Kommission Diversity_Gender : Feminizide – die Gewalt an Frauen sichtbar machen

Im Rahmen der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» haben sich Student:innen der Schule für Gestaltung Zürich mit dem Thema Feminizid befasst. Die Ausstellung mit eindrücklichen, teils interaktiven 3D-Objekten wird an der PH Zürich gezeigt.

Freitag, 18. November 2022

Die Kommission Diversity_Gender der PH Zürich sensibilisiert die Hochschule und ihre Angehörigen auf die Themen Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion und setzt dabei Jahresschwerpunkte. Iris Henseler-Stierlin, Leiterin der Kommission, erläutert den Kontext der Ausstellung Feminizide an der PH Zürich.

Kommission Diversity_Gender:

Die Kommission Diversity_Gender (KDG) der PH Zürich setzt sich für eine Hochschulkultur ein, in der Vielfalt, Chancengleichheit und ein respektvoller Umgang anerkannt, gesichert und gelebt werden.

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Iris Henseler-Stierlin, die Mitwirkung bei der Ausstellung Feminizide im Rahmen der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» ist eine Initiative der Kommission Diversity_Gender der PH Zürich. Wie sind Sie auf das Thema gekommen?
Wenn wir in der Kommission Diversity_Gender unsere Jahresschwerpunkte setzen, haben wir auch immer nationale und internationale Kampagnen im Blick. Auf das Thema Feminizid aufmerksam zu machen und uns an der Kampagne solidarisch zu beteiligen, schien uns einfach wichtig und angebracht. Es gibt ja neben dieser gerade aktuellen Kampagne noch weitere Kampagnen, an denen sich die PH Zürich beteiligt, etwa der Sexual Harassment Awareness Day vom 23. März 2023 oder die nächste Pride im Juni 2023. Wenn es inhaltlich Sinn macht, zum Kontext unserer Themenschwerpunkte passt und personell möglich ist, dann versuchen wir jeweils, eine Aktivität, einen Anlass oder mindestens einen Veranstaltungshinweis zu ermöglichen und unsere Studierenden miteinzubeziehen.

Wie kam die Ausstellung zustande? Warum findet sie an der PH Zürich statt?
Initiiert wurde das Projekt von den Opferberatungsstellen für Frauen des Kantons Zürich, in Zusammenarbeit mit Christian Theiler von der Schule für Gestaltung Zürich. Das Konzept sah vor, dass Lernende aus zwei Grafikklassen sich intensiv mit dem Thema Feminizid auseinandersetzen und ein Ausstellungskonzept sowie Exponate entwerfen sollten. Auf der Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort wurde die PH Zürich angefragt, ob die geplante Ausstellung hier gezeigt werden könnte. Studierende der PH Zürich beteiligen sich, indem sie als Ausstellungsguides über die Ausstellung informieren. Zudem findet am 12. Dezember im Lernmedien-Shop der PH Zürich eine Rahmenveranstaltung statt.

Warum ist das Thema Feminizid an der PH Zürich und an anderen Hochschulen relevant?
Auch in der Schweiz ist es eine Realität, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts Gewalt erfahren. Jeden Monat werden durchschnittlich zwei Frauen im familiären Umfeld getötet. Feminizid wird von der Gesellschaft allerdings immer noch tabuisiert oder als individuelles Problem marginalisiert. Hier können auch die Hochschulen einen wichtigen Beitrag leisten: Die Benennung von Feminizid ermöglicht, dass die Öffentlichkeit besser informiert, politische Entscheidungsträger:innen sensibilisiert und präventive Massnahmen aufgrund von Forschungsergebnissen gestärkt werden. Eine offizielle Statistik zu Femiziden bedeutet, die gesellschaftliche Tatsache von geschlechterbasierter Gewalt als Realität anzuerkennen.

Weitere Informationen

Die Ausstellung Feminizide ist geöffnet vom 25. November bis 10. Dezember 2022, jeweils von Montag bis Samstag, 8 bis 17 Uhr, an der PH Zürich, Gebäude LAB. Am 1. und 12. Dezember finden weitere Rahmenveranstaltungen zum Thema statt.

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