Empirische Hoch­schul­di­dak­tik

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Die Forschungsgruppe untersucht Bedingungen für das Lehren und Lernen in der Hochschulbildung. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Phänomenen und Prozessen auf unterschiedlichen Organisationsebenen, unter Einbeziehung vielfältiger Akteure, deren Perspektiven sowie mediendidaktischer Forschung.

Inhalt dieser Seite

Eine Raumaufnahme einer Forschungsveranstaltung an der PH Zürich.

Die PH Zürich baut ihre Forschungsaktivitäten zum Lehren und Lernen in der Hochschulbildung stetig aus. Sie nutzt dafür das langjährige Weiterbildungs­knowhow des Zentrums für Hochschuldidaktik und ‑entwicklung sowie die Forschungsexpertise des Zentrums für Bildung und Digitaler Wandel. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich wurde zudem eine DIZH-Brückenprofessur «Digitale Hochschuldidaktik» eingerichtet.

Forschungsschwerpunkte

Lehren und Lernen zur Förderung von Epistemic Agency und Knowledge Creation

Dieser Schwerpunkt konzentriert sich auf die Untersuchung und Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen in der Tertiärbildung auf der Mikro- und Mesoebene. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Förderung von Haltungen und Kompetenzen wie Epistemic Agency – der Fähigkeit von Studierenden, Wissen kritisch zu evaluieren, zu erzeugen, anzuwenden und transformativ weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Lernende zu befähigen, sich selbstbestimmt im Bildungsprozess zu bewegen und gleichzeitig als aktive Akteure in der Wissensgesellschaft Verantwortung zu übernehmen, was jedoch keine Abwertung der Bedeutung von Fachwissen impliziert, sondern als eine Verschränkung zwischen Prozessen der Wissenskonstruktion, Kompetenzen und Haltungen zu verstehen ist.

Die Forschungsaktivitäten sollen untersuchen, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, die Studierende dazu anregen, Wissen zu hinterfragen, neu zu kombinieren und weiterzuentwickeln. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei der Nutzung digital-gestützter Lehr-Lernformate, die diese Prozesse in einer zunehmend digitalen Welt unterstützen. Dies umfasst beispielsweise auch die Untersuchung effektiver und autonomiefördernder Feedback- und Assessmentansätze, beispielsweise unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz oder auch die Stärkung von Data- und Algorithmic Literacy.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Erforschung der Kompetenzentwicklung im dynamischen Bereich der digitalen Transformation mit dem Ziel, den Erwerb essenzieller Fähigkeiten in einer zunehmend digitalen Lebens- und Arbeitswelt zu fördern. Darüber hinaus beteiligen wir uns an der Gestaltung von wirksamen und zukunftsweisenden Lernumgebungen mit dem Ziel zu einer ganzheitlichen und transformativen Lernerfahrung an Hochschulen beizutragen.

Studienprogramme und Organisationsentwicklung

Der Forschungsschwerpunkt «Studienprogramme und Organisationsentwicklung» widmet sich der Untersuchung der Wirkung curricularer Strukturen (zum Beispiel Übergang in die Hochschule) sowie der strategischen Planung und Weiterentwicklung von Curricula sowie den damit verbundenen organisationalen Prozessen in Aus- und Weiterbildung. Im Zentrum stehen dabei sowohl die strategische Ausrichtung und Gestaltung von Modulen als auch die Herausforderungen der Transition, die bei der Weiterentwicklung von Studienprogrammen auftreten. Dies umfasst die systematische Analyse von Studienprogrammen, sowie die Förderung von Kompetenzentwicklung und Capacity Building.

