CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen

Wir starten den Lehrgang definitiv am 9./10. März 2017 mit einer interessanten Gruppe von Teilnehmenden aus PHs, FHs, Universitäten und ETH. Anmeldungen für den ganzen CAS sind noch bis 31. Januar 2017 möglich. Für den Besuch einzelner Module im Themenfeld Hochschulentwicklung bitten wir um eine Anmeldung bis 30 Tage davor.

Der CAS im Überblick

Während die Hochschulgovernance breit diskutiert wird, übernehmen in der Mitte von Hochschulen viele Personen ganz selbstverständlich viel Verantwortung. Sie leisten zentrale Übersetzungsarbeit zwischen strategischen Vorgaben und operativer Expertenarbeit wie auch zwischen Verwaltung und Akademia.

Das vorliegende Weiterbildungsangebot vermittelt diesen Akteuren in den Leistungsbereichen Aus- und Weiterbildung an Hochschulen massgeschneiderte didaktische und betriebswirtschaftliche Kom­petenzen. Zudem bietet es Raum zur Vernetzung mit Personen, die ähnliche Aufgaben wahrnehmen. Damit ermöglicht sie eine Professionalisierung der Tätigkeit an der Schnittstelle von Didaktik und Management an Hochschulen.

Wir bauen auf fünf Jahre Erfahrung in der Weiterbildung von Studiengangsleitenden und Stabsmitarbeitenden auf. Neu in Kooperation mit der Universität Bern und der Universität St. Gallen können wir Sie z.B. mit einer Standortbestimmung oder einem ausgebauten Mentoringprogramm noch umfassender unterstützen. Die Module finden an zentralen Standorten in Zürich, Bern und St. Gallen statt.

Programmbroschüre

Inhalte dieser Seite

Zielgruppe

Aufbau und Inhalt

Programm

Kurszeiten und Orte

Kosten

Anmeldung

Programmelemente im Detail

Zielgruppe

Das Weiterbildungsangebot richtet sich primär an Fachleute, die

  • im Bereich Aus- & Weiterbildung für Leistungsbereiche, Angebote oder Projekte Verantwortung tragen.
  • In der Mitte von Hochschule hierarchisch oder lateral führen
  • und an Hochschulen (Fachhochschulen, Universitäten, Pädagogische Hochschulen, Höheren Fachschulen) tätig sind.

Die Arbeit des Zielpublikums ist zudem geprägt durch beraterische, koordinative, planerische und kommunikative Tätigkeiten sowie durch die Schnittstellenfunktion zur Hochschulleitung, den Dozierenden, Studierenden und der Hochschulverwaltung.

Als Voraussetzung für den Lehrgang bringen Sie einen Hochschulabschluss (oder einen Abschluss einer vergleichbaren Institution) sowie eine hochschuldidaktische Grundausbildung von mindestens 1.5 ECTS (kann während dem CAS begleitend am ZHE erworben werden) mit. In besonderen Fällen können Sur-Dossier-Aufnahmen oder die Anerkennung von Vorleistungen stattfinden.

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Aufbau und Inhalt

Aufbau

Teilnehmende von Weiterbildungsangeboten bringen in der Regel vielfältige Vorqualifikationen mit. Es ist uns deshalb ein grosses Anliegen, Sie in der Verfolgung individueller Entwicklungsziele zu unterstützen, damit Sie optimal auf Ihre vorhandenen Kompetenzen aufbauen können.

Um dies zu ermöglichen besteht der CAS Führen von Projekten und Studiengängen aus einem modularen Basisangebot von 5 ECTS während des ersten Jahres, das nebst dem Schaffen einer gemeinsamen Grundlage für einen kontinierlichen Austausch in der Gruppe sorgt. Eine Standortbestimmung unterstützt die individuelle Zusammenstellung von Aufbau- und Wahlmodulen zur individuellen Schwerpunktsetzung in der zweiten Hälfte, wobei Sie sich frei in sämtlichen Themenfeldern und Formaten bewegen können.

Ab 10 ECTS wird das Zertifikat «CAS Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen» ausgestellt.

