Gewalt und Mobbing

In einer grossen Online-Umfrage der Universität Koblenz gaben 55% der Schulkinder an, bereits Opfer von Mobbing in ihrer Schule geworden zu sein.1) Die Ausdrucksformen von Mobbing reichen vom Schubser bis zu massiven Körperverletzungen, von Beschimpfungen bis zum organisierten Cyber-Mobbing in Schulen.

Gewalt und Mobbing sind als Phänomene bekannt, die ohne Widerstand eskalieren und den Handlungsspielraum für ein wirksames Eingreifen zunehmend einengen. Lehrpersonen und Schulleitungen sind zentrale Rollenträger für die Eindämmung und Überwindung von Gewalt und Mobbing in Schulen.

Eine Beratung durch Fachpersonen ist angezeigt, wenn:

  • Die bewährten Massnahmen nicht mehr greifen oder ausgeschöpft sind.
  • Die Intensität und Frequenz von Gewalt und Mobbing stetig ansteigen.
  • Das Klima in der Klasse oder Schule durch Gewalt und Mobbing stark belastet ist.

1) Reinhold Jäger, Uwe Fischer, Julia Riebel: Mobbing bei Schülerinnen und Schülern der Bundesrepublik Deutschland. Eine empirische Untersuchung auf der Grundlage einer online-Befragung. Landau 2007, p.3.

Beratungsangebote zu Gewalt und Mobbing

Die Beraterinnen und Berater der PH Zürich unterstützen Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen bei der Eingrenzung und Überwindung von Gewalt und Mobbing in Klassen und Schulen. Unsere Fachpersonen sind spezialisiert auf Gewalt- oder Mobbingsituationen, die in Klassen und Schulen kurz vor der Eskalation stehen oder bereits eskaliert sind.

Die Angebote zielen darauf ab, akute Vorfälle zu begrenzen, die Handlungsfähigkeit der Betroffenen wiederherzustellen, das Geschehene aufzuarbeiten und gemeinsam konstruktive Lösungen zu entwickeln.

Weitere Informationen zur Mobbingberatung

Weitere Informationen zur Klassenintervention

Weitere Informationen und Links

Für Lehrpersonen, die Opfer von Mobbing von Mitgliedern des Kollegiums oder der Klasse geworden sind, bietet die PH Zürich Einzelcoachings an.

Die PH Zürich bietet keine Beratungen für schulpflichtige Opfer von Gewalt und Mobbing und keine Präventionsprogramme für Schulen an. Folgende Stellen helfen weiter:

Kantonale Opferhilfestelle

Opferberatung Zürich

Zusätzliche Informationen

Kontakt

Beratungstelefon

Tel. +41 43 305 50 50
Mo–Fr von 15 bis 18 Uhr

Downloads

Schwerpunkte der Weiterbildung und Beratung: 
«Fokus 2016/2017»