Im Fokus steht zudem der Beitrag mediendidaktischer Ansätze zur Entwicklung und Implementierung digital gestützter Studienprogramme. Die Evaluation von Digitalisierungsstrategien und ihrer Wirkung auf organisationaler wie individueller Ebene liefern wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung digitaler Bildungsformate. Policy- und Strategiearbeit werden im Hinblick auf ihre Umsetzungs- und Wirkungsdimensionen überprüft, um praxisrelevante Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Forschung konzentriert sich auf drei verschiedene Ebenen und berücksichtigt ein breites Spektrum von Perspektiven, um eine umfassende Analyse der Bildungslandschaft zu gewährleisten.

Angesprochen sind auf einer Mikroebene die Lehr-lern-prozesse in unterschiedlichen Lernsettings. Aber auch der kumulative Effekt auf der Ebene ganzer Studienprogramme ist im Fokus der Forschung wie auch die Ebene der Institutionellen Rahmenbedingungen sind im Fokus der Forschung.  Dabei wird in den Forschungsprojekten je nach Ausrichtung neben der Perspektive der Studierenden und der Dozierenden auch jene der Hochschulleitung und diejenige der in der Hochschuldidaktik Tätigen untersucht.

Angesprochen sind auf einer Mikroebene die Lehr-lern-prozesse in unterschiedlichen Lernsettings. Aber auch der kumulative Effekt auf der Ebene ganzer Studienprogramme wie auch die Ebene der Institutionellen Rahmenbedingungen sind im Fokus der Forschung.

Dabei wird in den Forschungsprojekten je nach Ausrichtung neben der Perspektive der Studierenden und der Dozierenden auch jene der Hochschulleitung und diejenige der in der Hochschuldidaktik Tätigen untersucht.

Projekte

Anlässe und Auf­zeich­nun­gen

Diese dreiteilige Webinar-Reihe untersucht, wie künstliche Intelligenz (KI) grundlegende Annahmen über Wissen und Lernen in der Hochschulbildung neu gestaltet.

Gemeinsam werden wir kritisch hinterfragen, was in verschiedenen Disziplinen als Wissen gilt, und überlegen, wie KI diese erkenntnistheoretischen Traditionen herausfordert oder verändert. Im Mittelpunkt dieser Reihe steht das Konzept der epistemischen Agency – der Fähigkeit von Studierenden, Wissen aktiv zu bewerten, zu nutzen, zu schaffen und zu transformieren. In einer Ära der Fehlinformation, der «Post-Wahrheits»-Politik und der generativen KI müssen Universitäten mehr denn je das kritische Engagement der Studierenden mit Wissen fördern.

In den drei Sitzungen werden die Teilnehmenden – Lehrende, Hochschuldidaktiker und interessierte Dozierende – ein gemeinsames Verständnis von epistemischer Agency aufbauen, erforschen, wie sie sich in verschiedenen Disziplinen manifestiert, und umsetzbare Strategien entwickeln, um Studierende im Zeitalter der KI als aktive Wissende zu befähigen. Jedes Webinar baut auf dem vorherigen auf und mündet in konkrete Werkzeuge und Erkenntnisse für die Lehrpraxis.

Webinar 1: Fostering Epistemic Agency in Higher Education – Why and How?

Juuso Nieminen

Dienstag, 4. November 2025, 9.30–10.30 Uhr

Die Eröffnungs-Session führte in das grundlegende Konzept der epistemischen Agency (EA) ein und erläuterte, warum es in der heutigen Bildungslandschaft von Bedeutung ist. Juuso Nieminen schaffte eine konzeptionelle Grundlage für EA – definiert als die Fähigkeit von Studierenden, Wissen eigenständig zu bewerten, zu produzieren, zu nutzen und zu transformieren. Er legte auch dar, warum epistemische Agency nicht einfach eine weitere «Soft Skill» ist, sondern eine kritische Kompetenz, um sich in KI-reichen Umgebungen zurechtzufinden, und essenziell für einen bedeutungsvollen Unterricht und eine aussagekräftige Bewertung in der heutigen Hochschulbildung.

Aufzeichnung des ersten Webinars der dreiteiligen Serie«Rethinking Knowledge?»: Epistemic Agency and AI in Higher Education.