Zum Beispiel

Die folgenden Beispiele sollen exemplarisch die Vielfalt der Möglichkeiten aufzeigen.

Die Person

Sandra Spielmann, langjährige berufserfahrene Dozentin, ist seit einem Jahr Studiengangsleiterin eines Bachelorstudiengangs. Nun steht eine Curriculumsreform an.

Der CAS

Die Kurstage dieses CAS sind anregend, besonders nützlich ist jedoch eine Begleitung des Reformprojekts durch eine kompetente Fachperson. Im Rahmen eines CAS Projekts im Umfang von bis zu 3 ECTS vereinbart Frau Spielmann die Zielsetzung, Ablauf und Unterstützungsleistungen mit einer Fachperson etwa in Form von Fachberatung und/oder Prozessbegleitung. Zur Komplettierung des CAS besucht sie das Wahlmodul Grundlagen der Beratung und das Aufbaumodul Planspiel Curriculumsentwicklung.

Das Angebot

Modul ECTS
Basisangebot 5
Projekt 3
Wahlmodul 1.5
Aufbaumodul 1
Total 10.5

Die Person

Donat Müller hat seit einem halben Jahr eine neu geschaffende Stelle im Stab des Rektorats oder der Fakultätsleitung einer Hochschule inne. In dieser Funktion übernimmt er vielfältige Aufgaben und unterstützt den Departementsleiter in der Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen.

Der CAS

Im Rahmen des CAS erwirbt Herr Müller hochschulpolitische, organisationstheoretische sowie Managementgrundlagen und holt sich Rüstzeug für die aktive Ausgestaltung dieser neuen Funktion. Insbesondere vertieft er sich in Führungsfragen besucht zwei weitere Aufbaumodule sowie ein Wahlmodul. Besonders interessant ist für ihn der zusätzliche Einblick in andere Hochschulen durch das Mentoringprogramm. In zwei Mentoringpartnerschaften hintereinander mit Personen mit unterschiedlichem Profil gewinnt er Einblick in andere Organisationen und stärkt sein Netzwerk.

Das Angebot

Modul ECTS
Basisangebot 5
Aufbaumodul 1
Wahlmodul 1.5
Wahlmodul 1.5
Mentoring-Partnerschaft 1
Mentoring-Partnerschaft 1
Total 10

Die Person

Sandro Bürki ist als Qualitätsverantwortlicher in einer Fakultät betraut mit Fragen der Institutionellen Akkreditierung. Er interessiert sich vor allem für Fragen der lateralen Führung quer durch die Organisation im Rahmen dieses anspruchsvollen Projekts. Didaktische Fragen stehen im Rahmen dieser Weiterbildung nicht im Vordergrund.

Der CAS

Um doch vom intensiveren Austausch in der Gruppe zu profitieren besucht er das Basisangebot ohne das Didaktikmodul. Im Weiteren fokussiert er sich auf Angebote im Bereich Fuhren (1 Aufbaukurs und 2 Wahlkurse) und sucht den Austausch im Rahmen einer Mentoringpartnerschaft mit einer Person mit Erfahrungen mit komplexeren Hochschulprojekten. Ein Zertifikat steht nicht im Vordergrund. Falls das später relevant würde, bestünde die Gelegenheit wieder anzuknüpfen.

Das Angebot

Modul ECTS
Basisangebot 4
Aufbaumodul 1
Mentoring-Partnerschaft 1
Total 6

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Programm

Programmbroschüre CAS «Führen in Projekten und Studiengängen an Hochschulen»

Basisangebot

Mo­du­le Ta­ge Da­ten ECTS-Punk­te
Kernmodul
Anspruchsvolle Rollen im Kontext

Do–Fr
Mi−Do
Fr

9./10. März 2017
6.−7. September 2017
29. Juni 2018
2.0
Basismodul
Lateral führen
Mi-Do 10.−11. Mai 2017 1.0
Basismodul
Curriculumsentwicklung
Do–Fr 29.−30. Juni 2017 1.0
Basismodul
Qualität
Do–Fr 26.−27. Oktober 2017 1.0

