit
F-BW-BDW (Bildung und Digitaler Wandel)
Projektphase
Laufend (1.9.2025 – 29.2.2028)
Projekttyp
Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Finanzierung
Digitalisierungsinitiative
Beteiligte Institutionen
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

Beschreibung

Der digitale Wandel betrifft längst nicht nur den Unterricht, sondern die Schule als Organisation. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Personalentwicklung. Wie kann schulisches Personal dazu befähigt werden, den digitalen Wandel an Schulen mitzugestalten? Ein wichtiger Aspekt sind hier Kompetenzen und Haltungen im Team. Damit Schulen ihr Personal dementsprechend befähigen können, sind verschiedene Faktoren zentral: die Haltung der Schulleitung, eine geteilte Vision, der Umgang mit multiprofessionellen Teams sowie die Kommunikation des digitalen Wandels und der Befähigungsangebote – um nur einige zu nennen.

Es fehlt jedoch an einer systematischen Untersuchung, die diese Faktoren miteinander in Beziehung setzt und daraus konkrete Handreichungen und Folgerungen für die Weiterbildung schulischen Personals ableitet. Hier setzt das Projekt EnablEd an. Es untersucht zunächst anhand von Leitfadeninterviews mit digitalen Vorreiter:innen innerhalb und ausserhalb des Schulfelds, welche Kompetenzen und Haltungen eine «Kultur der Digitalität» (Felix Stalder) erfordern. Damit ist ein kultureller Wandel angesprochen, der sich nicht in technischen Fragen zu digitalen Medien erschöpft, sondern an den Akteuren und ihrer gelebten Praxis ansetzt.

Dementsprechend soll die Perspektive verschiedener schulischer Akteursgruppen (Schulleitungspersonen, PICTS, Lehrpersonen usw.) mittels unterschiedlicher Methoden (Tagebücher, Fokusgruppen, Q-Methode) erhoben werden, um die Befähigungs- und Kommunikationspraxis von Volksschulen im Kanton Zürich zu erfassen, mit den Ergebnissen aus den Leitfadeninterviews zu kontrastieren und Gelingensbedingungen von digitaler Befähigung abzuleiten. Dies zielt darauf ab, ein Befähigungsmodell zu entwickeln, das schulische Führungspersonen ein Mittel an die Hand gibt, ihr Personal mit Kompetenzen auszustatten, die eine selbstbestimmte Orientierung von Schulen im digitalen Wandel ermöglichen. Damit verbunden ist ein dreifacher Transfer in die Praxis: Workshops mit den am Projekt beteiligten Schulen, Entwicklung von Weiterbildungsangeboten für weitere Schulen sowie die Weiterentwicklung bestehender Werkzeuge zur Schulentwicklung (Kompass digitaler Wandel/​PHZH, Self-Assessment zur Schulkommunikation/​ZHAW). Das Projekt leistet so einen Beitrag zur verantwortungsvollen Schulentwicklung vor dem Hintergrund eines umfassenden digitalen Wandels.

Kontakt

Porträtfoto von Prof. Dr. Tobias Röhl

+41 43 305 68 17

Prof. Dr. Nicole Rosenberger