Webinar 2: How Does AI Reshape Knowledge? Disciplinary Perspectives

26. November 2025

Format: Live-Podiumsdiskussion mit Fachexpert:innen (Juuso Nieminen kehrte als Diskussionsteilnehmer zurück, zusammen mit geladenen Podiumsteilnehmenden aus verschiedenen Fachbereichen).

Aufbauend auf den konzeptionellen Grundlagen aus Webinar 1, untersuchte diese Session, wie verschiedene akademische Disziplinen Wissen definieren, bewerten und produzieren – und wie diese Traditionen durch KI neu gestaltet werden. Jede Disziplin (zum Beispiel MINT, Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften, professionelle Fachbereiche) hat unterschiedliche epistemologische Kulturen und Annahmen darüber, was als Wissen zählt. Diese Annahmen beeinflussen nicht nur die akademische Forschung, sondern auch, was Universitäten von Studierenden erwarten und wie sie bewertet werden.

In diesem Panel untersuchten Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen, wie sich KI auf Wissenspraktiken in ihren Fachbereichen auswirkt: Welche neuen Möglichkeiten oder Spannungen entstehen in Lehre und Forschung? Was sind gemeinsame Anliegen – wie zum Beispiel kritisches Denken – und wo unterscheiden sich die Fachbereiche in ihren Erwartungen (zum Beispiel Evidenzstandards, Objektivität vs. Interpretation)? Die Diskussion half zu überlegen, ob epistemische Agency in unterschiedlichen Kontexten verschiedene Formen annimmt und wie KI uns dazu zwingen könnte, diese disziplinären Perspektiven neu zu überdenken – oder zu bekräftigen.

Aufzeichnung des zweiten Webinars der dreiteiligen Serie «Rethinking Knowledge?»: Epistemic Agency and AI in Higher Education

Webinar 3: Teaching for Epistemic Agency: Strategies and Directions

14. Januar 2026

Format: Interaktiver Workshop mit Fachmoderation

Dieses abschliessende Webinar geht von der Reflexion zur Handlung über. Aufbauend auf den konzeptionellen Erkenntnissen aus Webinar 1 und den interdisziplinären Perspektiven aus Webinar 2, konzentriert sich diese interaktive Session auf praktische Strategien zur Förderung der epistemischen Agency im Unterricht: Was können Lehrende tun, um die epistemische Agency der Studierenden in einem KI-geprägten Bildungsumfeld zu unterstützen und zu entwickeln?

Durch Gruppenaktivitäten und geleitete Moderation werden die Teilnehmenden konkrete Methoden erkunden, um Studierende dabei zu unterstützen, sich in KI-beeinflussten Bildungskontexten kritisch mit Wissen auseinanderzusetzen. Am Ende der Sitzung werden die Teilnehmenden mit umsetzbaren Ideen, praxisnahen Beispielen und möglicherweise einem Gefühl der Gemeinschaft nach Hause gehen, um weiterhin Wissen und studentische Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt der Hochschulbildung zu stellen.

Hinweis

Zurzeit gibt es keine Veranstaltungen.

Alle Veranstaltungen

Die rasanten Veränderungen in der Gesellschaft, gekennzeichnet durch Ereignisse wie die Pandemie und den fortlaufenden digitalen Wandel, stellen erhebliche Herausforderungen für Hochschulen dar. Zu diesen gehört die schnelle Integration von Künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere generativer KI-Technologien wie Chat-GPT, die umfassenden Reaktionen sowohl von einzelnen Akteurinnen und Akteuren als auch von gesamten Institutionen erfordern. 