Aufbau- und Wahlmodule

Themenbereich Didaktik Ta­ge Da­ten ECTS-Punk­te
Aufbaumodul
Planspiel Curriculumsentwicklung

Do–Fr

11.–12. Januar 2018 1.0
Wahlmodul
Arbeiten von Studierenden begleiten
Do–Fr FS 2018 1.5
Wahlmodul
E-Didaktik
Do–Fr FS 2018 1.5

 

Themenbereich Führen Ta­ge Da­ten ECTS-Punk­te
Aufbaumodul
Entscheidungsprozesse gestalten

Do–Fr

1.–2. Februar 2018 1.0
Wahlmodul
Grundlagen der Beratung
Do–Fr Sommer 2018 1.5
Wahlmodul
Selbstmanagement
Do–Fr Sommer 2018 1.5

 

Themenbereich Management Ta­ge Da­ten ECTS-Punk­te
Aufbaumodul
Planen und Finanzieren

Fr–Sa

9.-10. März 2018 1.0
Wahlmodul
Bildungsmarketing
Do–Fr März 2018 1.5

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Kurszeiten und Orte

Montag bis Freitag finden die Kurse in der Regel von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr statt. Für die Wahlmodule gelten teilweise andere Kurszeiten.

Der Lehrgang findet mehrheitlich in den Räumlichkeiten der Pädagogischen Hochschule Zürich statt. Die genauen Räume werden von der Lehrgangsleitung frühzeitig bekannt gegeben. Folgende Module finden bei unseren Kooperationspartnern statt:

  • Kernmodul Anspruchsvolle Rollen im Kontext
  • Aufbaumodul Planspiel Curriculumsentwicklung
Universität Bern, UniS
  • Basismodul Curriculumentwicklung
  • Wahlmodul Bildungsmarketing
Universität St. Gallen, Zentrales Institutsgebäude

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Kosten

Die Angaben enthalten keine Ausgaben für Literatur, individuelles Coaching und allfällige Verpflegungs- und Reisekosten. Abklärungen bezüglich Finanzierung, Beurlaubung und Stellvertretung treffen Sie bitte direkt mit entsprechenden Stellen Ihrer Hochschule.

Besuch eines einzelnen Moduls pro ECTS-Punkt CHF 800
Ab einem Modulpaket von 5 ECTS Kosten pro ECTS-Punkt CHF 650
CAS im Umfang von 10 ECTS CHF 6500

Pro Kurstag im Tagungszentrum Schloss Au der Pädagogischen Hochschule Zürich fällt zusätzlich eine Verpflegungspauschale vom CHF 50 an.

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Anmeldung

Die Anmeldung für den CAS Führen von Projekten und Studiengängen an Hochschulen sowie auch für Modulpakete ab 5 ECTS hat für beide Varianten zwingend schriftlich über das in den Downloads verfügbare Formular zu erfolgen. Der Anmeldeschluss für die Durchführung 2017/2018 ist am 15. Dezember 2016 (Verlängert bis 31.1.2017).

Einzelmodule können bei freien Plätzen jeweils bis 30 Tage vor der Durchführung gebucht werden.

Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Programmelemente im Detail

Inhalte Basisangebot

Wie gelingt es, vor dem Hintergrund des bildungspolitischen Kontexts und der Entwicklung der eigenen Institution die eigene anspruchsvolle Rolle aktiv zu gestalten? Welcher persönliche Weiterentwick­lungsbedarf ist daraus abzuleiten? 

Ziele

Ziele des Moduls sind:

  • Die Teilnehmenden sind sich der Vielfalt der eigenen (beraterischen, koordinativen, planerisch-konzeptionellen und kommunikativen) Führungstätigkeit bewusst und kennen Konzepte, die sie beim professionellen Rollenwechsel unterstützen.
  • Sie wissen um ihre Sandwichrolle zwischen den Erwartungen der Hochschulleitung, der Dozierenden, Studierenden und Hochschulverwaltung und können diese vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden – auch persönlichen – Ressourcen adäquat handhaben.
  • Sie besitzen Einblicke in die bildungspolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen auf (inter-)nationaler Ebene und ordnen aktuelle Entwicklungen entsprechend ein.