Unsere Webinarreihe «Embracing AI: Navigating Transformative Disruptions in Higher Education» konzentriert sich auf das Bewältigen dieser vielschichtigen Herausforderungen. Wir zielen darauf ab, die Kluft zwischen individueller und organisatorischer Entwicklung zu überbrücken und bieten Einblicke in die Anpassung von Bildungsstrategien an technologische Fortschritte. In den Anlässen dieser Reihe werden Untersuchungen präsentiert, die zeigen, wie Forschung Hochschulen dabei unterstützen kann, effektive Routinen für die Integration von KI zu entwickeln, Dilemmata anzugehen und Agilität angesichts zukünftiger gesellschaftlicher Veränderungen zu fördern.

Generative AI in Higher Education Research: 4M Framework of Change and Impact

Lori Goff, Direktorin des MacPherson Institute for Leadership, Innovation and Excellence und Erin Aspenlieder, McMaster University, Kanada

3. Juni 2025, 15–16.30 Uhr

Die Diskussion basiert auf dem 4M-Framework (Micro-, Meso-, Macro- und Mega-Ebene) des institutionellen Einflusses und Wandels und zeigt, wie die Hochschulforschung auf jeder dieser Ebenen angesiedelt werden kann. Die Teilnehmenden werden an Aktivitäten teilnehmen, um das 4M-Modell zu verstehen, lokale Erfahrungen zu diskutieren und Forschungsfragen auf jeder Ebene zu entwickeln, um die Zukunft der Hochschulbildung zu gestalten.

Aufzeichnung des Webinars «Generative AI in Higher Education Research: 4M Framework of Change and Impact».

Everything under control? Aligning individual and organizational developments in higher education in the context of GenAI

Prof. Barbara Getto, PH Zürich, Franka Marie Herfurth, Universität Rostock, Judit Martínez Moreno, Junior Researcher, PH Zürich und Maria Misiutin, Doktorandin, PH Zürich

18. März 2025, 14–15.15 Uhr

Das Hochschulsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung von Individuen auf eine zunehmend digitalisierte Welt. Als Reaktion auf rasante Entwicklungen erarbeiten Universitäten Strategien, um mit dem technologischen Wandel (wie GenAI) umzugehen und ihre Positionen zu finden. Die Einflüsse der Digitalisierung wirken sich sowohl auf institutioneller als auch auf individueller Ebene aus und manifestieren sich als disruptive Innovationen innerhalb von Bildungsorganisationen. Es stellt sich die Frage, inwieweit normative Strategien im Sinne eines Top-down-Prozesses in Universitäten wirken und wie sie mit Digitalisierungsprozessen in Beziehung stehen, die auch von den individuellen Dispositionen der Lehrenden ausgehen und somit eher einem Bottom-up-Ansatz entsprechen.

Im Rahmen einer an Hochschulen in Deutschland und der Schweiz durchgeführten Studie werden die Kongruenzen und Wechselwirkungen von Strategien auf der Makro-Ebene mit der Lehre auf der Mikro-Ebene sowie den individuellen Dispositionen der Lehrenden untersucht.

Aufzeichnung des Webinars «Everything under control? Aligning individual and organizational developments in higher education in the context of GenAI».

Behind the GenAI Policies: A Critical Examination of the underlying Conceptions of Assessment in Higher Education

Mònica Feixas, Zentrum für Hochschuldidaktik und ‑entwicklung, PH Zürich

28. Januar 2025, 14–15.15 Uhr

Dieses Webinar präsentierte eine vergleichende Analyse der KI-Richtlinien von Universitäten in der Schweiz und Spanien, wobei untersucht wurde, wie Bewertung und akademische Integrität in den aktuellen institutionellen Regelwerken zu KI verankert sind. Die Studie basiert auf der Problematisierungstheorie von Bacchi (2021) und dem AI Ecological Education Policy Framework von Chan (2024), das drei Schlüsseldimensionen der GenAI-Integration unterscheidet: die pädagogische, die Governance-bezogene und die operationale.

Die Diskussion konzentrierte sich darauf, wie diese Richtlinien Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit KI konstruieren, welche Aspekte betont werden, welche unadressiert bleiben und welche zugrunde liegenden Annahmen die institutionellen Reaktionen prägen. Sie lud dazu ein, über die Rolle von KI bei der Bewertung nachzudenken, und diskutierte, wie Universitätsrichtlinien besser mit den sich entwickelnden Anforderungen der Hochschulbildung in der sogenannten Post-Plagiats-Ära in Einklang gebracht werden können.

Aufzeichnung des Webinars «Behind the GenAI Policies: A Critical Examination of the underlying Conceptions of Assessment in Higher Education».

Symposium 20.–21. November 2023

Das Symposium schuf eine Plattform für einen lebhaften Austausch von Perspektiven und Projekten zu zentralen Fragen der Hochschulbildung. 30 Forscher:innen und Doktorand:innen aus ganz Europa kamen in Zürich zusammen und teilten ihre Erkenntnisse.

Das Symposium wurde von zwei Keynotes umrahmt:

Keynote von Prof. Dr. Edith Braun, Universität Giessen: «What is the contribution of Higher Education in today’s society.
Keynote von Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter, Universität Oldenburg: «Open, Distance and Digital Education (ODDE) – Mapping the field towards a Research Agenda»

Im Mittelpunkt des Symposiums standen drei übergreifende Themen. Erstens ging es um das Verhältnis von Theorie und Praxis in der professionsorientierten Hochschulbildung, wobei der Einbezug der beruflichen Praxis in die Forschung und die Herausforderungen im Zusammenhang mit forschungsbasiertem Lernen angesprochen wurden. Zweitens wurde der entscheidende Aspekt des «Assessments for Learning» thematisiert. Schliesslich wurde am Symposium der Bereich der Digitalisierung in der Bildung aufgegriffen, wobei das transformative Potenzial der Bildungstechnologie und die sich verändernde Landschaft der Hochschulbildung im digitalen Zeitalter, insbesondere im Hinblick auf den Einfluss der künstlichen Intelligenz, vertieft wurden.

Fostering Student’s Self-Regulated Learning in Higher Education

Dr. Maria Theobald DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Dienstag, 27. September 2022 14–15.30 Uhr

Selbstreguliertes Lernen ist eine Schlüsselkompetenz für akademische Leistungen. Viele Studierende zeigen jedoch Schwierigkeiten bei der Selbstregulierung ihrer Studienaktivitäten. Im ersten Teil dieses Vortrages werden auf der Grundlage einer Studie im Kontext der Online-Ausbildung typische Herausforderungen für die Selbstregulierung von Hochschulstudierenden erörtert. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten zur Förderung des selbstgesteuerten Lernens von Studierenden aufgezeigt.

Aufzeichnung des Webinars «Fostering Student’s Self-Regulated Learning in Higher Education».

Self-regulated learning, patterns in student learning and implications for teaching

Prof. Dr. Jan Vermunt, Technische Universität Eindhoven

Dienstag, 10. Mai 2022, 14–15.30 Uhr

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Hochschuldidaktik dahingehend verändert, dass Studierende dazu ermutigt werden, ihr Lernen aktiv selbst zu steuern und ihr eigenes Wissen aufzubauen, anstatt passiv den Anweisungen der Lehrenden zu folgen und Wissen aufzunehmen, das für sie von anderen bereit gestellt wird. Dieser Wandel geht einher mit einem zunehmenden Interesse an der Frage, wie Studierende an Hochschulen lernen, und an den Voraussetzungen und Wirkungen ihrer «Approaches to learning». In diesem Vortrag werden Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet vorgestellt und zur Diskussion gestellt. 

Aufzeichnung des Webinars «Self-regulated learning, patterns in student learning and implications for teaching».