Arbeitsweise

Die beiden Auftakttage machen die komplexen (Führungs-)Aufgaben der Teilnehmenden fassbar und diskutierbar. Zu diesem Zweck  wird die Rolleninterpretation in den unterschiedlichen Kontexten anhand organisationspsychologischer Konzepte analysiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden einen vertieften Einblick in bildungspolitische Vorgänge und reflektieren so ihre Aufgabe in einem grösseren Kontext.

Im Rahmen einer Standortbestimmung nehmen die Teilnehmenden anhand für sich erarbeiteter Indikatoren eine Selbstbeurteilung ihrer Kompetenzen vor. Dazu holen sie nach Möglichkeit auch Fremdeinschätzungen ein. Daraus leiten sie ihren Entwicklungsbedarf ab und überprüfen die individuelle Schwerpunktsetzung im CAS.

Am Schlusstag werden die im Verlauf des Lehrgangs gewonnenen Erkenntnisse mit Blick auf die eigene Laufbahnperspektive zusammengeführt.

Kursorte

Universität Bern (Auftakt) und Pädagogische Hochschule Zürich

Dozierende

Franziska Zellweger und Lydia Rufer (Modulverantwortung)

Berhard Nievergelt (Bildungspolitik)

Kathrin Rutz (Standortbestimmung)

Führen mit eingeschränkter Weisungsbefugnis, zum Beispiel in projektorientierten Organisationen, ist immer eine Herausforderung. Ob Hochschule, Beratungsunternehmen oder Werbeagentur — es scheint charakteristisch für die Rolle von Projektverantwortlichen (und in Hochschulen etwa Studiengangleitenden) zu sein, dass diese erhebliche Verantwortung übertragen bekommen, ohne dabei immer über klare Entscheidungskompetenzen zu verfügen. Darin liegt eine Herausforderung, welche das Führungsgeschehen, das in Hochschulen ohnehin nie einfach zu realisieren ist, zusätzlich prägt. Wie es dennoch gelingen kann, unter solchen «erschwerten Umständen» die laterale Führungsrolle professionell wahrzunehmen, ist Thema dieses Moduls. 

Ziele

Die Teilnehmenden sind in der Lage Teams, Projekte oder Studiengänge kontextsensibel zu führen:

  • Sie haben ein vertieftes Verständnis für die besonderen Bedingungen von Führung an Hochschulen
  • Sie haben die Wichtigkeit von Auftragsklärung und expliziter Rollenklärung erkannt
  • Sie gestalten Informations- und Kommunikationsprozesse mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen effektiv und effizient
  • Sie sind in der Lage, konstruktiv in Konflikten zu agieren, ob als Konfliktpartei oder Moderatorin oder Moderator

Zentrale Fragestellungen

  • Laterale Führung versus formalisierte Führung
  • Rollenklärung: Repertoire, Zuweisung und Verhandlung
  • Strukturelle Schwierigkeiten in wenig formalisierten Führungsfunktionen und der Umgang damit
  • Laterale Führung ressourcenschonend und produktiv gestalten
  • Anreize für Einbindung und Engagement von Expertinnen und Experten
  • Einbezug wichtiger informeller und formaler Entscheidungsträger
  • Typische Konflikte in lateralen Führungsfunktionen: Analyse und Bewältigungsstrategien

Arbeitsweise

  • Inputs und Diskussionen
  • Simulationen und Trainingssequenzen
  • Einführung von und Anwendung von Diagnosetools
  • Exploration prototypischer Fälle
  • Kollegiales Coaching

Kursort

Pädagogische Hochschule Zürich

Dozierende

Christof Baitsch (Modulverantwortung)

Kathrin Rutz

Bei der Entwicklung von Curricula stehen zunächst didaktische Fragen – angestrebte Lernergebnisse sowie ein didaktisches Profil – im Mittelpunkt. Damit aus einem Curriculum gelebte Lehr- und Studienpraxis wird, braucht es jedoch mehr: Einerseits sind die disziplinären Kulturen der beteiligten Fächer zu berücksichtigen, die jeweils eigene Vorstellungen von Wissenschaft und Lehre mit sich tragen.