Practice in the educational interface: Understanding student diversity

Dr. Ella Kahu Massey, Universität Wellington NZ

Dienstag, 13. April 2021, 8–10 Uhr

Studierende an Hochschulen werden in Bezug auf ihre bisherigen Erfahrungen und aktuellen Lebenssituationen immer vielfältiger. In diesem Vortrag gewährt Ella Kahu Einblicke in ihre Forschung mit Studienanfänger:innen und erörtert, wie sich das dynamische Zusammenspiel zwischen den Studierenden und den institutionellen Praktiken im «Educational Interface» auf das Engagement und den Erfolg der Studienanfänger:innen auswirkt.

Aufzeichnung des Webinars «Practice in the educational interface: Understanding student diversity».

The role of educational technology in fostering student engagement

Dr. Melissa Bond, University College London UK

Montag, 27. September 2021 14–15 Uhr

Der effektive Einsatz von Technologie im Bildungswesen war noch nie so wichtig wie heute. In diesem Vortrag werden das Konzept des studentischen Engagements und die Rolle, die die Technologie bei der Verbesserung der studentischen Erfahrung spielen kann aufgrund breiter Forschungsevidenz diskutiert. Ausserdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Anwendung eines Rahmenmodells zu erkunden sowie Hinweise für die künftige Lehrpraxis zu erhalten.

EPPI-Map

Aufzeichnung des Webinars «The role of educational technology in fostering student engagement».

Engaging students as partners – A critical review

Prof. Dr. Peter Felten, Elon Universität, USA

Dienstag, 31. August 2021 14–16 Uhr

In den letzten zehn Jahren hat sich in weiten Teilen der internationalen Hochschuldidaktik eine Bewegung in Richtung «students as partners» entwickelt. Der Vortrag setzte sich kritisch mit der Forschung und den Praktiken solcher Lehr-Lern-Partnerschaften auseinander und konzentriert sich dabei insbesondere auf Fragen des Umgangs mit Macht und der Gestaltung zielführender Lernbeziehungen.

Aufzeichnung des Webinars «Engaging students as partners – A critical review».

Pu­bli­ka­tionen

  • Feixas, Mònica, Ion, Georgeta, Pirovino, Liana, & Barrobés, Mireia (2026) Behind the genAI Policies: A critical examination of the underlying conceptions of assessment in higher education.

    The Journal of Adult Learning, Knowledge, and Innovation (JALKI)

  • Flepp, Gabriel, Feixas, Mònica (2026) Mehr als nur ein Bewertungsraster. Der Reflective Companion als Impulsgeber für eine transformative Hochschullehre.

    In: Blume, D., Volk, B., (eds.), Hochschullehre Im Digitalen Zeitalter. Theorie und Praxis zukunftsfähiger Lern- und Lehrprozesse. Medien- und Gestaltungästhetik 21. (181–194). Bielefeld: Transcript

  • Greif, Carina, Schmocker, David, Matti, Thomas, Klarer, Franziska, Blume, Dana, Woschnack, Ute, Feixas, Mònica (2026) Assessing the assessment. A deep dive into assessment phases and the use of AI Support.

    In: Blume, D., Volk, B., (eds.), Hochschullehre Im Digitalen Zeitalter. Theorie und Praxis zukunftsfähiger Lern- und Lehrprozesse. Medien- und Gestaltungästhetik 21. (197–226). Bielefeld: Transcript

  • Baumgartner, Simon (2025) Eine Interventionsstudie zur Förderung der ICT-Kompetenz in einem Tagesschulangebot.

    Berlin: Refubium.

  • Binder, Sabine und Liana Pirovino (2025) Promoting Literary Reading in Lower Secondary English Language Classrooms.

    Children’s Literature in English Language Education 13(1): 76–106.

  • Richter, Eileen, Markus Wolfgang Hermann Spitzer, Annabelle Morgan, Luisa Frede, Joshua Weidlich und Korbinian Moeller (2025) Large Language Models Outperform Humans in Identifying Neuromyths but Show Sycophantic Behavior in Applied Contexts.

    Trends in Neuroscience and Education 39: 100255.

  • Getto, B. (2025) Hochschullehre im Kontext der Digitalisierung.

    In: N. Vöing (Hrsg.), Praxishandbuch Hochschullehre II: Bewertung, Digitalisierung und Barrierefreiheit. Bielefeld: Transcript.

  • Weidlich, J., Fink, A., Jivet, I., Gombert, S., Giorgiashvili, T., Yau, J., & Drachsler, H. (2025) Highly informative feedback using learning analytics: How feedback literacy moderates student perceptions of feedback.

    International Journal of Educational Technology in Higher Education, 22(1), 1–16. 

  • Weidlich, J., Gašević, D., Drachsler, H. & Kirschner, P. (2025) Chat-GPT in education: An effect in search of a cause.

  • Weidlich, Joshua, Flurin Gotsch, Kai Schudel, Claudia Marusic-Würscher, Jennifer Mazzarella, Hannah Bolten, Dario Bütler, Simon Luger, Bettina Wohlfender und Katharina Maag Merki (2025) Teacher, peer, or AI? Comparing effects of feedback sources in higher education.

    Computers and Education Open 9: 100300.

  • Weidlich, J., Jivet, I., Woitt, S., Orhan Göksün, D., Kraus, J., & Drachsler, H. (2025) The student feedback literacy instrument (SFLI): Multilingual validation and introduction of a short-form version.

    Assessment & Evaluation in Higher Education, 50(7), 1–17.

  • Xu, Kate M., Lijia Lin, Margareta Gorter, Sascha Schneider, Joshua Weidlich, Robert O. Davis, Karel Kreijns und Renate de Groot (2025) Social Presence: A Key Factor in Embedding a Pedagogical Agent into Online Learning in Primary Education.

    British Journal of Educational Technology 57(1): 1–16.

  • Zellweger, Franziska, Arnd Brandl, Monika Albrecht und Petra Weiss (2025) Wie viel Normativität (v)erträgt die Hochschule: Das Potenzial der Konstruktiven Kontroverse.

    Die Hochschullehre 11(74): 883–90.

  • Zellweger, Franziska (2025) Die «PH-Bubble»? Thesen für mehr Durchlässigkeit und Diversität in der Führung.

    In: Zwei Jahrzehnte hochschulische Lehrerinnen- und Lehrerbildung: Bilanzierungen und Perspektiven = Deux décennies de formation des enseignant·e·s en haute école: bilans et perspectives, hrsg. v. Bruno Leutwyler, Deniz Gyger Gaspoz, Barbara Kohlstock, Heinz Rhyn und Peter Tremp, 395–400. Bern: Hep.

  • Zsindely, Piroska, Jessica Pehlke-Milde, Astrid Braun, Nina Lutz, Liana Pirovino und Jeannette Wick (2025) Berufsbildner*in: Brücken zwischen Praxis und Theorie.

    Obstetrica 122 (2): 34–35.

  • Zellweger, F. & Hauser, I. (2025) The power of metaphors to communicate about the first-semester experience

    Poster-Präsentation. EARLI Conference Graz.

  • Berk, Michelle, Delorenzi, Erica, Schwartzman, Gisela, Durante, Eduardo, & Feixas, Mònica (2025) Transfer of Educational Knowledge into Teaching Practices in Health Sciences. (La transferencia de conocimientos educativos a las prácticas docentes en ciencias de la salud.)

    Estudios pedagógicos (Valdivia), 51(1), 179–194.

  • Axelsson, C., & Getto, B. (2024) Kulturen des Wandels: Transformation der Hochschulbildung im Digitalen.

    In: Bildung, Praxistransfer und Kooperation: Kompetenzentwicklung für die Hochschullehre in Netzwerken. (S.23–29). 

  • Feixas, M. & Flepp, G. (2024) The «Reflective Companion»: a self and peer-assessment resource to analyse reflexivity in portfolios.