Andererseits sollte ein Studiengang, um dauerhaft Bestand zu haben, auch den Rahmenbedingungen der Hochschule gerecht werden, zu deren Profil passen und zur strategischen Weiterentwicklung beitragen. Schliesslich braucht es konkrete Vorstellungen darüber, wie die Studierenden ihr Studium idealerweise gestalten sollten. Dazu gehören neben dem Studienverlauf auch Wertvorstellungen zum Verhalten der Studierenden, dem sozialen Umgang im Studium, dem Verhältnis zu den Dozierenden u.v.m. Studiengangsentwicklung, die in einer lebendigen Studienpraxis resultiert, ist demzufolge mehr als die Planung eines Curriculums.

Vielmehr sind Studiengangsentwicklerinnen und -entwickler auch Change Agentinnen und Agenten: Sie vermitteln zwischen Anspruchsgruppen, werben um Ressourcen, entwickeln und vertreten Ideen einer bestimmten Lehr-/Lernkultur. Während des Kurses sind die Teilnehmenden aufgefordert, diese Perspektive auf ihre eigene Hochschule zu übertragen und sich selbst in der Rolle als Change Agentin/Agenten für einen Studiengang zu engagieren.

Ziele

Ziele des Moduls sind:

  • Sie kennen und verstehen ein ganzheitliches Modell der Studiengangsentwicklung, das neben curricularen auch lernkulturelle und organisationale Aspekte der Hochschule berücksichtigt.
  • Sie sind in der Lage, für die Studiengangsentwicklung zentrale Anspruchsgruppen an Ihrer eigenen Hochschule zu identifizieren.
  • Sie können Beiträge eines Studiengangs zum Profil der Hochschule benennen und gegenüber relevanten Anspruchsgruppen kommunizieren.
  • Sie können eine angestrebte Lehr-/Lernkultur für einen Studiengang konturieren und Massnahmen zu deren Entwicklung entwerfen.

Arbeitsweise

Die Inhaltsmodule des Kurses sind didaktisch jeweils ähnlich strukturiert und verlaufen nach folgender Dramaturgie:

  • Kernidee, Konzepte und Modelle: In einem kurzen Input wird jeweils eine Kernidee vertreten (z.B. Studiengangsentwicklung sollte einen Beitrag zur Hochschulentwicklung leisten).
  • Beispiele und Diskussion: Modelle und Konzepte werden mit Beispielen aus der Arbeitspraxis des Kursleiters unterlegt und zur Diskussion gestellt.
  • Anwendung und Transfer: Die Teilnehmenden wenden Konzepte und Modelle auf ihren eigenen Arbeitskontext an und prüfen deren Transferierbarkeit.

Kursort

Universität St. Gallen

Dozierende

Tobias Jenert

Verantwortliche für Bildungsangebote sollten über einen vertieften Einblick in die Qualitätsdebatte generell und insbesondere in den Bereichen Hochschule und Erwachsenenbildung verfügen. Im Hinblick auf ein wirkungsorientiertes Qualitätsmanagement stehen dabei die Verknüpfung von hochschuldidaktischen Kriterien, den daraus abgeleiteten Qualitätskriterien sowie deren systematische Überprüfung durch Evaluation im Zentrum.

Vor dem Hintergrund der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion und anerkannten Standards (HFKG, Standards für Evaluation, wirkungsorientiertes Prozessmanagement) bearbeiten die Teilnehmenden Beispiele aus ihrem beruflichen Kontext und erhalten Einblick in Beispiele aus dem Kontext tertiärer Bildung und Erwachsenenbildung.

Ziele

Ziele des Moduls sind:

  • Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die aktuelle Qualitätsdebatte im Kontext von Hochschulen und Erwachsenenbildung.
  • Sie lernen grundlegende evaluationstheoretische Ansätze kennen und orientieren sich über Leitlinien im angemessenen Umgang mit methodischen Fragen bei Prozessen der Datenerhebung.
  • Die Teilnehmenden können die aktuellen Entwicklungen im Qualitätsmanagement in ihrem Kontext nachvollziehen und kritisch diskutieren sowie deren Konsequenzen für die Führung eines Bildungsangebotes abschätzen.
  • Sie kennen Konzepte zur Qualitätssicherung und –entwicklung sowie darauf bezogene Grundfragen von Implementierung im Kontext einer Expertenorganisation.

Zentrale Fragestellungen

Im Zentrum stehen folgende Fragestellungen:

  • Welche Gestaltungsspielräume sind bei der Umsetzung von Programmtheorien unter welchen Bedingungen zu erwarten?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den jeweiligen handlungstheoretischen Kontext?
  • Wie muss das Management von Evaluationsprozessen gestaltet sein, damit eine Qualitätskultur entstehen und gewünschte Entwicklungen des Studienganges stattfinden können?
  • Welche Evaluationsgrundsätze gilt es bei der Datenerhebung zu beachten? Welche Instrumente bieten sich für die Evaluation eines Studiengangs besonders an?
  • Wie gelingt es, Evaluationsresultate zur Weiterentwicklung zu nutzen?

Arbeitsweise

Selbststudium, gemeinsame Arbeit an grundlegenden Problemstellungen, kooperative Arbeitsweisen in Teams oder Kleingruppen, individuelle Rückmeldung und Beratung durch die Kursleitenden, sowie die Präsentation von Erfahrungsberichten und Beispielen mit praktischem Bezug.

Kursort

Pädagogische Hochschule Zürich

Dozierende

Michael Frais

Geri Thomann

Carla Loretz

Inhalte Individuelle Schwerpunktsetzung

Die Aufgabe, fachlich, sozial und organisationsbezogen tragfähige Entscheidungen zu treffen, ist für lateral Führende eine grosse Herausforderung. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, wie laterale Führungspersonen den Informations- und Kommunikationsprozess sowie die kollektive Entscheidungsfindung planen und gestalten.

Ziele

Die Teilnehmenden verfügen über folgende Fähigkeiten zum Gestalten von Entscheidungs- und Kommunikationsprozessen:

  • Sie können partizipative Entscheidungsfindungsprozesse planen, methodisch gestalten und zielorientiert moderieren
  • Sie gestalten Informations- und Kommunikationsprozesse effektiv und effizient (gegenüber Studierenden, Dozierenden und Leitung)

Arbeitsweise

Theoretische Inputs, Reflexionen zu ausgewählten Situationen und Praxisbeispielen, Austausch zu eigenen Erfahrungen und Anliegen

Kursort

Pädagogische Hochschule Zürich

Dozierende

Rolf Kuhn (Modulverantwortung)

Dozierende wie Studiengangsleitende sind in ihrem Alltag auch beratend tätig. Beratung verstanden als phasenhafter Prozess erfordert Kenntnisse über grundlegende Phänomene der Beratung und Interventionsmöglichkeiten zur Steuerung. Die Teilnehmenden erwerben eine erste Kompetenz, Beratungssituationen im Hochschulkontext adäquat zu gestalten und zu analysieren.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Kursseite

Dozierende und Studiengangsleitende haben ein äusserst anspruchsvolles Tätigkeitsfeld. Selbstmanagement ist deshalb eine entscheidende Kompetenz, um langfristig leistungsfähig, motiviert und gesund zu bleiben. In diesem dreitägigen Modul werden wesentliche Grundlagen dazu erarbeitet.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Kursseite

Wie konzipiere ich erfolgreich ein innovatives Studienangebot? Welche Konzepte und Organisationsformen sind möglich? Welche speziellen Anforderungen ergeben sich daraus für die Dozierenden? Auf welche Faktoren muss man bei der Konzeption von Studienangeboten achten? Welche Rolle spielen dabei Interessengruppen wie z. B.  die Akkreditierungsagenturen?

Mit diesem Kurs wagen wir den Versuch in Form einer Hochschulsimulation (Planspiel) sowohl praxisnah als auch inhaltlich tiefgehend Fragen rund um die Curriculumsentwicklung zu beantworten.