    In: Axelsson, C., Blume, D., Volk, B., (eds.), Kompetenzentwicklung in kooperativen Netzwerken, Lela – LernLabor Hochschuldidaktik (Media and Design Aesthetics, vol. 19). Bielefeld: Transcript.

  • Getto, B. (2024) Bildung in Zeiten der Unsicherheit: Wie können wir den digitalen Wandel gestalten?

    In: M. Lindenau & S. Stiehler (Hrsg.), Umgang mit Ungewissheit und Unsicherheit. Frankfurt/New York: Campus.

  • Haldemann, R., Sender, A., Stucki-Sabeti, S., Kocher, M., Zellweger, F., Eckhardt, C., Strauss, N.-C., Merz, N., Vollmer, A., & Rack, O. (2024) Teams als Lernorte: Ansätze zur Entwicklung des doppelten Kompetenzprofils in Hochschulteams.

    Schlussbericht. PH Zürich, Hochschule Luzern & Fachhochschule Nordwestschweiz. 

  • Klein, C.; Schmocker, D.; Boos, M. & Feixas, M. (2024) Beyond comments: Facilitating constructive feedback through technology.

    In: Axelsson, C., Blume, D., Volk, B., (eds.), Competence development in cooperative networks, Lela – LernLabor Hochschuldidaktik (Media and Design Aesthetics, vol. 19). Bielefeld: Transcript.

  • Petri, P. S., Krempkow, R., Ebner, M., & Getto, B. (2024) Digitale Kompetenzen – Zur Rolle dieser «Future Skills» im Hochschulkontext: Definition und Bedeutsamkeit, Messung und Förderung.

    Editorial. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 19(1), 9–24.

  • Weidlich, J., Fink, A., Jivet, I., Yau, J., Giorgiashvili, T., Drachsler, H., & Frey, A. (2024) Emotional and motivational effects of automated and personalized formative feedback: The role of reference frames.

    Journal of Computer Assisted Learning, 40(6), 2735–2752.

  • Zellweger, F., & Getto, B. (2024) Organisationales Lernen in der Krise? Zur Wirksamkeit von Digitalisierungsstrategien von Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen in der Pandemie.

    In: C. Quesel & P. Hirsch (Hrsg.), Die «Corona-Lektionen» Pädagogischer Hochschulen: Evaluationen und Studien zur Lehre im Kontext der Corona-Pandemie (S. 179–198). Verlag Barbara Budrich.

  • Zellweger, F., Brahm, T., & Kocher, M. (2024) Factors supporting the engagement of first-semester students in teacher education.

    Swiss Journal of Educational Research, 46(1), 47–60.

  • Weidlich, J.; Yau, J.; Kreijns, K. (2024) Social presence and psychological distance: A construal level account for online distance learning.

    Education and Information Technologies.

  • Kocher, M., Zellweger, F., Eckhardt, C., Strauss, N.-C., Stucki-Sabeti, S., Haldemann, R., Merz, N., Vollmer, A., & Rack, O. (2024) Teams als Lernorte. Kurzinterventionen.

    PHZH, HSLU, FHNW.

  • Almonacid-Fierro, A., Sepúlveda-Vallejos, S., Aguilar-Valdés, M., & Feixas, M. (2024) Bridging the Gap Between Teaching and Research: Voices of University Teachers. (Tendiendo puentes entre docencia e investigación: Voces de docentes universitarios.)

    Estudios Pedagógicos, 50(3), 59–77.

  • Feixas, M. (2024) Los desafíos de las comunidades académicas: innovación e investigación en docencia universitaria para la pertinencia y calidad en educación superior.

    Estudios pedagógicos (Valdivia), 50(3), 7–12.

Getto, Barbara und Michael Kerres (2023) Mediendidaktik und ihr Beitrag zu Hochschulentwicklung.

In: Hochschuldidaktik als Wissenschaft, hrsg. v. Rüdiger Rhein und Johannes Wildt, 211–26. Bielefeld: Transcript.

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