Ziele

Inhaltlich

Die Teilnehmenden

  • berücksichtigen bei ihrer Arbeit die zentralen Einflussfaktoren auf die Curriculumsentwicklung,
  • werden den Verhaltensmustern und den dahinterliegenden Motive der involvierten Interessengruppen gerecht,
  • können im interaktiven Austausch unterschiedliche Perspektiven in der Curriculumsplanung einnehmen und diese kritisch würdigen,
  • sind in der Lage, die wesentlichen Schritte einer Curriculumsentwicklung zu gestalten, nachzuvollziehen und am praktischen Beispiel zu benennen.

Methodisch

In diesem Workshop

  • erwerben Sie einen differenzierten Einblick in die Simulationsmethodik anhand eines Planspiels,
  • entwickeln Sie anhand eigener Planspielszenarien eine Grobkonzeption für eigene Organisationsentwicklungsvorhaben oder die konkrete Lehre.

Arbeitsweise

Präsenzzeit

Die Präsenzzeit umfasst:

  • Impulsvortrag
  • Planspiel
  • Reflexionsrunden

Vor- und Nachbereitung

Zur Vor- und Nachbereitung gehören:

  • Vorabbriefing
  • Erwartungs- und Erfahrungsabfragen

Kursort

Universität Bern

Dozierende

Stefan Braun

Wie begleiten und beurteilen Sie effizient und fördern gleichzeitig das Lernen und die Schreibkompetenz von Studierenden? Studierende erbringen an Hochschulen zahlreiche ihrer Leistungsnachweise schriftlich. Kernthema des Moduls ist, wie Sie Schreiben als Denk- und Lernmedium effizient einsetzen: von der Zusammenfassung bis zur Masterarbeit.

Im Zentrum dieses Moduls steht die Frage, wie Dozierende beim Schreiben erfolgreich begleiten. Dabei spielt auch die Optimierung des Zeitmanagements und der Begleitstrategien eine zentrale Rolle.

Auführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Kursseite

Wie lassen sich E-Learning-Szenarien praxisgerecht gestalten und umsetzen? In einem hybriden Lernsetting (Präsenz- und Onlinephasen) erleben die Teilnehmenden E-Learning gleich selbst und führen auch einen kleinen Praxistransfer im eigenen Unterricht durch – eigenes Tun und Reflexion sind in diesem Modul eng verzahnt.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Kursseite

Komplementär zur Entwicklung eines didaktischen Konzepts gilt es aus betriebswirtschaftlicher Perspektive Grundfragen der Angebotsentwicklung zu klären:

  • Welche Bedürfnisse hat das Zielpublikum? Wie kann ein Angebot im Markt positioniert werden?
  • Auf welche eigenen Stärken kann der zu entwickelnde Studiengang aufbauen?
  • Wie sieht die Kostenstruktur aus? Wie wird ein tragfähiges Budget erstellt und die Wirtschaftlichkeit eines Angebots überprüft?
  • Wie analysiert man eine Deckungsbeitragsrechnung für Weiterbildungsangebote, und welche Aussagekraft hat diese?

Das Modul spricht nicht nur Personen an, die Verantwortung für ganze Bildungsangebote tragen, sondern auch jene, die in der Diskussion um Ressourcen ihre Anliegen kompetent vertreten möchten.

Ziele

Ziele des Programms sind:

  • Die Teilnehmenden können ein Bildungsangebot – unter Berücksichtigung der bildungspolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen auf (inter-)nationaler und hochschulinterner Ebene – markt­orientiert entwickeln.
  • Dazu verfügen sie über betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten in der Budgetierung und finanziellen Führung eines Bildungsangebots.

Arbeitsweise

Die Arbeitsweise umfasst:

  • Theoretische Inputs
  • Reflexionen zu ausgewählten Situationen und Praxisbeispielen
  • Austausch zu eigenen Erfahrungen und Anliegen

Kursort

Pädagogische Hochschule Zürich

Dozierende

Daniel Brodmann (Modulverantwortung)

Aus- und Weiterbildung ist eine spezielle Form der Dienstleistung: Kunden bzw. Teilnehmende sind wichtige Ko-Produzenten des Bildungserlebnisses. Bildungsmarketing auf einer operativen Ebene fokussiert die zielorientierte Gestaltung des (Weiter-)Bildungserlebnisses. In diesem Seminar bearbeiten wir die vier zentralen Schritte:

  1. Klären von Herausforderungen
  2. Verstehen der „Kunden“
  3. Gestalten des Kundenerlebnisses
  4. Überprüfen der Wirkungen.

Auführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Kursseite

Aufbauend auf unserem Netzwerk vermitteln wir Mentoringpartnerschaften. Eine Mentoringpartnerschaft dauert ca. fünf Monate und umfasst drei bis vier Treffen. Sie vereinbaren mit der Mentorin oder dem Mentor eine Zielsetzung, auf welche sich die Unterstützung ausrichtet. Zudem gewährt der Mentor oder die Mentorin Einblick in die eigene Organisation, Arbeitsweise und Herausforderungen.

Zielsetzung

Ziele des Moduls sind:

  • Durch den zielfokussierten partnerschaftlichen Austausch mit einer berufserfahrenen Person in einem relevanten Kontext vertiefen Sie das Verständnis und erweitern ihr professionelles Netzwerk.
  • Professionelle Reflexion und Optimierung der eigenen Praxis

Umfang

Eine Mentoringpartnerschaft im Umfang von 1 ECTS beinhaltet drei bis vier Treffen inkl. Vor- und Nachbereitung.

Sie bearbeiten unter kompetenter Begleitung ein Projekt, das Sie in ihrem Arbeitsalltag aktuell umzusetzen haben. Hierbei kann es sich um ganz unterschiedliche komplexe Projekte wie z.B. eine Studiengangsreform, die Koordination oder Umsetzung eines abteilungsübergreifenden IT-Projekts oder die Entwicklung und den Einsatz von Qualitätssicherungsmassnahmen handeln. Im Projekt steht Ihr Anliegen im Vordergrund und wir unterstützen Sie bei der Gestaltung wie Umsetzung.

Zielsetzung

Ziele des Moduls sind:

  • (adaptierter) Einsatz von im Rahmen des Studiengangs kennengelernten Instrumenten und erworbenen Kompetenzen in der eigenen Praxis
  • Professionelle Reflexion und Optimierung der eigenen Praxis

Umfang

Ihr Projekt kann je nach Umfang der zu bewältigenden Aufgabe 1 bis 3 ECTS umfassen, d.h. 30 bis 90 Stunden.

Vorgehen

Das Vorgehen gestaltet sich wie folgt:

  • Sie definieren gemeinsam mit Ihrer Betreuungsperson den Umfang und die Zielsetzung des Projekts,
  • erstellen einen Projektplan und sprechen diesen mit der Betreuungsperson rück,
  • setzen das Projekt um und erhalten hierbei nach Bedarf Unterstützung der Betreuungsperson,
  • dokumentieren die Umsetzung begleitend,
  • reflektieren diese nach Abschluss des Projekts und
  • erhalten für die reflektierte Dokumentation Ihren Leistungsnachweis

Wahl der Begleitperson und Form der Begleitung werden individuell vereinbart.

 

Zur Inhaltsübersicht dieser Seite

Zusätzliche Informationen

Kontakt

Administration

Gabriele Tobüren

Tel. +41 43 305 52 67
kursadmin-zhe@phzh.ch

Lehrgangsleitung

Franziska Zellweger

Tel. +41 43 305 63 56
franziska.zellweger@phzh.ch

Lydia Rufer

Tel. + 41 31 631 46 87
lydia.rufer@zuw.unibe.ch

Über uns

Team Hochschuldidaktik/ Erwachsenenbildung

In Kooperation mit

Downloads

Anmeldeformular

Programmbroschüre 2017-2018

Angebotssuche

erweiterte Suche

Semesterprogramm/AGB

Semesterprogramm 1/2017

Unsere AGB

Social Media

Blog

Aktuelle Beiträge im ZHE-Blog

Twitter

Facebook